Wochenende :: Im Wasser und unterm Regenbogen

Wochenende :: Im Wasser und unterm Regenbogen

Mein Wochenende war voll, laut und regenbogenbunt.

Der Mann ist schon am Freitag morgen nach Rendsburg zu einem Gong-Bau-Treffen gefahren und hat den Wolf unterwegs bei der Oma abgegeben für ein kleines Verwöhnwochenende (Fernsehen! Eisessen! Aufbleiben!). Ich habe ein Autoteiler-Auto übers Wochenende, sodaß wir nicht zu Hause bleiben mussten.

Am Freitag abend habe ich das direkt genutzt und bin zur Wasserwacht-Übung an den Steinsee gefahren. Da war eine Gruppe von der Realistischen Unfalldarstellung da und hat drei typische Fälle nachgestellt. So richtig mit realistisch aussehenden Wunden geschminkt. Das Rettungs-Team musste drauf reagieren, sich der Fälle annehmen und so den Ernstfall proben. Ich kam leider ein bisschen später und habe deshalb nur zugeschaut. Danach gab es eine Besprechung der Einsätze und gemütliches Grillen. Ich bin bald wieder nach Hause gefahren, da sich die Tochter um den Sterngucker kümmerte, der wider Erwarten noch nicht schlief.

Samstag
Am Samstag morgen waren wir wieder am Steinsee. Diesmal hat die Wasserwacht den DAV Triatlon abgesichert. Wir waren in Wasser- und Landteams eingeteilt. Das Wasserteam hat mit Booten und Brettern die Schwimmer begleitet, das Landteam hat den Übergang Wasser/Land und den Start der Fahrräder beobachtet. Es ist alles gut gelaufen. Danach haben wir gemeinsam gefrühstückt. Bevor das Jugendtraining begann, konnten wir noch schnell mit dem Boot auf den See rausfahren und Seerosen anschauen. Soo schön! Ich war noch eine Runde schwimmen, dann sind wir mit der S-Bahn nach München zum CSD gefahren, der dieses Jahr unter dem Motto “Familie ist, was wir draus machen” lief. Dort haben wir uns unter die Menschen beim Strassenfest gemischt, die Infostände besucht und die Parade angeschaut.

Die Tochter, der Sterngucker (die meiste Zeit im Buggy verschlafend) und ich hatten großen Spaß, die Parade zu beobachten. Eine zeitlang liefen wir in der bunten Menge mit, praktischerweise bei den Regenbogenfamilien, weil da eine ganze Menge Buggies in einem Block waren. Hinterher wurden wir zweimal direkt angesprochen, weil man uns wiedererkannt hatte. Es entstanden nette Gespräche mit einer Frau im Biosupermarkt und einem Mama-Pärchen abseits des Getummels. Während die Tochter vorallem die tollen Outfits bewunderte und sich Gedanken über die politischen Statements machte, schaute ich mir die vielen bunten, schönen und kreativen Menschen an und freute mich besonders über die Strickerinnen am Strassenrand :-)

Vollkommen reizüberflutet und erhitzt fuhren wir nach der Parade nach Hause zurück, um kurz die Beine hochzulegen. Die Tochter wollte noch zum Nachtflohmarkt im Nachbarort. Weil der Sterngucker gut geschlafen hatte, fuhren wir kurz hin, merkten aber bald, daß wir keine Reize und Informationen mehr aufnehmen konnten. Wir schlenderten einmal kurz über den Markt, ratschen ein bisschen mit Bekannten und fuhren dann bald wieder nach Hause, wo wir erschöpft in die Betten fielen.

Sonntag
Ich schlief durch bis 6. Dann kam der Sterngucker und wir dösten noch bis 8. Dann standen wir auf und schlumperten uns in einen faulen Tag, den ich als #12von12 Liste nur schreibe, da ich keine Fotos (ausser vom Essen) gemacht habe.

1. Nach dem Frühstück haben wir Bücher gelesen & Hörspiele gehört.

2. Ich habe die Küche und das Haus aufgeräumt.

3. Der Sterngucker wollte draussen spielen. Da ich ihn da nicht allein lassen kann, habe ich Tulpenzwiebeln sortiert und in Papiertüten gepackt.

4. Zum Mittag Sommerrollen frei nach Ringelmiez gemacht. Die waren gut, die Tochter fand sie jedoch zu unfrisch (ihr fehlte Gurke und Avocado). Für sie passt wohl eher unsere freestyle Version.

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5. Ich habe einen Brief an meinen finnische Brieffreundin geschrieben.

6. Am Nachmittag wollte die Tochter beim Reitturnier zuschauen. Also habe ich sie hingefahren. Die waren aber schon bei der Siegerehrung. Da hat sie eine Weile zugeschaut, dann sind wir wieder nach Hause gefahren.

7. Der Wolf hatte sich gewünscht, daß ich sein Zimmer aufräume und Platz schaffe. Er wollte sich von einem Regal trennen. Also habe ich seinen Schrank umstrukturiert und aufgeräumt. Dazu morgen ausführlicher.

8. In meinem Büro herrscht nun Chaos. Überall liegt Zeug am Boden, was einen Platz braucht.

9. Gegen 18 Uhr habe ich dem Sterngucker Abendessen gemacht und ihn danach ins Bett gebracht. Er schlief sofort ein.

10. Ich habe mir und der Tochter eine Portion Butterbohnen und Kartoffeln gekocht.

11. Jetzt arbeite ich noch ein wenig.

12. Später schaue ich mit der Tochter einen Film.

3 Gedanken zu „Wochenende :: Im Wasser und unterm Regenbogen

  1. Waaaah, ich war am Samstag auch auf einem Sprung beim CSD (nach der Ausstellungsbesichtigung von Louise Bourgeouis)! Und hab tatsächlich an dich gedacht, im Sinne vielleicht seh und erkenn ich dich und was soll ich dann sagen: Hallo Frau Jademond…? ;)
    Lustig, vielleicht hab ich irgendwie deine Anwesenheit gefühlt.

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