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Auf den Spuren meiner Kindheit

Die Jungs geniessen die Ferienzeit bei ihren Großeltern. Fernsehen und Süßkram bis zum Abwinken. Gemeinsame Mahlzeiten, Brett- und Kartenspiele und Rumgegammel im Schlafanzug bis zum Abend („oh, ich muss mich gar nicht bettfertig machen, ich hab ja schon meinen Schlafanzug an!“).

12 von 12 im Februar 2018

Auch in diesem Jahr werden 12 Fotos am 12. eines Monats unter 12 von 12 bei Caro im Blog „Draussen nur Kännchen“ gesammelt.

Ich habe meinen Laptop mit zu meinen Eltern genommen, weil ich doch die ein und andere Aufgabe zu erledigen habe. So ganz frei konnte ich mir nicht nehmen. Deshalb kümmerte ich mich gleich nach dem Frühstück um die Dokumente für das Jahr der Möglichkeiten.

Danach hatte ich ein Coaching Telefonat mit Jana. Das war jetzt das vorletzte unserer Zusammenarbeit. Dann gebe ich meinen Platz für andere KlientInnen frei.

Bis zum Mittagessen arbeitete ich noch Kleinkram ab und schickte die Daten zum Feedback an die KundInnen. Dann kümmerte ich mich mit meiner Mutti um das Mittagessen. Es gab Kartoffeln, gerettetes Gemüse und vegetarische Schnitzel (auch gerettet).

Nach dem Mittagessen veröffentlichte ich einen Blogpost über ein ganz tolles Buch, was ich letzte Woche in der Post hatte und mich sehr berührt. Die Jungs spielten derweil Lego und draussen an der frischen Luft. Wenigstens ein paar Stunden Pause für Gehirn und Augen.

Ich widmete ich mich meinem Online Kurs von Yves LeTerme, der letzten Mittwoch begonnen hat.

Am Nachmittag war ich mit einer Freundin verabredet. Wir spazierten durch die eisige Februarkälte, gönnten uns beim Bäcker eine kleine Pause und setzten unseren Spaziergang fort. Wir sehen uns ungefähr einmal im Jahr und tauschten uns über unser aktuelles Leben aus,

besuchten Plätze unserer gemeinsamen Vergangenheit, wie die Kirche, wo wir zum Krippenspiel aufgetreten sind oder das Pfarrhaus, wo wir zur Christenlehre waren.

Wir fanden auch Orte, wo wir nie zuvor waren. Die Zeit verging wie im Flug auf den Pfaden unserer Kindheit. Ich geniesse diese Verbindung sehr.

Wieder daheim gab es Abendessen, dann brachte ich den Sterngucker ins Bett und buchte meine Fahrkarte für morgen. Denn morgen mache ich einen Ausflug nach Dresden. Nun lungere ich noch eine Weile auf der Couch herum.

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Ferienmodus und Fragerunde #4 und #5

Ich verbringe gerade ein paar Tage mit den Jungs bei meinen Eltern. Gestern hatte ich einen lustigen Abend mit meinen Kindergarten- und Schulfreundinnen. Wie schön, dass wir zusammen so lachen, leichte und ernste Gespräche führen können. Da werd ich in letzter Zeit immer ganz sentimental, wenn ich dran denke, dass uns schon ca 40 gemeinsam verbrachte Jahre verbinden. Jede ist ihren eigenen Weg gegangen, wir sind 6 großartige Frauen, verbunden durch die gemeinsame Vergangenheit. Ich finde das sehr besonders, dass wir uns immer noch treffen und nah sind.

Im Garten meiner Eltern kommt schon der Frühling raus. Wir haben Brutkästen für die Vögel angebracht. Ich sehe und höre Spechte, freue mich über die Frühblüher und die milde Luft. Ich verbringe hier Zeit mit meiner Familie und treffe Freundinnen. Derweil lasse ich die Antworten auf die Fragen 61-100 von 1000 da.

