Mittwochsschnipsel :: Was ein großartiger Tag

Was ein großartiger Tag! Manche Tage beginnen schon gutgelaunt. Ich wache vom Weckerklingeln auf. Neben mir schlafen die Jungs, die sich in der Nacht in mein Bett geschlichen haben. Ich richte mich auf, kuschel mich in meine Bettdecke, stecke mir die Kopfhörer ins Ohr und mache mit Headspace eine 15 min Meditation. Morgens finde ich sie viel effektiver als am Abend. Ein schöner Start in den Tag. Mir bleibt der Satz hängen:
„Me time is with us all the time. It’s within us.“
Andy Puddicombe, Headspace

1buch

Wir frühstücken alle gemeinsam. Es gibt Müsli, Obst und Avocadobrot. Der Sterngucker hätte lieber Pfannkuchen. Heute ist aber nicht so viel zeit, welche zu machen. Ich richte Brotdosen, der Mann kümmert sich um den Sterngucker. Dann gehen wir zum Bus. Ich mag den morgendlichen Minispaziergang. Danach fahren wir den Wolf zur Schule und ein Autoteiler Auto holen. Im Auto lese ich dem Mann lustige Gedichte aus dem Buch „Ich bin so knallvergnügt. Gedichte, die fröhlich machen*“ vor und kichere vor mich hin. Das Buch hat mir gestern eine Freundin geschenkt. Überhaupt fühle ich mich gerade sehr geliebt. Schon am Montag kam tollste Überraschungspost für mich von einer anderen Freundin mit einem Buch* für mich.
Die Gams
Die Gams erwacht‘ im fremden Forst
und lag in einem Adlerhorst.
Sie sah sich um und sprach betroffen:
„mein lieber Schwan! War ich besoffen!“
F.K.Waechter
Der Mann fährt weiter nach München, wo er bis morgen Abend bleibt. Ich fahre wieder nach Hause. Ich freue mich über eine Email einer Frau, mit der ich gestern auf dem Schulparkplatz eine kleine Auto-Kollision beim Ausparken hatte (bei der glücklicherweise nichts passiert ist).
Den Vormittag verbringe ich mit diversen organisatorischen Dingen. Bahnfahrten für die Osterferien buchen, Mails beantworten und Arbeiten bis ich gegen 12 den Wolf an der Schule einsammele.

Mittagspause

2haegematte

Ich hatte überlegt, danach zum Sport zu gehen, habe mich aber dagegen entschieden. Stattdessen geniessen wir beiden allein unser Mittagessen (Nudeln, Tomatensosse, Gemüse) auf der Terasse im Sonnenschein. Wir unterhalten uns ein bisschen und geniessen eine kleine Pause. Ich lese in der Hängematte das sehr berührende und gut zu lesende Buch „Alles inklusive. Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter*“ von Mareice Kaiser. Später schneide ich dem Wolf endlich den Winterpelz vom Kopf.

3willkommen

4sponsoren

In der Mittagspause kommt auch Post. Die ersten Sponsorenbeiträge für unser Goodiebag für die Kreativ- und Klangauszeit (es sind noch Plätze frei!) trudeln ein. Ich freue mich über Goodies von Hahnemühle und Schmincke. Ausserdem hatte ich mir bei Gudrun Sjöden (die bald einen Konzeptladen in Freiburg eröffnen) eine Strumpfhose bestellt, die heruntergesetzt war. Ich habe bei dem Wetter Lust auf Kleider, aber so ganz ohne Beinkleid ists mir doch noch zu kalt.

Nachmittagsbetreuung aller Art

Gegen 15:30 fahre ich zum Kindergarten, um den Sterngucker abzuholen. Er ist ganz schön müde, stolpert auf dem Parkplatz und schrammt sich das Knie auf. Zum Glück habe ich immer ein Pflaster im Geldbeutel. Das letzte verklebe ich auf sein Knie, nun muss ich wieder welche reintun. Wir nehmen noch eine Schülerin mit, die ich bei ihrer Projektarbeit betreue. Wir treffen uns in regelmässigen Abständen, damit sie an ihrem Kochbuch arbeiten kann. So langsam nimmt es Gestalt an.
Während sie daheim an meinem Laptop arbeitet, kümmere ich mich um die Wäsche und die Jungs. Es ist herrlichster Sonnenschein mit einer Brise Wind, sodass die Wäsche schnell auf dem Balkon trocknet. Der Sterngucker möchte unbedingt Radl fahren. Das haben wir vorgestern aus der Werkstatt geholt, dann ist er aufgestiegen und losgefahren. Seitdem möchte er nichts anderes mehr tun. Am liebsten den großen Jungs hinterherradeln oder alleine Runden durch das Dorf drehen. Dass er das so noch nicht darf, möchte er gar nicht verstehen. Aber wir begleiten unsere Projektschülerin zum Bus. Da ist er ganz glücklich.

