Freundschaften

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In letzter Zeit habe ich ein bisschen über Freundschaften nachgedacht. Passend dazu hatte Daniel ein Türchen in seinem Minimalismus-Adventskalender.
Meine FreundInnen wohnen weit verstreut. Durch Umzüge und verschiedene Lebensphasen kommen Menschen und gehen Menschen, die unser Herz berühren. Ich kann nicht sagen, daß ich eine, die eine, beste Freundin für immer (BFF,  in Teenagersprech) habe. Aber ich habe viele wertvolle Freundschaften, die mir alle auf ihre Art und Weise etwas bedeuten. Manche habe ich schon seit dem Kindergarten, manche sind noch ganz jung und zart. Manche Freundschaften zeichnen sich nicht durch steten Kontakt aus, aber durch eine Verlässlichkeit und Beständigkeit. Andere wiederrum leben von Austausch. Einige Freundschaften sind vergangen so wie die Lebensphase vergangen ist, der sie angehören. Gelegentlich schaue ich zurück und denke an diese Menschen und frage mich, was sie wohl gerade tun. Manchmal versuche ich dann auch, Kontakt aufzunehmen.
Freundschaften verändern sich auch. Werden lockerer oder intensiver. Und einige Freundschaften muss ich immer wieder überprüfen, was uns eigentlich verbindet und ob es wert ist, sie zu halten. Das ist immer der schmerzhafteste Prozess. Zu erkennen, daß die Dinge sich weiterentwickeln und es manchmal besser ist, getrennte Wege zu gehen.
Jeder Mensch, der in mein Leben tritt, hat eine Aufgabe für mich.

Kindergarten- und Schulfreunde
Ich habe tatsächlich noch eine handvoll Kindergarten- und Schulfreunde, zu denen ich auch noch Jahre nach unserer gemeinsamen zeit Kontakt pflege. Momentan ist das etwas ruhiger, was an unserer aller vollen Familienleben und der großen Entfernung zueinander liegt. Dennoch versuchen wir, uns 1-2 Mal im Jahr zu treffen. Uns verbindet hauptsächlich unsere gemeinsame Vergangenheit. Wir reden über damals, rollen alte Geschichten auf, tratschen ein wenig über dies und jenes und haben einen lockeren, lustigen Umgang und stärken einander den Rücken, wenn es nötig ist.

Neue Freundschaften
Es fällt mir nicht leicht, mich Menschen so zu öffnen, daß ich sie wirklich an mich heran lasse. Ich komme gut mit vielen Menschen aus, kann mich mit ihnen unterhalten und gute Gespräche führen. Ich merke aber auch, daß ich oft voreingenommen bin und mich mein erster Eindruck von Menschen trügt. Lasse ich mich dann doch mit ihnen ein, passen wir wider meines ersten Gefühls doch besser zusammen als ich erwartet habe. Andersherum ist es leider oft genauso. Ich fühle mich zu Personen hingezogen, die sich dann doch nicht stimmig anfühlen. Menschen, die ich für unnahbar hielt entpuppten sich als verletzlich, oberflächlich wirkende Personen als überraschend tiefgründig.
Es dauert immer eine ganze Weile, bis ich neue Freundschaften zulasse. Ich bin leidenschaftlich und hingebungsvoll. Wenn ich mich einmal einem Menschen geöffnet habe, dann gebe ich mein Herzblut da rein. Freundschaften pflegen kostet Energie, Zeit und manchmal auch Emotionen. Freundschaften sind aber ein großes Geschenk, denn sie öffnen meinen Blick, inspirieren mich, stärken mich. FreundInnen helfen mir, mich selbst zu spiegeln und zu reflektieren, zu hinterfragen, über den Tellerrand zu schauen und mich zugehörig zu fühlen.

Danke
An dieser Stelle also ein großes Danke an alle Menschen, die mich schon so lange begleiten, die mir wichtig sind, denen ich wichtig bin, die zu mir halten, mich stützen und stärken, mit mir lachen und weinen, mich nehmen, wie ich bin, ehrlich zu mir sind und sich um mich kümmern. Und danke, liebe R., für den inspirierenden langen Anruf gestern <3 Das tat mir sehr gut.

Wie geht es dir mit Freundschaften? Fällt es dir leicht, neue Menschen in dein Leben zu lassen? Hast du viele oder wenige FreundInnen? Eine richtig beste?

Geburtstagspost

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Und weil wir schon beim Basteln waren, hat der Wolf gleich noch Geburtstagspost an seinen Freund in Freiburg verschickt. Im Kindergarten faltet der Wolf ziemlich viel und ausdauernd diverse Papierflieger. Deshalb hat er gleich eine ganze Ladung für seinen Freund zum 5. Geburtstag gebastelt. Denn jeder sollte mit Papierfliegern durch die Gegend jetten können. Dazu haben wir noch eine Karte aus unseren Klecksmonstern gebastelt. Ein unkompliziertes Geburtstagsgeschenk von Herzen.

„Mama, am liebsten wäre ich selber bei M. und würde mitfeiern. Und Kuchen essen. Oder Muffins.“

Zurück aus Freiburg

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Wir sind zurück von unserer kleinen Freiburg-Reise. Ich hatte keine Kamera mit, deshalb gibt es nur ein paar wenige Handy-Fotos mit schlechter Qualität. Die Bilder im Herzen kann ich eh nicht mit euch teilen. Es war anstrengend, aber es war wunderschön. Ich habe viele Menschen getroffen, verabredet und zufällig, geplant und spontan. Viel zu wenig Zeit für so viele nette Menschen. Gleich nach der Ankunft durften wir einmal Iris umarmen. Wir haben Yufka im Euphrat gegessen, die Tochter hat ihre alte Schule besucht und sich mit einer Freundin verabredet. Wir waren auf dem Weihnachtsmarkt und haben ein paar letzte Weihnachtsgeschenke besorgt. Wir haben Schokolade am Booja Booja Stand genascht und grünen Smoothie im Bioladen getrunken. Ich war auf dem Heimbachhof und bei Familie Ringelmiez. Ich habe mich wohl gefühlt, tiefsinnige und unterhaltsame Gespräche geführt, Inspirationen bekommen und verteilt und die Zeit sehr intensiv genossen. Die Tochter hat intensiv mit ihren Freundinnen gespielt, Zeit im botanischen Garten verbracht und Hausmusik gemacht.
Alles in allem war unser Freiburg-Besuch wunderbar rund. Nun geht der Alltag hier weiter und wir stiefeln tiefverschneit in die Weihnachtszeit.