Am letzten Tag des alten Jahres haben der Mann und ich inmitten von alten Zeitschriften gesessen und gemütlich geblättert, geschnippelt und geklebt. Daraus ist für jeden von uns ein Visionboard bzw eine Kraftcollage entstanden. Seine mehr bildlastig, meine eher wortlastig.

Wort des Jahres

Seit einigen Jahren suche ich mir für das Jahr ein Wort. Letztes Jahr stand unter dem großen Begriff Loslassen. Das bezog sich vorallem auf alte Glaubenssätze, die ich in mir trage, die mich blockieren, aber auch auf Vorstellungen und Erwartungen. Das Jahr war grandios in vielerlei Hinsicht. Ende des Jahres formte sich aus all der Dankbarkeit und den Erfahrungen mein Motto für 2017: Das Leben feiern.

Damit meine ich nicht dieses laute, vielleicht auch alkoholisierte Krachen lassen. Keine wilden Parties und gedankenloses Abfeiern. Ich meine damit eher das stille Geniessen, das Zelebrieren dieses wunderbaren Daseins, das Auskosten von dem, was ist. Ich möchte innehalten, den Zauber des Lebens in mir aufsaugen, dankbar sein und ja, es manchmal auch wild und laut krachen lassen.

Zwischen all den wunderbaren Plänen für das neue Jahr wünsche ich mir Zeit für Kreativität, tolle Projekte mit Kunden, Wertschätzung meiner Arbeit und Zeit für Selfcare, Freundschaften und Familie. Ich habe mich für dieses Jahr bei keinem Online-Workshop wie ‘Lifebook’ oder ‘One Little Word’ angemeldet. Im letzten Jahr war so wenig Raum, mich da ausreichend drum zu kümmern. Ausserdem habe ich noch Zugang zu den Lessons der letzten Jahre und kann davon zehren, sollte ich einmal das Gefühl haben, etwas kreativ Input zu benötigen. Generell möchte ich mehr darauf schauen, was aus mit selbst herauskommt, jetzt wo ich durch die Kurse mein Repertoire an Fähigkeiten, Werkzeugen und Techniken erweitert habe.

Ausblick auf das Jahr

Januar, Februar, März

Bald fahren ich mit dem Mann zu unserem Arbeits-Wellness-Wochenende. In einer Mischung aus Wohlfühl und Meetings werden wir kommende Projekte besprechen, anliegende Themen strukturieren und Termine festlegen. Wir geben damit dem Jahr eine Richtung und schauen, daß wir uns nicht verheddern oder aus den Augen verlieren. Ich mag das sehr.

Im März beginnt das Dharmatraining, eine Ausbildung in yogischer Krisenintervention. Die Ausbildung umfasst die Themen Sterben, Sterbebegleitung, Trauma, Trauer und Tod. Im Rahmen dieser Ausbildung werde ich ein Praktikum in einem Hospitz oder auf einer Palliativstation machen. Ich hoffe, damit Werkzeuge zum Umgang mit diesen Themen zu erhalten und gleichzeitig, wie bei allen dieser spirituellen Ausbildung, Dinge über mich selbst zu erfahren, zu wachsen und mich weiterzuentwickeln.

Im März unterrichte ich wieder zwei Tage einen Workshop an der VHS. Einen für Jugendliche und einen für Erwachsene. Es geht dabei um Schrift, Lettering und die Grundlagen von Gestaltung. Very basic.

April, Mai, Juni

Im April besuche ich den Workshop von Denis Brown im Kloster Scheyern und schaue, wie ich mit Kursivschrift klar komme, im Mai gehts gleich weiter zu Emily Bohley und Torsten Kolle ins Gut Frohberg bei Meissen. Dort treffe ich mich mit der lieben Sandra und hoffe auf 4 Tage kreatives Schreibgelage. Hach!

Gemeinsam mit dem Mann werde ich im Mai am Himmelfahrtswochenende eine kreative Auszeit anbieten. Wir erarbeiten gerade die Details für dieses Angebot und sind schon etwas aufgeregt.

Im Juni geht es etwas ruhiger zu. Nach den Pfingstferien schreibt die Tochter ihre Quali-Prüfungen (Quali = qualifizierter Hauptschulabschluss). Ich bin überzeugt, daß sie ihre Sache gut machen wird. Da braucht es aber auch vorallem beim praktischen Teil Unterstützung der Eltern, da die SchülerInnen möglicherweise Dinge einkaufen und besorgen müssen.