1000 Fragen an dich selbst – #4 und #5 (61-100)

61. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod? Wenn ich das so einfach beantworten könnte. Ich möchte es gern glauben, kann es mir gleichzeitig aber nicht so richtig vorstellen. Ich glaube an Wiedergeburt. Die Aussicht auf ein Weiterleben im Himmel oder wo auch immer bietet mir aber noch keinen Trost bei der Vorstellung, einmal sterben zu müssen. Ich bin da noch nicht so klar.
62. Auf wen bist du böse? Im Großen Menschen, die anderen Menschen weh tun, Krieg bringen, Machtspiele spielen und Verantwortung missbrauchen. Im Kleinen fällt mir niemand ein, denn – und das hat wohl mit dem milde sein aus der vorherigen Fragerunde zu tun– jedeR hat seine Gründe zu sein und handeln, wie er/sie ist, auch wenn das nicht meinen Erwartungen entspricht oder meiner Vorstellung, wie andere zu sein haben.
63. Fährst du häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Nein. Da würde ich leider bei uns auf dem Land nicht weit kommen. Ich würde aber gern. Ich reise gern mit der Bahn. Wenn ich wegfahre, ist meine erste Wahl immer Bahn und ÖPNV.
64. Was hat dir am meisten Kummer bereitet? Das Wohlergehen meiner Tochter
65. Bist du das geworden, was du früher werden wolltest? Anders als in meiner Vorstellung, aber ich denke schon. Ich wollte Lehrerin werden und später etwas Kreatives tun, am liebsten Kunsttherapie. Ich bin gerade nah dran, sowohl den heilenden als auch den lehrerenden Ansatz miteinander zu verbinden.
66. Zu welcher Musik tanzt du am liebsten? Es dauert eine Weile, bis ich mich auf Tanzen einlassen kann. Ich mag gern eingängige Rhytmen zu denen ich mich gut bewegen kann. Am liebsten aber würde ich gern klassische Standardtänze lernen. Irgendwann mache ich mal einen Tanzkurs.
67. Welche Eigenschaft schätzt du an einem/einer Geliebten sehr? Die Bereitschaft, sich gegenseitig zu zeigen, das Herz zu öffnen und sich zu berühren.
68. Was war deine grösste Anschaffung? Unser Grundstück & Haus. Ende des Jahres auch ein neues Auto. Alles Summen, von deren Höhe mir schwindlig wird
69. Gibst du Menschen eine zweite Chance? ja
70. Hast du viele Freunde? ja. Durch meine ganzen Umzüge und Brieffreundschaften sind mir im Leben viele wertvolle Menschen begegnet, die mein Leben bereichern. Die Freundschaften haben unterschiedliche Qualitäten und Tiefen, alle sind mir aber sehr wichtig. Manche sind schon sehr lang und beständig, manche noch ganz frisch und voller Kennenlernenergie.
71. Welches Wort bringt dich auf die Palme? Ich lass mich doch nicht von einem Wort auf die Palme bringen. Es gibt Worte und Konzepte, die mich durch exzessiven Gebrauch nach einer Weile nerven, auch wenn der Inhalt an sich überzeugend ist. Hygge ist eins davon.
72. Bist du schon jemals im Fernsehen gewesen? Ja, mehrmals. Nicht einzeln und persönlich, aber eben zu sehen.
73. Wann warst du zuletzt nervös? Bei der wachsenden Zahl der Kurs-Subscriber für den Online-Crahskurs
74. Was macht dein Zuhause zu deinem Zuhause? Meine Familie, der Geruch, die Dinge, mit denen ich mich umgebe. Mein Bett, meine Bücher, das Vertraute. Mein Körper kennt die Anzahl der Treppenstufen (auch wenn ich nie gezählt habe), weiss den Weg zum Klo im Dunkeln und die Position der Lichtschalter und Steckdosen.
75. Wo informierst du dich über das Tagesgeschehen? Ich bekomme es am Rande mit (Twitter, Internet, Schlagzeilen, Gespräche) und lese gezielt nach, wenn ich zu etwas näheres wissen möchte.
76. Welches Märchen magst du am liebsten? Sterntaler
77. Was für eine Art von Humor hast du? Einen eigenartigen. Ich bereichere Situationen mit blöden Kommentaren, die manchmal andere zum Lachen bringen. Ich lache gern über Situationskomik, Wortwitze und Sprachspiele, gutes Theater und den trockenen Humor der Tochter.
78. Wie oft treibst du Sport? Gerade eher wenig. Ich bin froh, wenn ich mehrmals pro Woche spazieren gehe. Mit Fitness klappt es gerade zeitlich nicht so gut. Ausserdem bin ich noch vorsichtig mit meiner Schulter und den Adduktoren. Zum Schwimmen schaffe ich es gerade nur noch selten.
79. Hinterlässt du einen bleibenden Eindruck? Bei der ein oder anderen Person vielleicht. Ansonsten halte ich mich für durchschnittlich. Kommt sicher auch auf die Umstände an, in denen man mir begegnet.
80. Auf welche zwei Dinge kannst du nicht verzichten? Ich formuliere um: Ich WILL darauf nicht verzichten. Im Alltag auf meinen Kalender, Stift & Zettel. Nicht-materiell auf mein Vertrauen/ meinen Glaube an das Gute.

