„Wie kommst du eigentlich mit deinen Ritualtagen klar?“ wurde ich gefragt.

Ich hatte mich beim Lesen des „Create your incredible year Workbook“ von Leonie Dawson von der Idee der Ritualtage inspirieren lassen. Das in mein Leben einladen, wo ich das Gefühl habe, daß mir die Zeit dafür fehlt. Und zwar durch Ritualtage. Ich hatte mir einige ausgesucht:

  • Briefe & Karten schreiben MONTAG
  • Familienausflug (das hatten wir in Freiburg immer Sonntags. Die Kinder wünschen sich wieder Schatzsuchen/Geocaches finden. Vielleicht kann man das verbinden.) SONNTAG
  • Zeitig ins Bett gehen (Kraft tanken, einen Tag mal nicht bis 23 Uhr wach bleiben.) DONNERSTAG
  • Computer aus (das habe ich meistens am Wochenende. Das klappt schon ganz gut) SAMSTAG
  • Bücher lesen (da bin ich meistens abends zu müde. Da fallen mir die Augen zu. Vielleicht kann ich das irgendwie mit dem zeitig ins Bett Tag kombinieren. Zeitig ins Bett, eine halbe Stunde lesen und gut.) DONNERSTAG
  • Yoga DIENSTAG
  • Rohkost DIENSTAG

Sehr interessant fand ich die Reaktionen auf diese Idee. Ein Teil der Kommentatorinnen befürchtete, ich würde zu streng sein, zu wenig Spaß haben, keine Zeit zum Sein und Leben haben, wenn ich alles so strukturiere. So kommt das bei mir selber aber gar nicht an. Eher habe ich das Gefühl, daß ich mir genau dadurch mehr Freiräume schaffe.

Aber wie sind sie denn nun, die Ritualtage?

Flexibel. Es funktioniert nicht, sich auf einen bestimmten Tag festzulegen. Dazu ist der Alltag mit Kindern (in so unterschiedlichem Alter) viel zu bewegt. Da werden ständig Pläne gemacht, Pläne umgeworfen, neu gedacht. Also bin ich dazu übergegangen, die Tage als „an einem Tag in der Woche“ zu sehen. Wenn ich also Donnerstag nicht früh ins Bett komme, dann halt Freitag oder Montag schon. Früh ins Bett gehen und Post erledigen hat sich übrigens als am beständigsten erwiesen. Samstag den Rechner aus zu lassen klappt auch recht gut. Wir erledigen da viel Familienkram. Das halte ich aber auch flexibel, denn manchmal ist das Wochenende die einzige Zeit, wo ich gemeinsam mit dem Mann dazu komme, mich um bestimmte Sachen, worum wir uns noch kümmern, zu besprechen. Dann nutzen wir die Zeit natürlich so.
Der Rohkosttag, welche nie ein ganzer Tag ist, hat insgesamt wieder zu einem sensibleren Bewusstsein für das, was ich esse und zubereite geführt. Yoga habe ich noch gar nicht geschafft einzubauen. Das finde ich sehr schade, denn eigentlich bräuchte ich dringend für meinen Bewegungsapparat, sprich meine verspannten Schultern und meinen unteren Rücken. Momentan überlege ich, wie ich die frühe Aufstehzeit des Sternguckers (5:40 ist seine Zeit) mit einem kleinen Yogaset am Morgen kombinieren kann. Die Idee kam mir aber erst gestern. Statt mich drüber zu ärgern, daß ich nicht ausschlafen kann…
Familienausflüge haben sich auch noch nicht richtig etabliert. Daran arbeiten wir noch. Momentan sind wir immer ganz froh, wenn wir am Wochenende mal nichts vorhaben. Der Mann war jetzt oft auf Geschäftsreise oder Veranstaltungen. Da ist es ganz gut, wenn wir am Wochenende einfach nur SEIN können. Ein bisschen Laufen, Dinge erledigen, rumlungern. Aber ich denke mit dem schönen Wetter kommen auch die Ausflüge. Unser nächster wird an Ostern sein, danach ab Ende April 2 x Berlin und 1 x Freiburg.

Fazit: Insgesamt sind die Ritualtage weiterhin eine gute Idee. ich bin flexibel genug, mich dadurch nicht unter Druck setzen zu lassen und halte locker an dem Prinzip fest. Als nächstes entdecke ich noch ein paar Andere schöne Anregungen in den Büchern.

3 thoughts on “Rituale :: Ein Zwischenstand

  1. die befürchtung, klare vorgaben/vorhaben an bestimmten tagen würden mensch einengen, habe ich auch schon oft gehört/gelesen im zusammenhang mit den aussaattagen von maria thun (bzw überhaupt mit gärtnern nach dem mond). mir hat dieses geländer aber – ähnlich wie du es erlebst – das garteln strukturiert und damit sehr geholfen.

  2. Vielen Dank für diesesn Zwischenbericht. Ich finde das, was Du Dir vorgenommen hast, kombiniert mit dem wie Du es umsetzt einfach genial :) Struktur und Flexibilität, das klingt echt nach Freiraum :)

    Ich denke schon länger darüber nach, mir dieses Workbook auch zu kaufen, weiss aber nicht, ob ich wirklich die notwendige Zeit dafür finde :( Somit werde ich noch zuwarten und mir die Sache nochmals überlegen. Wenn ich Deine Beiträge dazu so lese, erscheint es mir aber doch die Anschaffung wert :)

  3. Liebe Ramona,

    habe mich mal durch die Links zum yearbook gewühlt. Das scheint interessant zu sein. Die Idee mit den Ritualen gefällt mir.

    Liebe Grüße
    Heike

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