Spontanes Abendprogramm

6sushi

Die Tochter ist nach der Schule zu ihrer Freundin gefahren und muss noch abgeholt werden. Ich überlege, wie ich das mit Abendessen und der Bettgehzeit der Jungs kombinieren kann. Ich beschliesse, daß sie früh abgeholt wird, wir aber gemeinsam Sushi essen gehen. Der Wolf möchte lieber noch mit seinen Freunden spielen. Er ist gerade so drin im Spiel. Also nimmt er sich den Schlüssel und bleibt da. Ich fahre derweil mit dem Sterngucker zum Asia-Imbiß, wo es auch Sushi gibt. Dort bestellen wir schonmal und warten auf die Tochter, die mit ihrer Freundin kommt. Während unseres Sushi Gelages helfen die Mädels einer Frau, die ihre Lesebrille vergessen hat, ihr Handy-Guthaben aufzuladen. Sie ist tial dankbar über die technik-fitte Jugend. Nach dem Essen fahren wir kurz noch einkaufen mit der Tochterfreundin. Dann aber schnell nach Hause. Wir kommen erst nach 20 Uhr an. Wurde später als geplant. Der Wolf hat sich derweil selber Maiskolben gebraten und verspeist nun noch seine mitgebrachte Portion Sushi. Er trägt ein pflaster am Kinn. Hat sich beim Spielen verletzt und selbst versorgt. Ich staune über diesen mittlerweile so selbstständigen und coolen großen Jungen. Und bin ziemlich stolz und voller Liebe.
Der Sterngucker ist total müde. Beim Einkaufen hatte er schon seinen letzten Energieaufbäumer. Wir haben usn schnell bettfertig gemacht und noch vorgelesen. Wärmflasche unter die Decke, Wasser neben das Bett. Licht aus. Ruhe. Dann die Leserunde beim Wolf. Schnellkuscheln und Verwundungen begutachten. Gute Nacht und Ruhe.

Den Wäscheberg bezwingen

5wäscheberg

21:00 eigentlich meine eigene Bettzeit, aber ich habe den Abend für ein Glas Wein und einen Film verplant. Also schaue ich mir nochmal Carol* an, falte Wäsche und chatte mit einer Freundin auf Threema. Dann möchte ich noch von diesem wirklich sehr runden und sonnigem Tag schreiben. Ich nehme in Kauf, daß es später wird.
23:15 Jetzt ist aber wirklich Zeit, ins Bett zu gehen.
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Donnerstagsschnipsel :: Das volle Leben

schneegloeckchen

Nach einer Woche vollem Alltag komme ich langsam wieder zu Hause an. ich muss mich noch etwas sortieren. Hier und da steht noch eine unausgepackte Tasche.

Fülle in den Faschingsferien

Ich hatte schöne Faschingsferien bei meinen Eltern, habe meine Geschwister, Neffe und Nichte wieder gesehen und eine gute Familienzeit verbracht. Ausserdem startete das erste Modul vom Dharmatraining in Weinsberg. Mein Herz ist wieder gefüllt von schönen Begegnungen, tiefen Gesprächen, neuem Wissen und Klang. Seele und Körper wurden aufs Beste versorgt.

ranunkel

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Wunderschöne Verpflegung und asthetisches Ambiente am Wochenende im Bindu in Weinsberg. Beschenkt von Fülle, Wertschätzung und Leuchten. Es klingt noch in mir nach und ich freue mich schon sehr auf das nächste Modul.

hermionesocks

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Lange Bahnfahrten mit viel Zeit für Strickprojekte (Hermiones Everyday Socks) und Hörbuch* (Review folgt).

Arbeit, Termine, Alltag

Während ich bei meinen Eltern war, habe ich gearbeitet. Jetzt geht es volle Kanne weiter. Dazwischen sind Termine mit den Kindern, Elternabend, spontane Planänderungen der Unterrichtszeiten, ein noch etwas anhänglicher Sterngucker und die Herausforderung, daß sich die ganze Familie erst einmal wieder aufeinander einschwingen muss. Mit anderen Worten: das Leben ist gerade voll. Ich versuche gut für mich zu sorgen und aufzupassen, daß ich nicht vergesse zu atmen.

