Den Jahresanfang und die Zeit zwischen Neujahr und Frühsling nutzen viele, um den alten Mief aus der Bude zu kehren, aufzuräumen, auszumisten und wieder Platz für Neues zu schaffen. Das hat nicht nur praktische Zwecke, mehr Platz in der Wohnung zu haben, sondern bringt laut Feng Shui auch energetischen Aufwind. Vor Jahren habe ich das Buch „Fengh Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston gelesen. Fand ich sehr interessant, wie unsere Psyche und unser Unterbewusstsein mit den Dingen, die wir besitzen zusammenhängt. Ausserdem gibt es die amerikanische Liste Fly Lady, die sehr nachdrücklich motiviert, die Bude auf Vordermann zu bringen. Auch simplify bietet jede Menge nützlicher Tipps, den Alltag organsierter zu gestalten und deinen Besitz zu ordnen und zu entrümpeln.
Wenn du es etwas gemächlicher angehen möchtest, dann schau doch mal bei der Wilden Wölfin rein. Sie veranstaltet eine Space Clearing Mitmachaktion. Auch Catcouch widmet sich dem Thema ausmisten. Gleich ein ganzes Jahr lang. Und dokumentiert das alles.
Bei Funkelfaden findest du eine Idee, deine Stoffe zu organisieren. Wenn du noch mehr über Reduzieren und Vereinfachen lesen möchtest, gefällt dir vielleicht der Blog von mamadenkt.

Ich habe keine spezielle Aktion geplant, da ich ich übers ganze Jahr immer wieder von Dingen trenne, die ich nicht mehr brauche und nach geeigneten Ordnungs- und Sortiersystemen Ausschau halte. Ich nehme mir immer mal wieder vernachlässigte Ecken vor. Mal miste ich den Kleiderschrank aus, mal den Küchenschrank. Am Wochenende habe ich mir den Eckschrank in der Küche und das Regal im Bad ausgesucht.

Den Eckschrank habe ich komplett ausgeräumt, geputzt und wieder eingeräumt. Da stehen unsere Süssigkeiten (ganz oben ist das Fach vom Mann), Eierkocher (<–Mann), angefangene Mehltüten und Kleinknabberzeug wie Erdnüsse, Pistazien und Co für die Brotzeitdosen.

kueche

Im Bad haben wir ein einziges Regal für unseren Kram. Weil kein Platz für einen geschlossenen Schrank ist, steht das ganze alles offen in einem schmalen Regal überm Waschbecken. Nicht die optimalste Lösung, aber wir haben uns damit arangiert. Ganz oben wieder das Fach des Mannes. Das hab ich von der Ordnungsaktion verschont gelassen. In der Mitte haben die Tochter und ich unseren Kram und ganz unten stehen Zahnbürsten, Wattestäbchen und Waschlappen. Ich wollte vorallem die blaue Box ganz rechts mal ordentlich entrümpeln. Da befanden sich noch Haargummis aus der Zeit als ich lange Haare hatte drin. Jetzt weiss ich wieder, wieviele Rasierklingen, Zahnseide-Aufsätze, Zahnbürstenköpfe und Ohropax wir noch haben. Alles nochmal hübsch geordnet. Fertig. Wegwerfen musste ich recht wenig.

bad

Insgesamt steht für dieses Jahr Reduzieren an erster Stelle. Unser neues Haus wird zwar von der reinen Quadratmeterzahl her größer sein als das, wo wir grad drin wohnen, aber es wird einiges anders strukturiert sein, wir haben keinen Keller und anders verteilte Räumlichkeiten, sodass wir am Ende nicht wirklich mehr Platz haben werden. Deshalb möchte ich genau überlegen, von welchen Dingen wir uns noch trennen können. Vielleicht schreibe ich im Laufe der Zeit immer mal wieder darüber, was mich gerade bewegt oder welche Ecken ich bearbeite. Generell wird es aber ein unterschwelliger, stetiger Prozess sein. Weniger bzw bewusster einkaufen & konsumieren, Zeit statt Zeug.

Welche Tricks helfen dir beim Aufräumen, Aussortieren, Konsumieren? Welches sind deine vernachlässigten Ecken? Und worauf setzt du als nächstes dein Augenmerk (falls du dich von der Aktion antecken lässt)?

