Emmi Pikler :: Mehr als eine Kinderärztin

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Im letzten Jahr, nun schon wieder eine ganze Weile her, hat mich meine Freundin angerufen und gefragt, ob ich nicht spontan Lust hätte, mit ihr die Veröffentlichung ihres Buches und somit Abschluss eines jahrelangen Herzensprojektes zu feiern. Wir trafen uns zu einem gemeinsamen Frühstück in beschaulicher Runde und genossen die Energie, die ein fertiges Projekt – ein geborenes Kind – mit sich bringt. Anna hat sich über viele Jahre mit der Biografie von Emmi Pikler beschäftigt. Sie hat gründlich in alten Archiven recherchiert, war in direktem Austausch mit der Familie von Emmi Pikler und dem Pikler-Insitut in Budapest. Heraus gekommen ist ein umfangreiches, fundiertes Buch zur Biografie der Kinderärztin und Entstehung der Pikler-Pädagogik mit Einblicken in die Geschichte des Säuglingsheims und den daraus resultierenden wissenschaftlichen Arbeiten zur Säuglings- und Kinderentwicklung, die mittlerweile weltweit als die umfangreichste Dokumentation dieser Art gilt.

Das Buch „Emmi Pikler, Mehr als eine Kinderärztin“ von Anna Czimmek ist im P-Zeitler Verlag erschienen, kostet 28 Euro und kann über den Verein Wege der Entfaltung erworben werden.

Ich selbst hab bis zur Kleinkindzeit des Wolfes noch nie von Emmi Pikler gehört. Das erste mal begegnete mir der Name in der Spielgruppe des Wolfes, zu der ich mit ihm in Freiburg regelmässig ging. Erst als der Wolf hier in den Kindergarten kam, wurde ich immer vertrauter mit der Pädagogik von Emmi Pikler, die hier Grundlage für die Arbeit mit den Kindern bildet. Die zahlreichen Elternabende, Gesprächskreise und Foren machen den Kindergarten einzigartig. Habe ich so noch nie erlebt und weiss ich sehr zu schätzen.

Wenn du in München und Umgebung lebst, sind vielleicht für dich Veranstaltungen und Angebote von Wege der Entfaltung interessant. Das Team bietet auch Supervisionen, Beratungen und Zusammenarbeit mit Krippen und Kindergärten an.

Buchtipp :: Mein veganer Adventskalender

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Vom Kosmos Verlag habe ich ein schönes Rezensionsexemplar bekommen: Mein veganer Adventskalender von Franzi Schädel.*
Das Buch ist nicht nur optisch ansprechend (schöne Fotos, klare Aufteilung), sondern auch inhaltlich ein Genuss. Franzi führt mit leckeren Rezepten, süß wie herzhaft, durch die Adventszeit. Es gibt süßes wie herzhaftes Gebäck, winterliche Wohlfühlgerichte, Last-Minute-Geschenke aus der Küche und festliche Menüs. Allein beim Durchblättern haben wir schon viele Ideen und Anregungen bekommen. Die Rezepte sind einfach gehalten, aber immer sehr überzeugend. Zu jedem Rezept gibt es eine Zeitangabe, sodass man die Adventszeit auch in der Küche gut planen kann.

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Wir haben letztes Wochenende die Möhren-Safran-Pasta aus dem Buch probiert, weil wir so viele Möhren im Kühlschrank hatten und das Rezept simpel und unkompliziert klang (und auch ist).

Möhren-Safran-Pasta
für 2 Portionen, Seite 72

  • 200 g Pasta nach Belieben
  • 6 Möhren, in dünne Julienne geschnitten. Das geht am besten mit einem Julienne Schäler*
  • Saft einer Orange
  • 50 g Pinienkerne, leicht angeröstet
  • 2 EL Olivenöl
  • 250 ml Soja- oder Hafersahne
  • 2 Msp Safran
  • Salz
  • 1/2 Bund glatte Petersilie, fein geschnitten

Pasta nach Packungsanleitung al dente garen. Währenddessen Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Möhrenstreifen darin kurz schwenken und mit Orangensaft ablöschen. Hitze reduzieren und die Sahne dazugeben. Alles gut verrühren und mit Safran und Salz abschmecken. Die Sauce kurz aufköcheln lassen und vom Herd nehmen.

