Veganes Weihnachtsmenü

Schon seit Jahren gibt es bei uns ein sehr leckeres (veganes) Weihnachtsmenü, daß ich nun endlich mal mit Euch teilen möchte (und für mich persönlich hier festhalten, weil ich meinen Blog ja selber auch als Nachschlagewerk nutze). Die Rezepte sind zusammengesammelt aus alten Ausgaben der Vegetarisch Fit!, die ich in meiner Vegetarieranfangszeit regelmässig gelesen habe. Ich schreibe die Originalversion und meine Stressreduzierungs- bzw Vereinfachungsänderung dazu. Mindestens einmal habe ich das ganze aber tatsächlich ohne Abkürzungen durchgekocht. Nach Weihnachten kann ich dann eventuell auch Bilder hinzufügen.

Jademondins traditionelles Weihnachtsmenü
Alle Angaben für 4 Personen

Rosenkohl-Julienne-Salat mit Walnuß-Vinaigrette
Den Salat gibt es nicht direkt zum Weihnachtsessen dazu, da es zuviel werden würde. Meistens essen wir ihn an einem der Feiertage zu einem Nudelgericht mit Pilz-Sahne-Sosse (aus den restlichen Pilzen udn der Sojasahne vom Weihnachtsessen)

  • 400 g Rosenkohl
  • 8 Walnüsse
  • 4 sehr fein gehackte Walnüsse
  • 8 EL Walnussöl
  • 4 EL Obstessig
  • 2 EL Wasser oder Weißwein
  • Pfeffer aus der Mühle, Salz
  • 1 TL Honig
  1. Rosenkohl putzen, waschen und in leicht gesalzenem Wasser ca 3 min bißfest garen, anschließend mit kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen
  2. Die Röschen halbieren und in feine Streifen (Julienne) schneiden.
  3. Die gehackten Walnüsse ohne Fett anrösten.
  4. Zusammen mit dem Walnussöl, Obstessig, Wasser/Weisswein, Pfeffer, Salz und Honig zu einer Vinaigrette verrühren und die Rosenkohljulienne damit vermengen.
  5. Ca 15 min marinieren, nochmals abschmecken und ggf nachwürzen.
  6. Auf Tellern anrichten und mit den Walnusskernen garnieren.

Dazu schmeckt auch, so man kein Veganer ist, Baguette mit Ziegenkäse überbacken. Dazu 8 kleine Scheiben Ziegenkäse (Ziegenrolle oder Ziegencamembert) auf 8 Scheiben Baguette verteilen und kurz übergrillen. (Ich schreibe das hier dazu, weil es im Originalrezept dazugehört und für den einen oder anderen vielleicht eine nette Inspiration ist).

Heiligabend 41

Zitronenrotkraut mit Kartoffelklößen und dunkler Maronen-Pilzsauce

Zitronenrotkraut

Abkürzung: ich nehme fertiges Rotkraut aus dem Glas oder TK. Ist dann halt nicht zitronig ;-)

  • ca 1,2 kg Rotkraut
  • 3-4 EL (Walnuß-)Öl
  • 50g Zuckerrohr-Vollzucker (oder brauner Kandis)
  • 1/2 unbehandelte Zitrone in Scheiben
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer
  • ca 125 ml Zitronensaft
  • ev. gemahlener Koriander
  1. Rotkohl putzen, Strunk rausschneiden, in dünne Streifen schneiden
  2. Öl in einem großen Topf erhitzen, Rotkohl zugeben und ca 4-5 min kräftig anschwitzen
  3. Süßungsmittel, Zitronenscheiben, Lorbeerblätter, Salz, pfeffer, Zitronensaft und auf Wunsch den Koriander zugeben
  4. Deckel auflegen und ca 30-45 min dünsten

Kartoffelklöße

Abkürzung: Kloßmasse aus dem Kühlregal und mit Brotwürfeln pimpen.

  • 1 Vollkornbrötchen oder 2 Scheiben Toast
  • 1 EL Butter/Margarine
  • 750g mehlig-kochende Kartoffeln
  • 175g (ca 2 mittelgroße) Pellkartoffeln
  • 2 EL (15g) feingemahlenes Reis-Vollkornmehrl (oder 1 EL Speisestärke)
  • Salz, Pfeffer, ev. 1-2 Msp Muskat gerieben
  • 125 ml (Soja-)Milch
  • ca 2l Wasser
  • 1-2 TL Salz
  1. Pellkartoffeln für die Klöße kochen.
  2. Brötchen oder Toastscheiben in Würfel schneiden und in der Pfanne mit Fett goldgelb rösten
  3. Schüssel mit ca 1l kaltem Wasser bereitstellen. Die rohen Kartoffeln schälen und in das Wasser reiben (verhindert braunwerden). Die geriebenen Kartoffeln mit Hilfe eine Tuches kräftig auspressen und in eine Schüssel geben. Das Kartoffelwasser stehen lassen, damit sich die Stärke absetzt.
  4. Danach Katoffelwasser abgiessen und Stärke zu den geriebenen Kartoffeln geben
  5. Pellkartoffeln schälen, fein reiben, zu den geriebenen, rohen Kartoffeln geben.
  6. Reis-VK_mehl (oder Stärke), Salz, Pfeffer und auf Wunsch Muskat zugeben.
  7. Milch erhitzen und über die Masse giessen.
  8. Aus dem Teig mit nassen Händen Klöße formen und in jeden Kloß einige geröstete Brotwürfel drücken.
  9. Klöße in kochendes Salzwasser (ca 2l Wasser und 1-2 TL Salz) legen und einmal aufwallen lassen, bei schwacher Hitze ca 20-30 min gar ziehen lassen. (eventuell sind sie auch schon nach 15 min fertig) Die Klöße sind gar, wenn sie an die Wasseroberfläche steigen und sich leicht drehen. Die Klöße müssen außen glänzen und innen trocken sein.