6 thoughts on “Reduzieren und Aufräumen

  1. Das ist zum Jahresbeginn auch immer mein Thema! Einige Küchenschränke und auch der Badezimmer-Kruscht müssten dringend mal wieder aufgeräumt werden. Für heute nehme ich mir erstmal eine Schublade in der Küche vor. Schritt für Schritt funktioniert für mich am besten.
    LG, Micha

  2. War eins meiner großen Themen im letzten Jahr, und ich behalte es sicher auch noch dieses Jahr bei. So befreiend!
    Jetzt nach der Übersiedlung, wo sich noch einiges in Kisten befindet, tu ich mir am leichtesten. Denn wenn ich etwas jetzt fast ein halbes Jahr nicht gebraucht habe, dann ist es wohl nicht unmittelbar notwendig. Also geb ich es weg. Also ich bin definitiv der Typ für die Entrümpelungsmethode, mal alles in eine Kiste zu schmeißen und zu sehen, ob was fehlt. Das kann man dann ja gezielt heraus holen. Der Rest kann dann irgendwann gehen.
    Das schwierigste ist, finde ich, einen guten Platz für das Zeug zu finden. Denn einfach in den Müll schmeißen, das will ich nicht. Und alles ständig irgendwo online einstellen, das ist total zeitraubend. Wir führen die Sachen am liebsten irgendwo auf einen Flohmarkt oder geben sie an Leute weiter, die sie zufällig grad brauchen.
    Alles Liebe, Katharina

  3. och, das kommt mir gerade sehr bekannt vor. Dachte in der Schwangerschaft hab ich alles entrümpelt, gewischt, neu sortiert. Aber irgendwie müsste das schon wieder getan werden. In der Küche und im Bad bin ich die Tage fertig geworden. Fehlt nur noch der Rest des Hauses ;)

  4. Hallo Ramona,

    schön, von deinen Erfahrungen und Überlegungen zu lesen! =)
    Ich bin jetzt seit Jahren relativ regelmäßig am entrümpeln, im letzten Jahr hab ich eien Aktion beendet, wo ich 365 Tage lang jeden Tag einen Gegenstand (meist waren es deutlich mehr, z.B. ein kleiner Stapel Bücher oder ein Sack Kleider) entrümpelt habe. Obwohl ich nur ein Zimmer hatte (Studentenwohnheim) hat mein Gerümpel ein Jahr lang gereicht! Nun mach ich Wölfins Aktion mit und da merk ich schon, dass es deutlich weniger entrümpelte Gegenstände sind als bei früheren Aktionen. Scheint langsam wirklich auf die Menge an Gegenständen zu schrumpfen, die ich tatsächlich brauche bzw. aktiv nutze, vermutlich auch, weil ich einfach kaum noch was kaufe, sondern immer erstmal schaue, ob nicht vorhandene oder bei Freunden ausleihbare Sachen den selben Zweck erfüllen.

    Mein bester Trick war bei „guten“ Sachen immer: Probier aus, wieviel du für den Gegenstand noch bekommen kannst wenn du ihn verkaufst, und überleg, was du sinnvolleres mit dem Geld anstellen könntest, statt den eigentlich unbenutzten Gegenstand weiter herumliegen zu haben. Mit der Herangehensweise hab ich das Gerümpel aus dem 365-Tage-Projekt in einen Sessel zum Lesen und Flugtickets nach New York verwandelt (wenn das net motiviert, dann weiß ich auch net ;) ).
    Bei Zeug wo man nichts mehr für bekommt, ist mein Gewinn immer noch der Platz (den ich z.B. dann mit dem Sessel besser nutzen konnte).

    Kritisch ist bei mir momentan auch die Kosmetik – ich hab eine sehr liebe und fürsorgliche Muddi, die mir öfters mal Carepakete schickt und da ist ständig Deo, Bodylotion, Shampoo usw. usf. drin. Die Gute kann sich in ihrer Einkaufswut nicht merken, dass ich ihr gesagt hab dass ich noch 5 volle Deos im Schrank hab (und eigentlich grad auf einen Deokristall umsteigen will), dass ich keinen Volumenschaum nehmen kann, dass mir von anderem Shampoo als meinem die Kopfhaut juckt und dass ich doch bitte wirklich nix mehr gebrauchen kann, falls doch melde ich mich – nope, sie schickt trotzdem. Und ich lagere dann halt, weil umtauschen/zurückgeben geht ja nicht.

  5. Nach einem kurzen Durchhänger, bin ich nach Lesen Deines Posts echt wieder motiviert. Klar, gefunden hab‘ ich Dich über die wilde Wölfin! Und lustig, die Bücher kenn‘ ich alle….aber genützt haben die nicht so viel *räusper* :) liebe Grüße ibrauchnix

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