Die Nudeln abgiessen und auf Teller verteilen. Die Sauce darübergeben und mit frisch geschnittener Petersilie und den Pinienkernen verfeinern.

Es schmeckt sehr fruchtig durch Karotten und Orangensaft.

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gelesen :: Yoga des Herzens

Yoga des Herzens, Wie wir uns mit unserem Körper versöhnen können, Christina Sell

Das Buch hat als Rezensionsexemplar seinen Weg zu mir gefunden. Von mir aus hätte ich das Buch wahrscheinlich gar nicht ausgewählt. Aber da das Thema Körperbewusstsein immer wieder ein Thema ist, war ich neugierig, was die Autorin dazu schreibt. Ich selbst war, abgesehen von ein paar Jahren während meiner Pupbertät, immer recht im Einklang mit meinem Körper. Ja sicher könnte ich meckern, daß ich zu klein bin, große Füße und eine große Nase habe. Oder daß ich schlank bin und man jeden Blähbauch sofort sieht. Tue ich aber nicht. Ja, manchmal liegen meine Haare nicht, wie ich es gern hätte oder meine Haut ist trocken oder pickelig. Aber so generell mag ich mich so wie ich bin. Und vorallem weiss ich, daß ich Menschen auch nicht nach ihrem Aussehen beurteile, sondern nach ihrer Ausstrahlung. Und da ist egal, ob sie dick oder dünn sind. Sie sind für mich schön, wenn alles stimmt. Nicht die Formen, sondern die Anmut, die Art sich zu Bewegen, zu interagieren. Eben die Ausstrahlung. Wenn jemand alt und faltig ist kann er genauso wunderschön sein, wie jemand, der glatte Haut und seidiges Haar hat. Wenn jemand dick ist, wirkt er auf mich nur dann unangenehm, wenn er sich mit seiner Persönlichkeit dick macht, nicht mit seinem Körper. Genau so gilt es für schlanke Menschen. Sie sprechen mich überhaupt nicht an, wenn da nicht das Innere Herausstrahlt, die Seele wirkt. Schlank heisst also nicht automatisch schön.

yoga des herzens

Und genau das ist auch Grundklang des Buches. Die Autorin, sie war magersüchtig, schreibt über ihren Weg, ihren Körper zu akzeptieren, zu lieben und vorallem Frieden zu schliessen mit diesem ständigen krieg, den wir gegen unsere Körper führen. Sie schreibt über Eitelkeit und über die Möglichkeit durch Yoga den Fokus nach innen zu richten zu dem, was wir wirklich sind. Zu dem, was uns strahlen lässt und weg von der Hülle, die wir nach aussen tragen. Zu Wort kommen auch andere Stimmen, die durch ihren persönlichen Weg interessante Einblicke bieten.
Ich konnte dem Buch viele wertvolle Gedanken entnehmen. Ich bemerke, daß das Thema auch um mich herum immer wieder von großer Bedeutung ist (oft jedoch sehr politisch und emotionsgeladen aufgezogen). Das betrifft ja selbst schon heranwachsende Mädchen, die sich untereinander vergleichen („meine Brüste sind nicht so schön wie A’s“ „findest du, mein Po ist zu dick?“ „ich wiege viel mehr als  X“) und auf der Suche nach ihrer eigenen Identität auch über ihren Körper sind. Das Buch enthält keine Anleitung, bietet aber durch sie Reflektion des eigenen Weges der Autorin genügend Punkte, sich dem Thema zu nähern und über das eigene Körperbild nachzudenken.

Wie geht es dir mit dem Thema? Ist/war es für dich ein Thema? Konntest du Frieden mit dir schliessen oder holt es dich immer wieder ein?

Wenn du das Buch lesen möchtest, hinterlasse einen Kommentar. Am Sonntag entscheidet das Los, zu wem es reisen darf.