#5

 81. Was würdest du tun, wenn du fünf Jahre im Gefängnis sitzen müsstest? Ich weiss nicht, welche Möglichkeiten man im Gefängnis hat. Schreiben, Lesen, Zeichnen und Meditieren vermutlich.
82. Was hat dich früher froh gemacht? Gemeinschaft, Zeit vergessen im Wald, im Spiel versinken, das Meer
83. In welchem Outfit gefällst du dir sehr? Ich träume manchmal von eleganteren Outfits. Momentan mag ich mich am liebsten in Jeans und dem weissen Hemd bzw einem weissen Leinenpullover von Marco Polo. Schlicht und bequem.
84. Was liegt auf deinem Nachttisch? Da steht mein Wecker und ein Collage-Kasten von TheArtOfConfusion. Im Fach darunter liegen Stifte, ein Notizbuch und Bücher, Ohropax und ein Duftroller von Primavera.
85. Wie geduldig bist du? Das kommt drauf an. Mit mir selbst und den Kindern bin ich ungeduldig. Mit anderen Menschen bin ich geduldiger. Ich kann total entspannt hinter einem Traktor herfahren, am Bahnhof auf einen verspäteten Zug warten oder an der Kasse warten bis ich dran bin ohne zu quengeln.
86. Wer ist dein gefallener Held? Fällt mir keineR speziell ein. Ich habe früher gern Biografien gelesen, die mich sehr inspiriert haben. Ich weiss gerade gar nicht, wie ich das „gefallen“ (gescheitert? gestorben?) in Verbindung bringen soll. Ich habe viele Helden. Jeder einzelne Mensch ist ein Held auf seiner ganz eigenen Heldenreise durch das Leben. Ich bewundere Menschen, wie sie mit Krisen und Herausforderungen umgehen, wie sie aus Mangel kreativ werden. Wie sie ihrem Herzen oder einer Vision folgen, wie sie schwere Zeiten durchleben und daran wachsen. Es sind oft die kleinen Alltagsheldentaten, die mich beeindrucken.
87. Gibt es Fotos auf deinem Mobiltelefon, mit denen du erpressbar wärst? Nein. Aber sie sind mir sehr wichtig. Ich fotografiere nur noch mit dem Smartphone seit unsere Spiegelreflexkamera kaputt gegangen ist. Deshalb sind alle Fotos auf meinem Smartphone die einzigen von meinen Kindern. Ich mache aber regelmässig Backups.
88. Welcher deiner Freunde kennt dich am längsten? Meine Kindergartenfreundinnen. Einige von ihnen kenne ich schon seit der Geburt, weil unsere Eltern Nachbarn und (Schul)Freunde waren.
89. Meditierst du gern? Ja. Gelegentlich. Allerdings fällt mir das lange sitzen schwer. Ich mag aber sehr, wenn es in mir drinnen still wird.
90. Wie baust du dich nach einem schlechten Tag wieder auf? Zeichnen/Malen/Kalligrafie/Collage um mich wieder mit mir zu verbinden. Spaziergen gehen zur Regulation. Früh ins Bett gehen.
91. Wie heisst dein Lieblingsbuch? Harry Potter hat mich sehr begeistert. Aber es ist nicht nur das Buch, sondern Erinnerungen und drumherum, was ich damit verknüpfe. Ich mag auch diverse Kalligrafie-Bücher, die ich regelmässig als Inspirationsquelle und Nachschlagewerk nutze.
92. Mit wem kommunizierst du am häufigsten über WhatsApp? Ich nutze kein WhatsApp.
93. Was sagst du häufiger: Ja oder Nein? Ich versuche, ein gutes Maß zu finden. Nach zu vielem Ja finde ich auch Nein ganz wichtig.
94. Gibt es Gerüchte über dich? Mir sind keine bekannt. Wär doch mal spannend, was da so auftaucht…
95. Was würdest du tun, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest? Vermutlich nichts anderes als jetzt auch. Ich hätte gern Zeit, wieder im Hospiz zu arbeiten.
96. Kannst du gut Auto fahren? Ja. Leider auch oft zu schnell.
97. Ist es dir wichtig, dass dich die anderen nett finden? Ja. Ein Thema, an dem ich noch dran bin.
98. Was hättest du in deinem Liebesleben gerne anders gemacht? Ich bin meinem Herzen gefolgt. Vielleicht hätte ich einige Entscheidungen schon früher oder anders getroffen. Ich hätte gern Zeit als Single verbracht oder mehr abenteuerliche Bettgeschichten gehabt. Aber eigentlich ist alles gut so wie es ist. Denn nur so bin ich da hingekommen, wo ich heute bin.
99. Was unternimmst du am liebsten, wenn du abends ausgehst? Ich treffe mich gern mit anderen Menschen, gehe gern Essen oder sitze gemeinsam ums Lagerfeuer. Im Sommer war ich in Berlin in einem Club. Das fand ich auch sehr aufregend.
100. Hast du jemals gegen ein Gesetz verstossen? Ja, mehrfach. Vorallem in meiner Vergangenheit.
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gelesen :: Die Geschichte der Bienen