Maronen-Pilzsosse

Da habe ich keien Abkürzung, aber ich gebe die Pilze (meistens Champignons) erst kurz vorm Schluss dazu, weil wir die nicht gern so schlabberig mögen. Maronen nehmen wir meistens aus dem Vakuumpack.

  • 1 kleine Tüte (ca 10g) getrocknete Pilze (zB Steinpilze)
  • ca 50 ml Gemüsebrühe
  • ca 250 g frische oder 100 g fertig gegarte Maronen (gibts im Glas oder vakuumverpackt)
  • 1 Schalotte (oder 1/2 Zwiebel)
  • 1 EL Butter, Margarine oder Öl
  • 1 TL Delikateßpaprika (heisst das heutzutage noch so?)
  • 2 EL Rotwein (oder: 2 EL Gemüsebrühe + 1/2 TL dunkle Sojasosse)
  • 125 g frische Pilze (zB Champignons, Austernpikze, Pfifferlinge oä)
  • 1 EL Butter, Margarine oder Öl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Prise Salz
  • ca 250 ml Gemüsebrühe
  • 2 TL Pfeilwurzelmehl (als Soßenbinder, alternativ: 1-2 TL Speisestärke)
  • 1 TL dunkle Sojasosse
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Prise Muskatnuss
  • ev. 100 g Creme Fraiche (oder Sojacreme)
  1. Die getrockneten Pilze in warmer Gemüsebrühe mindestens 20 minuten einweichen. Durch ein Sieb abgiessen und Einweichwasser auffangen. Nochmals durch Filterpapier drücken, damit eventuell vorhandene Steinchen zurückgehalten werden.
  2. Die frischen maronen über Kreuz einschneiden, im Ofen oder Herdplatte (ca 180°C) 15-20 min rösten und möglichst heiss schälen (damit sich die braune Innenhaut der Maronen ablösen lässt). Die Maronen werden ganz zum Schluss zur Soße gegeben.
  3. Schalotte fein würfeln, in heissem Fett glasig andünsten. Das paprikapulver zugeben und solange mitrösten, bis eine hellbraune Soßengrundlage vorliegt.
  4. Diese sofort mit Rotwein (oder Brühe & Sojasauce) ablöschen und die eingeweichten Trockenpilze sowie die Einweichbrühe zugeben. Trockenpilz-Schalotten-Masse zur Seite stellen.
  5. Die frischen Pilze putzen und vierteln oder in Streifen schneiden (je nach größe). Kurz in heissem Fett anschwitzen.
  6. Die Knoblauchzehe dazupressen und die Pilze leicht salzen. Den Deckel auflegen und die Pilze 2-5 Minuten leicht andünsten. Bei Bedarf etwas Gemüsebrühe zugießen.
  7. Die beiseite gestellte Trockenpilz-Schalottenmasse dazugeben.
  8. Das Pfeilwurzelmehl/Stärke mit etwas Brühe anrühren.
  9. Die Maronen sowie die restliche Brühe zu den gedünsteten, frischen Pilzen geben. Die Pilzsauce mit dem angerührten Mehl andicken.
  10. Alles kurz aufkochen und 3-5 min köcheln lassen.
  11. Die Sauce mit der Sojasauce, den Gewürzen und auf Wunsch mit der Creme Fraiche bzw Sojasahne abschmecken

Nussbraten
(schmeckt sowohl heiss als auch kalt)

  • 50 g Butter oder ungehärtete Pflanzenmargarine
  • 2 große Zwiebeln, geschält und feingehackt
  • 1 TL Thymian
  • 1 EL Vollweizenmehl
  • 100 g Cashewnüsse, ziemlich fein gemahlen
  • 100 g Haselnüsse, ziemlich fein gemahlen
  • 100 g Vollweizen-Semmelbrösel
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Semmelbrösel zum Panieren
  • 8 EL Öl
  1. Backofen auf 200°C vorheizen
  2. Butter in einem großen Topf zerlassen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitzw 10 min weich dünsten
  3. Den Thymian und das Mehl hinzufügen; 1-2 min rühren, dann gut 1/8 l Wasser dazugiessen und die Mischung unter Rühren eindicken lassen
  4. Von der Kochstelle nehmen, Nüsse, Semmelbrösel, Zitronensaft sowie Salz und Pfeffer nach Geschmack hinzufügen; gut vermischen. Die Masse zu einem länglichen Laib formen und in Semmelbröseln wenden.
  5. Das Öl in einem kleinen Bräter im Backofen erhitzen bis es raucht. Den Nussbraten in den Bräter legen und mit dem Öl bepinseln.
  6. 35-40 min im Ofen backen
  7. Aus dem Bräter nehmen. Sofort servieren und in dicke Scheiben schneiden oder abkühlen lassen, falls man den Braten kalt reichen will.

Der Braten ist super sättigend und fast schon zu viel zum Weihnachtsessen mit den Maroni. Wir essen meist nur eine Scheibe davon und den Rest dann über die Feiertage mit den anderen Resten.

11 Gedanken zu „Veganes Weihnachtsmenü

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