Juli, August, September

Der Juli ist meistens voll von Sommervorbereitungen, Festen und bei uns persönlich noch mit Gongwochenenden und Dharmatraining ausgebucht.

Im August starten die Sommerferien. Dieser Monat ist noch unverplant, aber vermutlich werden wir wieder Zeit bei meiner Familie verbringen und ein bisschen herumreisen bis wir dann im September einen *tataaaaa* gemeinsamen Urlaub an der Ostsee verbringen.

Oktober, November, Dezember

Im November werde ich meinen 40. Geburtstag feiern. Wie, das weiss ich noch nicht genau. Und ist einmal November, dann ist das Jahr gefühlt auch schon wieder vorbei.

 

 

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23 thoughts on “Mein erster Ausblick auf das Jahr :: Das Leben feiern

  1. Liebe Ramona!
    Klingt gut! Ich wünsch dir ein feines Jahr! Das mit dem Feiern lernt man (oder hab’ ich halt erst) wenn man älter wird wie von selbst…weil man merkt (ich gemerkt haben), dass nix selbstverständlich ist!

    Du bist so gescheit, dass du den Hospizkurs machst! Ich lerne grade wirklich mühselig und “vor Ort”, ziemlich unvorbereitet (weil es immer noch etwas anderes ist, wenn es die eigene Mutter ist) mit einem, na sagen wir mal, halbdementen Menschen umzugehen der einmal recht dominat und sehr klug war…hui, das ist echt eine Herausforderung!
    Ich drück dich einfach mal, du kluge Maus! Das du schon 40 wirst, kaum zu glauben! Alles Gute für dieses 2017er Jahr, deine Barbara (aus einem kalten, aber sehr sonnigen Wien)

  2. Wow dein Jahresplan klingt toll, ein schönes, feines Gerüst mit dem du sicherlich gut durch das Jahr 2017 kommst…das wünsche ich dir von Herzen.
    Wie kommt es, dass du dich für die (glaube ich) nicht ganz einfache Aufgabe des Dharmatraining entschieden hast? Bestimmt eine Aufgabe die Herz und Seele berührt, bei der du viel lernen wirst, aber auch Traurigkeit seinen Platz hat.

    Das Gut Frohberg ist ein schöner Seminarort, vielleicht sehen wir uns die Tage, auch wenn der Mai durch mehrere Geburtstage bereits etwas verplant ist.

    Liebste Grüße, Kathrin

  3. Das Leben feiern, darüber sprachen wir heute. Vier Frauen Ü 50.
    Die einen chronisch krank, die wieder gesund in der Nachsorge.
    Alle mit vier Kinder im Leben unterwegs.
    Wir stellten fest – es geht uns gut.
    Ein Grund zu feiern.

    Liebe Grüße
    die Sammlerin

  4. Michaela Braun Kinder dürfen dabei sein, aber es wird kein extra Kinderprogramm geben. Wir hoffen darauf, daß sich eine Lösung in der Gemeinschaft findet (abwechseln mit Betreuen, Kinder einfach dabei sein lassen etc).

  5. Unser Mai ist auch knallvoll. Bestimmt finden wir dieses Jahr Zeit, uns zu sehen.

    Um das Dharmatraining schleiche ich schon einige Jahre herum, jetzt spürte ich, daß die zeit gekommen ist, wo ich mitmachen kann. ich kenne einige, die davon erzählt haben. Ausserdem kennen wir Dharma Singh persönlich (ein Freund von uns) und haben über die Jahre von seiner Arbeit mitbekommen und in diversen Workshops schon schnippern dürfen. Es hat uns immer sehr berührt. Dharma Singh hat ein Bestattungsinstitut in Freiburg und beschäftigt sich sehr intensiv schon viele Jahre mit dem Thema Tod und Sterben. Naja, und je ältern man selbst (und auch die eigenen Eltern) werden, desto mehr nähert man sich ja gezwungenermassen dem Thema Sterben, was heute gar keinen sichtbaren Platz mehr in unserer Gesellschaft hat. Ich möchte gern einen Umgang damit lernen.

Reacjis

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