Kleiner Hirschjunge

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Am Wochenende hatte ich meine Mama-Auszeit beim Puppenkurs mit Juliane in Hohenschäftlarn. Obwohl der Kursort nur eine knappe Stunde Autofahrt von uns entfernt ist, habe ich mir von Freitag auf Sonntag ein Zimmer genommen. Erfahrungsgemäss ist so ein Kurs immer sehr anstrengend. Einige fragten, wie ich das mit dem Sterngucker organisiert habe. Den kleinen Sauger hab ich natürlich mitgenommen. Er ist ja praktisch noch Teil von mir :-) Und weil er so ein unkomplizierter Zeitgenosse ist, konnte ich das mit dem Kurs auch organisieren. Ich habe vorher mit Juliane besprochen, daß ich eine kleinere Puppe als die anderen kursteilnehmer nähe, um trotz Still- und Kümmerpausen mit der Gruppe mithalten zu können. Ausserdem konnte ich auf meine Erfahrung aus den vergangenen zwei Kursen aufbauen. So ist also an diesem Wochenende ein kleiner Hirschjunge mit blonden Haaren und braunen Augen entstanden. Dieses freche Kerlchen wird einmal der Sterngucker bekommen, aber jetzt ist es noch zu früh dafür.

Der Kurs selbst war wieder sehr schön. Dabei sind nicht nur tolle Puppen entstanden, sondern auch schöne Gespräche. Wir waren eine recht harmonische Frauengruppe. In den Kursen geht es für mich nicht nur um das Fertigen einer Puppe, um Handwerk und Handarbeit. Es geht auch um Wahrnehmung, um Proportionen und optische Täuschungen. So viele Gedanken, die hinter der Schöpfung einer Puppe stehen. Genau deshalb finde ich Kurse bei Juliane so reizvoll. Es ist alles so fundiert und durchdacht. Aus diesem Grunde werte ich die Puppenkurs auch als Fortbildung für meinen eignen Beruf als Grafikerin. Denn auch das hat mit Wahrnehmung, Kommunikation und Harmonien zu tun.
Das Wetter war herbstlich golden, wir hatten von unserem Nähzimmer in einem Kindergarten aus einen tollen Blick in die Ferne, konnten einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten und am Mittag draussen sitzen. Der Sterngucker hat die ganze Zeit auf seiner Decke gespielt, mit den Teilnehmern geflirtet oder im Manduca auf meinem Rücken geschlafen.

Liebe Juliane, vielen Dank für das wunderbare Wochenende, die Gespräche und deinen Einsatz. Man merkt, daß es eine Herzenssache von dir ist.

Ein Baby für den Wolf

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Übers Wochenende habe ich mir eine Mama-Auszeit genommen und bin an den Starnberger See nach Seeshaupt gefahren, um an meinem zweiten Puppenkurs bei Juliane teilzunehmen. Diesmal habe ich ein Baby genäht. Das wird der kleien Wolf zu seinem vierten Geburtstag (und fast zeitgleich damit) zur Geburt der Springforelle bekommen. Der Wolf erzählt ja derzeit auch sehr glaubhaft udn überzeugt, daß er auch ein Baby im Bauch hat (besonders, wenn er vollgefressen ist), das natürlich auch strampelt oder ihn mehr essen lässt als sonst.

Der Kurs war wunderschön, aber sehr intensiv. Ich bin schon am Freitag nachmittag nach Seeshaupt gefahren, habe in einer kleinen Pension im Wald übernachtet und die Zeit allein und offline genossen. Ich war gemütlich essen, habe echte Briefe geschrieben und in meinen Geburtsvorbereitungsbüchern & diversen Landlust & Co Zeitschriften gelesen. Der Kurs selbst war sehr intensiv, produktiv und wirklich schön. Es war toll, Juliane wiederzutreffen, neue Frauen kennenzulernen und sich von kleinen Details in Materialien, Farben und Techniken inspirieren zu lassen. Das Essen, ein Mitbringbuffet, war durchweg lecker und das Wetter gutlauni-sonnig. Juliane hat den Kurs wirklich toll vorbereitet (seht nur die kleinen liebevollen Materialpackerl, die jede von uns auf ihrem Platz hatte!) und alle Teilnehmerinnen durch das Wochenende geleitet. Auch wenn ihre Hände am Ende voller Pflaster waren! Ich selbst hab mir rote Wangen und einen harten Bauch (so viel Sitzen, so viel Anstrengung) erarbeitet, aber herausgekommen ist ein total süßes Wolfsbaby mit braunen Kulleraugen und dunklen Haaren (so hat sich der Wolf das gewünscht), Grübchen, Bauchnabel und Popo. Nun bekommt der kleine Wicht noch Ohren und die Haare müssen befestigt werden. Ich danke dem Mann, daß er mir dieses Mama-allein-im-Wald Wochenende ermöglicht und derweil Autolos die Kinder versorgt hat. Tat mir sehr gut.

Wer noch mehr entstandene Puppenkinder aus dem Kurs sehen möchte, kann bei Julianes Zusammenfassung vorbeischauen.

Geburtstagspuppe

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Die Tochter hat zu ihrem 10. Geburtstag wirklich wunderbare Geschenke bekommen. Puzzle, Klamotten, Schleichtiere, Reitstunden(gutscheine) und noch vieles mehr. Wie immer mal wieder angedeutet, habe ich der Tochter eine Puppe gemacht. Auf die Idee gekommen bin ich, als ich im Dezember das Vasalisa-Märchen bei Maria gehört habe. Also habe ich für die Tochter ein kleines Püppchen nach einem Schnitt von den kleinen Mariengold Puppen gefertigt (und trotzdem sieht meine kleine Blondine total anders aus als eine Mariengold-Puppe. Faszinierend.). Die Puppe sass zusammen mit einer Tasche, dem Vasalisa-Märchen als mp3 auf meinem alten ipod (den ich ihr geschenkt habe) und dem Märchen zum mitlesen auf ihrem Geburtstagstisch. Sie hat sich in der Puppe sofort erkannt, in erster Linie wegen der Mütze, die ich gut ihrer Mütze nachempfinden konnte :-)