Bevor ich meinen obligatorischen Jahresrückblick schreibe, verliere ich noch ein paar Zeilen zum Thema Vorsätze und Pläne. Jedes Jahr treffen da ja die Meinungen und Fronten aufeinander. Die Vorsätze-MacherInnen gegen die Vorsätze-Schwachsinn-FinderInnen. Dazwischen die Ambivalenten. Ich gehöre schon immer eindeutig zu den Vorsatz-Macherinnen. Und -verwerferinnen. Denn auch das gehört dazu, denn manchmal entpuppen sich Plände doch als unpassend oder Ziele als zu hoch gesteckt oder nach wenigen Metern uninteressant. Gehört zum Prozess dazu. Ich nehme mir nicht nur zum neuen Jahr was vor, sondern immer dann, wann ich es für notwendig erachte. Am neuen Jahr mag ich gern die Frische eines Neuanfangs nach einer kleinen Atempause. Das Symbolische. Meine Vorsätze bestehen jedoch nicht aus Sätzen wie: ich möchte 3kg abnehmen, mehr Sport machen, lustiger sein, mehr rausgehen und weniger Geld ausgeben, sondern eher aus einem groben Thema, dem ich mich widmen möchte. Dafür hat sich schon seit Jahren ein „Wort des Jahres“ etabliert. Anfangs habe ich es nur genutzt, um ein altes Jahr zusammenzufassen, später auch, um das neue thematisch in eine Richtung zu lenken. Das wird von Jahr zu Jahr konkreter und ich mag es sehr, damit zu spielen.

2010_goodbye2011

In der Vergangenheit habe ich gern digitale Scapbooking Layouts zum Jahresende erstellt, dieses Jahr bin ich einen Schritt weiter gegangen und habe zwei kreative Online-Kurse gebucht, in denen ich mit meinem Wort gearbeitet habe.

Mein Wort des Jahres für 2015 war Heal – Heilung. Ich wollte mich wieder ganz fühlen und Wunden schliessen, wollte mich um Körper, Geist und Seele kümmern. Ich hatte keine Ahnung, wie tief der Prozess mich führen würde, an welche Baustellen und verborgene Narben ich gerate. Es war eine interessante Aufgabe, die noch nicht abgeschlossen ist. Aber die Arbeit mit meinem Wort, die konstante Erinnerung, hat mir viel Stärke gebracht und mir Wege gezeigt, die ich noch gehen kann und möchte.

Kreative Workshops zum Arbeiten mit deinem Wort

Willowing Arts Lifebook 2015

Lifebook mit Tamara Laporte / Willowing Arts.

Lifebook ist ein Mixed Media Onlinekurs, der über ein ganzes Jahr läuft. Jede Woche gibt es eine Aufgabe, zwischendrin auch Bonusmaterial wie Meditationen und Interviews. Tamara Laporte hat viele verschiedene KünstlerInnen in ihr Team eingeladen, sodass die Aufgaben vielseitig und interessant sind. Ich habe neue Techniken ausprobiert und herausgefunden, was mir nicht so liegt oder womit ich gern Arbeite. Insgesamt sind 16 Arbeiten entstanden. In den Kursen wurde immer wieder viel mit Affirmationen und Kraftwörtern gearbeitet. Ich mochte gerade diesen fast schon spirituellen Aspekt des Arbeitens sehr. Deshalb habe ich mich auch für 2016 wieder für den Workshop eingetragen.

visionboard 2

One little Word mit Ali Edwards

Auch Ali Edwards, die Queen des Scapbooking, bietet einen Workshop an, der sich mit einem Wort des Jahres beschäftigt. Über ein ganzes Jahr bekommst du jeden Monat eine neue Aufgabe, dich mit deinem Wort auseinanderzusetzen – und das nicht nur visuell, sondern auch konkret mit Fragen und Arbeitsblättern, Aktionen und Zielen. Es gab monatliche ‚reflection cards‘ und Aufgaben, wie eine Songlist für das Jahr zu erstellen. Ich mochte die Vielschichtigkeit und Tiefe (wenn gewünscht), sehr. Auch diesen Kurs möchte ich 2016 wieder mitmachen, diesmal mit mehr Fotos. Das hab ich 2015 nicht so recht auf die Reihe bekommen.

Mit deinem Wort kannst du spielen. Du kannst Meditieren, kreativ werden, schreiben, reflektieren oder dir zB eine Kraftcollage/Vision Board basteln. Du kannst deinen Monaten Mottos geben und ganz strukturiert vorgehen, du kannst aber auch einfach den Klang deines Wortes geniessen oder es im Stillen wirken lassen.

Wie kommt mein Wort zu mir (oder ich zu meinem Wort?)

Bisher ist mir mein Wort immer zugefallen. Es hat sich meist bereits Ende des Jahres herauskristallisiert, welche Themen mich gerade beschäftigen oder wo ich Unterstützung und Stärkung oder eine Affirmation brauchen kann. Wenn du auch nach einem Wort suchst, die aber der Zugang noch fehlt, dann hilft vielleicht der kleine Guide von Susannah Conway. Sie bietet gerade einen kleinen kostenfreien E-Mail Workshop an zum Thema Wort des Jahres finden. Dazu gibt es täglich eine Email mit kleinen Aufgaben und Arbeitsblättern zum Schreiben und Reflektieren.

Etwas spielerischer geht es mit dem Wort-des-Jahres-Generator :-)

Hast du ein Wort des Jahres? Hilft es dir? Wie arbeitest du damit? Oder magst du das Blatt lieber unbeschrieben?

5 thoughts on “Ein Wort des Jahres

  1. Danke für die Inspiration . Ich habe zuerst den schnellen Weg zum Wort des Jahres genommen und das Wort gefällt mir ganz gut. Mal sehen,was und ob ich etwas damit in 2016 anstelle. Mit dem Lifebook habe ich im vergangenen Jahr schon gelieb äugelt, es mich aber nicht getraut, zum einen wegen meiner sehr bescheidenen Englischkenntnisse.
    Ich wünsche Dir einen guten Rutsch und ein wunderbares 2016.

    die Sammlerin

  2. Heute wieder: vielen lieben Dank für diesen Post. Wir werden heute abend mit dem Online-Kurs beginnen, der Sohn, der Mann und ich. Sehr spannend, bin ich doch neugierig, welches Wort jeder finden wird. Eine tolle Alternative zu den üblichen Vorsätzen, meiner wäre eh immer abzunehmen …

    Einen guten Rutsch,

    Martina

  3. Hallo Ramona,

    ich muss mir erst mal Zeit nehmen deine letzten Posts zu lesen, viel Kraft, Energie und positives Lebensgefühl wünsche ich dir und deiner Familie
    lg
    monika

  4. Danke für deine Inspiration. Ich finde es wunderbar ein Wort des Jahres zu haben, das hilft mir viel mehr als feste Vorsätze. Diese Jahr habe ich es nicht wie sonst au Karten gezogen sondern es kam beim Nachdenken (angeregt durch deinen post) wie von selbst zu mir. Ich bin wie immer gespannt, was es bewirken wird.
    Viele Grüße, Christine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.