Das Wetter ist wie im April. Mal scheint die Sonne, seit gestern regnet es fast dauerhaft durch. Ich habe gerade noch geschafft, ein paar Frühblüher umzusetzen, bevor, wenn es wieder trocken ist, die Fräse kommt und den Garten weiter bearbeitet. Ich hoffe, die zarten Blüten, noch in der Zwiebel versteckt, überleben den Umzug.

fensterbild

fensterfruehling

Plötzliche Frühlingsdekolust bei meiner Rückkehr. Fensterbilder vom letzten Jahr (aus dem Buch „Mit farbigen Transparenten durch das Jahr„*)

ranunkelweiss

eierdeko

Frische Blumen und Deko aus der Kiste.

Ausserdem

  • gemütliche Couchgespräche mit dem Mann (nach anfänglichem Ankunftsfremdeln) und Austausch unserer Erlebnisse und Erkenntnisse,
  • ausgiebigste Kuscheleinheiten mit den Jungs
  • Gespräche mit der Tochter
  • eigenes Bett
  • Zurückkommchaos
  • Gartenweiterplanung
  • ein geschenkter Johannisbeerstrauch und Schneeglöckchen (der Tippfehler wollte Schneeglückchen schreiben, was ich gerade auch sehr passend finde)

Fazit

Es geht mir gut, aber ich bin etwas ausser Atem.

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Wochenrückblick

Diese Woche verlief, ganz im Sinne meines Monatsmottos, sehr familär. Am Montag war ich noch ziemlich frustriert, weil mein Tag durch das Herumgefahre so zerissen war. Ich jammerte, dass ich nichts schaffen würde. Der Mann sah das etwas positiver: ich würde Seva (selbstloses Dienen) für das Wohlergehen meiner Familie leisten. Na denn. Mitte der Woche wurde es besser. Der Mann wird zunehmend mobiler und fährt jetzt auch wieder selbst Auto. Das entlastet mich sehr.

chronodex

Chronodex

Ich habe diese Woche meine Tätigkeiten mal im Chronodex getrackt. So langsam bekomme ich etwas Übung für diese neue Art der Übersicht. Es beginnt richtig Spaß zu machen. Am Montag hab ich mich noch etwas mit den Zeiten vertan, am Donnerstag habe ich mich sogar getraut, parallel verlaufende Tätigkeiten einzutragen. Chronodex habe ich vor ein paar Jahren bei Scription entdeckt, seit dem aber immer nur aus der Ferne angehimmelt. Jetzt hab ich einen versuch gestartet. In einigen Zeitmanagement-Büchern ist auch eine Art Kuchendiagramm drin, wo man eintragen soll, wie man seine Tageszeit verbringt und wie man sie gern verbringen möchte. Bisher dachte ich immer, ich habe da kaum Einfluss drauf. Durch diese Art des Zeit-Trackens kann ich aber gut sehen, wo noch Potenzial für Selfcare oder andere Tätigkeiten ist. Ich werde das jetzt eine Weile weiterverfolgen, mich auch auf einen einheitlichen Farbcode festlegen und eventuell nochmal meine Erkenntnisse im Blog ausbreiten. Fürs erste genügt das aber.

bunt

burger

Essen

Unser Essen war diese Woche schön bunt. Anfang der Woche aus gekauften Salat. Gestern hat der Mann vegane Burger gezaubert. Ich musste neulich über einen Blogpost von Soulemama schmunzeln, wo sie drüber schreibt, daß sie irgendwie jeden Tag zum Supermarkt fährt, Essen einkaufen und Unmengen kocht. Und trotzdem bleiben keine Reste übrig. Ich frage mich manchmal auch, wie das die echten Großfamilien mit der Versorgung machen. Ich habe schon manchmal das Gefühl, daß wir den Kühlschrank täglich auffüllen müssen. Echt, wenn hier eine ganze Familie 3x täglich isst, Brotzeiten für die Schule… puh! Wie macht ihr das?

