Vom Essen

Es würde wohl was fehlen, würde ich nicht wenigsten ein paar Zeilen über das Essen beim Camp schreiben. Ha. Viel besser noch: ich habe mir notiert, was es alles zu essen gab. Während der letzten beiden Wochen.

Angefangen bei unserer Abreise. Da hatten wir nämlich noch einen ziemlich voellen Kühlschrank inclusive leckerem Obst von Tropenkost. Aus den vielen Paprika, Auberginen, Karotten und Zucchinis habe ich Antipasti gemacht und in unseren Picknickkorb gepackt. Das gab es zu unserer Mittagspause als Picknick auf der Wiese. Neben der Autobahnkirche.

pfingstcamp2013-30

In Freiburg haben wir uns selbst versorgt mit unseren mitgebrachtne Sachen zum Frühstück. Und einmal auch zum Abendessen. Im Backpacker Hostel kann man selbst kochen. Ich mag das gern. Als wir in Freiburg unterwegs waren, haben wir veganen Yufka im Euphrat gegessen und zweimal beim Asia-Restaurant Reis mit Kokos-Erdnuss-Sosse.

Die ersten Tage vorm Camp, die wir aber schon im Zelt verbrachten, haben wir noch unsere Reste aufgebraucht, hauptsächlich Obst. Ein bisschen Baguette und Artischocken habe ich dazugekauft. Dazu gab es frische Wildkräuter direkt von der Wiese im Garten. Einmal wurden wir zum Spargelrisotto eibgeladen.

Und dann begann das Camp

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Wir wurden von einem Bioladen versorgt. Das Essen hat eine Kochseva täglich dreimal zubereitet. Seva bedeutet selbstloses Dienen/Dienst an der Gemeinschaft. Unsere Küchenyogini hatte den Überblick und grob gesagt, was es gibt. Was die einzelnen Kochyogis dann draus gemacht haben, war deren Sache. So gab es ein recht vielfältiges Angebot mit vegetarischem Standard. Für die Milchproduktemeider gab es immer eine vegane Alternative, ausserdem auch eine weizenfreie Alternative. Ideal ist es, wenn man das vorher anmeldet, dann kann das besser koordiniert werden. Wenn nötig, gibts sogar glutenfrei.

  • Als Frühstück gab es jeden Morgen eine Milch-Getreidebrei, alternative Hirse oder Reis ohne Milch. Ausserdem frisches Obst, Kuh- und Reismilch, Honig, Agavendicksaft, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Flocken und Kräuter- und Yogitee.
  • Das Essen wurde auf einem großen Tisch angerichtet. Die großen Mahlzeiten wurden aus großen Töpfen serviert, Kleinkram wie Salat und Frühstück hat sich jeder selbst genommen.
  • Vor dem Essen haben wir alle gemeinsam das Essen gesegnet und SAT NAM gesungen.
  • Es wurde nichts weggeworfen. Reste vom Vortag wurden kreativ in den nächsten Tage verwertet. zB wurde übriggebliebene Polenta & Hirse zu Burgern weiterverarbeitet, Kartoffeln und Nudeln angebraten.
  • Die großen Töpfe, Kühlschrank, Kochgeschirr etc war eine Leihgabe der Kapriole und von einem Bauern mit einer Wirtschaft.
  • Auf dem ganzen Grundstück wuchsen jede Menge Wildkräuter, sodas ich mir immer wieder Giersch & Co direkt in den Mund stecken konnte
  • zu jeder Mahlzeit (ausser Frühstück) gab es frischen Salat mit sehr leckerem Dressing

Und das gab es alles:

  • Kuchen zum Ankommen, später Grünkernsuppe & Brot
  • Kohlrabigemüse, Bratkartoffeln
  • Spaghetti und Tomatensosse
  • Dhal und Reis
  • Suppe (Kartoffel/Lauch)
  • Apfel-Fenchel-Gemüse & Hirse
  • Polenta & Pilz-Rahm
  • Linsen mit Tofuwurst, Nudeln
  • Burger, Karotte-Kohlrabi-Gemüse
  • Blumenkohlcurry, Pellkartoffeln
  • Bratkartoffeln & -Nudeln mit Ei & Käse (und auch ohne), Karotte-Lauch-Gemüse
  • Nudeln & Tomatensosse
  • Brotzeit mit diversen Aufstrichen, Guacomole, Käse etc

Vom Camp sind am Ende noch Reste übrig geblieben, die wir mit nach Hause genommen haben. Bei uns sind jede Menge Äpfel, Lauch und Brokkoli gelandet. Davon gab es schon

Verfressene Familie

At the weekend our 5-member patchworkfamily was complete once again. It was amazing to see what amounts of food we need. On friday the fridge was full, in sunday night we had to hide and safe the last banana for breakfast on monday. Just for fun we counted the amount of bananas we would need for one week. 70!

  1. How big is your family and how do you deal with food?
  2. How often do you go grocery shopping and how much do you spend on it?
  3. Do you buy organic?
  4. Do you buy lots of fresh food or frozen or dried (pasta, grains, peas..)?
  5. Do you buy in supermarkets, farmers markets or elsewhere?
Die letzte Banane, fürs Frühstück im Kühlschrank versteckt.

Die letzte Banane, fürs Frühstück im Kühlschrank versteckt.

Am Wochenende war unsere 5-köpfige Patchworkfamilie mal wieder komplett. Zusätzlich zum allgemeinen Gewusel fällt uns noch auf, daß unser Kühlschrank im Nu leergefressen ist, als wäre ein Schwarm Heuschrecken über ein Feld geflogen. Noch am Freitag abend war der Kühlschrank berstend voll mit Salaten und Gemüse. Zwei riesige Bund Bananen lagen auf dem Sideboard neben bestimmt 6 Avocados (3 weitere im Kühlschrank).

Bereits am Sonntag abend erstreckte sich uns beim Öffnen des Kühlschrankes gähnende Leere entgegen. Die letzten 1,5 Bananen mussten aus dem Blick gerettet werden, damit wir noch was für unseren Frühstücks-Trunk haben. Die Spülmaschine lief jeden Tag auf Hochtouren. Das ist schon ein anderes Gefühl, eine ganze Familie da zu haben als wenn der Mann nur alleine hier in seiner Klause lebt.

Diese Beobachtung hat uns mal zu einer kleinen Rechnung animiert. Wieviele Bananen bräuchten wir wohl pro Tag/Woche?

Tagesverbrauch

  • B (14 J) 2 Bananen
  • C (7,5 J) 2 Bananen
  • der Wolf (1,5 J) 2 Bananen
  • der Mann 1 Banane
  • ich 3 Bananen

Das macht pro Tag 10 Bananen, wären 70 (!!!) Bananen in der Woche. Auf den Monat und das Jahr wollten wir es dann gar nicht mehr hochrechnen.

Ich meine, klaro, man isst nicht jeden Tag gleich viele. Die Bananen stehen auch nur stellvertretend für den restlichen Inhalt des Kühlschrankes. Aber wir sollten echt langsam über eine Großmarklizenz nachdenken ;-)

  1. Wie groß ist deine Familie und wie macht ihr das mit dem Essen?
  2. Wie oft geht ihr einkaufen udn wieviel gebt ihr dafür aus?
  3. Kaufst du bio?
  4. Kaufst du viel frisches, oder eher gefroren oder Trockenwaren (Pasta, Bohnen, Körner…)?
  5. Kaufst du im Supermarkt, auf dem Wochenmarkt oder anderswo?