Immer am 5. jeden Monats zeigen Blogger, was sie den ganzen Tag so treiben. So gewinnt man einen kleinen Alltagseinblick, immer an einem anderen Wochentag, mal am Wochenende, mal im Urlaub. Ich mag so kleine Gucklöcher in das Leben anderer Menschen sehr gern. Die Idee kommt von Frau Brüllen, welche auch die Beiträge sammelt.

Mein Tagesablauf heute ist ziemlich ungewöhnlich, denn ich urlaube. Nachdem der Mann und ich uns unterm Jahr in vielen Fällen die Klinke in die Hand geben oder wir kaum gemeinsam Zeit verbringen, weil immer einer was zu tun hat, haben wir uns zum Jahresanfang eine kleine Auszeit gebucht. Danke für die großelternliche Unterstützung! Wir sind nach Österreich in ein schönes Hotel gefahren und geniessen eine Arbeits-Wellness-Auszeit. Während ich immer wieder hadere und die Nummer ganz schön groß finde und überlege, ob ich das überhaupt geniessen kann und darf (woher kommen solche abstrusen Gedanken eigentlich?), erklärt mir der Mann, daß wir ja auch genug dafür arbeiten, um uns solche Auszeiten zu gönnen. Wir haben noch eine Weile darüber gesprochen und unsere Gedanken ausgetauscht. Hm. Ich muss da noch ein bisschen drüber nachdenken. Ich bin mir durchaus im Klaren darüber, daß das ein sehr großer Luxus und ein Privileg ist. Genossen habe ich unsere Tage aber dennoch sehr.

Und so sah mein Tag heute aus.

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Wir schälen uns gegen 7:00 Uhr aus dem Bett. Statt dem gebuchten Doppelzimmer hat man uns eine Suite zum gleichen Preis überlassen. Es fühlt sich sehr luxuriös an. Schon seit gestern schneit es. Beim Frühstück blicken wir aus der großen Fensterfront auf tollstes Winterwunderland. Das Buffet ist sehr umfangreich, zum Glück gibt es kleine Semmeln, sodass ich mich nicht überfresse, weil ich von allem probieren möchte. Buffets und ich, das ist ja so eine Sache. Während ich einen Earl Grey aus schöner Tasse trinke, lese ich einen Artikel im Porsche-Kundenmagazin, was in der Hotellobby herumlag.

Erst Arbeit, dann Entspannung

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Nach dem ausgiebigen Frühstück setzen wir uns in eine ruhige Ecke des Hotels und arbeiten an unseren Projekten bzw ich an konkreten Kundenaufträgen. Der Mann beobachtet mit Faszination den Schneeräumer, der nicht mehr klassisch mit Schneeschaufel räumt, sondern eine kleine Maschine vor sich her schiebt und philosophiert darüber, wie man alltägliche Arbeiten für den Menschen schmackhaft macht, indem man ihnen Maschinchen in die Hand gibt.

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Gegen 11:30 Uhr haben wir soweit alles abgearbeitet und merken, daß unsere Konzentration nachlässt. Wir bringen unsere Sachen aufs Zimmer und suchen den Spa des Hotels auf. Während wir gearbeitet haben, hat der Zimmerservice unsere Betten gemacht und die Decken in Herzchenform hingelegt (die bunten Kissen sind unsere eigenen mitgebrachten Reise-Dinkel-Kissen, weil uns die Hotelkissen meistens in irgendeiner Form nicht passen. Rosa/Hellblau!).

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Der Mann schwitzt im Dampfbad, ich schwimme 15 min im Pool, der mir eigentlich zu warm ist, um darin sportlich zu werden. Danach gehe ich in die Sauna, erfrische mich draussen im Schnee und lege mich in den Ruheraum, wo ich mein Hörbuch* höre. Ich fühle mich etwas eigenartig. Die Hotelluft, das Rumgeliege und die Sauna schlagen mit auf den Kreislauf. Ich möchte gern noch nach draussen, um etwas Bewegung und Frischluft zu bekommen.

Zur Abwechslung Frischluft mit Winterromantik

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Also machen wir einen kleinen Spaziergang durch die verschneite Umgebung. Es gibt verschiedene Wanderwege durch den Wald, Informationstafeln und Erlebnispfade sind extra für Besucher angelegt. Nach einer Stunde sind wir schon zurück. Die frische Luft tat gut.

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Wir setzen uns ins Hotel-Café. Ich trinke ein Johannisbeersaftschorle, der Mann bestellt einen Kaffee und Kuchen. Ich lese im Porsche-Kundenmagazin über Klaus Voormann weiter und freue mich über den guten Artikel und das schöne Layout des Magazins. Ich beschliesse, mehr über Klaus Voormann rauszufinden und blitzverliebe mich in einen Druck, den ich mir gleich auf meinen Wunschzettel packe (oder mir kaufe??). Der Mann füllt derweil sein Lisa Jacobs Workbook für 2017 aus. Ich werde irgendwie müde und verabschiede mich in unsere Suite, wo ich mich ins Bett kuschel und mein Hörspiel weiter höre. Irgendwie ist mir kalt.

Etwas später kommt der Mann, wirft sich in sein Spa-Outfit (Bademantel) und geht nochmal saunieren. Wir verabreden uns 18:00 zum Abendessen. Ich checke meine Mails und schreibe mir eine To-Do-Liste für morgen. Es gibt noch genug zu tun. Insgesamt bin ich jedoch etwas schlapp und beschliesse, lieber noch weiter im Bett rumzuhängen. Gestern abend habe ich begonnen, Carol* zu schauen. Ich schaue den Film weiter bis es Zeit wird, zum Abendessen zu gehen. Hunger habe ich eigentlich jetzt schon.

Unser letzter Abend im Hotel

Zum Abendessen nehmen wir Suppe und Salat vom Buffet. Dann werden Vorspeise, Hauptspeise und Dessert serviert. Die Portionen sind angenehm klein, sodass wir uns trotz der vielen Gänge nicht überfressen. Wir freuen uns über das gute Essen und das schöne Hotel und geniessen unseren letzten Abend im Restaurant. Auf dem Rückweg zum Zimmer informieren wir uns noch an der Rezeption, wo wir morgen unser Gepäck lagern können, falls wir noch im Spa verweilen wollen nachdem wir unsere Suite verlassen müssen. Wir melden uns ausserdem für einen Schneeschuhwander-Schnupperkurs an. Das haben wir beide noch nie gemacht. Ich freue mich total drauf, vorallem weil wir das Glück haben, dass es richtig Schnee hat.

Jetzt erledigen wir noch Kleinigkeiten. Ich werde vielleicht noch etwas stricken und dann schlafen gehen. Vermutlich sind wir eh ziemliche Langweiler, die schon 21:30 Uhr ins Bett gehen.

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3 thoughts on “wmdedgt :: Was machst du eigentlich den ganzen Tag, Wellnessedition

  1. Oh wie schön!
    Solche Auszeiten sind so wichtig in einer Beziehung.
    Seit wir nicht mehr regelmäßige Paarzeiten haben, merken wir das besonders. Aus diesem Grund haben wir uns die Tage eine einsame Hütte in den Bergen gemietet ohne fließend Wasser und ohne Strom, ganz weit weg vom Alltag :). Zu unserem Auto werden wir knapp 2h laufen müssen.
    Auch mich plagt das schlechte Gewissen etwas, obwohl es meine Idee war. Mein Mann sagt in etwa das gleiche wie deiner. Aber ich freue mich auch sehr auf die 7 Tage einsame Abgeschiedenheit :).

    Liebe Grüße und genieße die Zeit :D,
    Helena

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