Nachdem ich vielerorts die Empfehlung für das Buch gesehen habe, war ich neugierig. Weil ich aber so selten zum Lesen komme, lud ich mir ‚Die Geschichte der Bienen‘* bei Audible als Hörspiel runter. Fast 13 Stunden lang durfte ich eintauchen in den Roman, der über 3 Generationen und 3 unterschiedliche Geschichten den Zusammenhang zwischen Menschen und Bienen erzählt.

Die Geschichte der Bienen, Maja Lunte

Wir begleiten die chinesische Arbeiterin Tao im Jahr 2098, den Imker George in Ohio 2007 und den englischen Biologen William 1852. Alle drei Geschichten werden abwechselnd erzählt.

Tao lebt in einer Zukunft, in der es keine Bienen mehr gibt. Die Bestäubung der Obstbäume erfolgt per Hand. Lebensmittel sind künstlich erzeugt und knapp. Wir bekommen Einblick in ihren Tagesablauf als Arbeiterin und in die politische Struktur des Lebens, wo die Gemeinschaft mehr zählt als das Individuum.

George hat einen eigenen Bienenhof. Der leidenschaftliche Imker möchte gern, dass sein Sohn Tom den Hof übernimmt. Tom jedoch möchte lieber Journalist werden. Dann verschwinden die Bienen.

William ist ein Samenhändler und Biologe. Er hat acht Kinder und verlässt seit Wochen das Bett nicht, weil ihm der Lebensfunke fehlt. Doch dann kommt ihm eine Idee. Er widmet sich den Bienen und konzipiert einen völlig neuartigen Bienenstock, wo er die Bienen ungestört beobachten und den Honig ohne Schaden ernten kann.

Am Ende wird deutlich, wie alle drei so unterschiedlichen Geschichten miteinander verbunden sind. Wie die Geschichte der Menschen und die Geschichte der Bienen zusammenhängen.

Das Buch war unterhaltsam zu hören. Das ging auch gut in Autofahr-Häppchen. Ich mochte die Einzelgschichten und den großen Zusammenhang. Die Verhaltensweisen der Personen war mir oft fremd. Die Art miteinander zu kommunizieren, die Erwartungshaltungen aneinander. Es fiel mir schwer, mich wirklich in eine der Personen richtig reinzuversetzen und konnte mich damit auch nicht emotional mit ihnen verknüpfen (damit meine ich Mitfiebern, Mitweinen, Mitfreuen und Mitleiden). Tieferes Fachwissen über Bienen erlangt man nicht, eher halten sie den Rahmen der Geschichten.

Dennoch hat das Buch etwas in mir angerührt. Noch einmal mehr die Situation, in der wir uns befinden vor Augen geführt. Das Bienen- und Insektensterben und wie es Einfluss auf uns alle hat.

Die Geschichte der Bienen, Maja Lunte*

Zum Weiterlesen

An dieser Stelle ein kleiner Hinweis zur Naturmama, die sich sehr mit dem Thema Bienen, Umwelt und Nachhaltigkeit beschäftigt. Sie hat eine Liste interessanter Links zum Schauen und Weiterlesen gepostet. Ausserdem unterstützt sie das Herzens-Projekt von Sabrina.

Hier findest du eine kleine Anleitung zum Basteln von Bienen aus Erlenzapfen für den Jahreszeitentisch.

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