geschenk

buero

Kreatives Werkeln

Im Büro ging es herrlich kreativ zu. Der Sterngucker macht grad solche Fortschritte. Ständig bringt er neue Ideen aus dem Kindergarten mit. Neulich waren es Strickgabeln, die die Kinder begeisterten und meinen Wollstash schlagartig schmälerten (jetzt liegen hier lauter Wollschlangen herum), sind es jetzt Papierschneeflocken, mit denen unsere Fenster geschmückt werden. Gestern habe ich die Bügelperlen rausgegeben. Ich mag das ja, dieses geschäftige Werkeln. Ich selber versuche in kleinen Minischritten Frau über meine Geburtstagspost zu werden. So viele Freundinnen, die noch auf einen gruß von mir warten (oder mich schon aufgegeben haben?). Aber ich arbeite dran. Für Geschenke möchte ich Muße, denn sie sollen vom Herzen kommen. Und wenn es nicht passt, dann warte ich lieber noch ein bisschen.

laufrunde

Fitness

Einmal war ich diese Woche Laufen. Mein Muskelkater vom Sonntag hat mich begleitet, aber die Sonne war herrlich. Hier und da gibt es noch Schneereste. Die zweite Hälfte der Woche war so kalt und ungemütlich (eisiger Wind), daß ich doch nicht draussen war. ich wollte ins Fitness-Studio, aber die familären Gegebenheiten änderten sich zu meinem Ungunsten an den jeweiligen Tagen. Vielleicht schaffe ich es morgen mal wieder ins Schwimmtraining. Das wär ja mal ganu was aussergewöhnliches!

pullover

Stricklust

Von Stricklust bin ich befallen! Ich habe hier drei Strickprojekte angefangen und eine lange Liste von ideen, was ich als nächstes anstricken möchte. Verrückt. Ich nutze jede noch so kleine Pause, um an meinem Pullover weiterzustricken. Dafür mäandere ich weniger zwischen Twitter, Instagram und Facebook rum. Auch sehr wohltuend. Ich bin sehr begeistert, wie sich mein Pullover entwickelt. Ich fürchte allerdings, die Wolle wird nicht für lange Ärmel reichen.

Illustration & Kommunikationsdesign

In dieser Woche konnte ich die Vormittage gut zum Arbeiten nutzen. Einige liegengebliebene Projekte haben ein Done-Häkchen bekommen. Ich hatte gute Telefonate und durfte ein Angebot für einen schönen Auftrag schreiben. Ich habe ein Logo gestaltet, Illustrationen im Sketchnotes-Stil gezeichnet und endlich begonnen, an meiner Job-Website zu arbeiten. Denn ich bin dieser typische Schuster, von dem man immer spricht. Der mit den schlechtesten Schuhen. So langsam hoffe ich wieder, in einen guten Fluss zu kommen. Der Jahresanfang fühlt sich sehr holperig an, was meinen Job betrifft.

Im Zuge meiner Website Gedanken kam mir auch wieder die Frage in den Sinn, wo ich eine Alternative zu Flickr finde und was ich künsftig mit meinen im Blog verwendeten Fotos machen möchte. ich möchte von Flickr weg, habe da aber ca 7000 Fotos liegen (seit Jaaahren angesammelt), die zu großen Teilen mit dem Blog verlinkt sind. Das wird noch mal ein größeres Projekt, was mich einige Nerven und zeit kosten wird. Falls du eine gute Lösung hast, von der du überzeugt bist, dann lass sie mich gern wissen. Insgesamt stimmt das Zusammenspiel meiner Fotos und dem Blog gerade micht mehr so gut. Sieht man ja an den unterschiedlichen Bildgrößen der letzten Blogposts. Meh.

Meditation

Eine ganze Weile habe ich die tägliche Meditation schleifen lassen. Es ist so leicht, da raus zu kommen. Es schleifen zu lassen. Nadine schrieb neulich auch mal darüber, wie das mit den Gewohnheiten ist. Seit Anfang der Woche habe ich wieder einen guten Lauf. Abends vorm Schlafengehen 10 min Headspace. Das kann ich gut machen. Lieber wäre mir, morgens, bevor der Tag beginnt. Aber das schaffe ich momentan nicht. Sobald ich aufstehe, ist auch der Sterngucker an meinen Fersen und unterhält mich mit seinen tollen 4-jährigen Geschichten.

Vorfreude

Jetzt freue ich mich aufs Wochenende. Auf Schwimmtraining, noch mehr Stricken und auf Familie Buntraum. Die besuchen uns nämlich am Sonntag und ich bin schon ganz aufgeregt! Wir haben uns noch nie im echten Leben getroffen.