gelesen :: Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts

Neulich fischte ich eine süße kleine Überraschungspost von Mairegen aus dem Briefkasten. Drin fand ich ein Buch begleitet von einer Karte. Das Buch habe ich sogleich angefangen und es innerhalb weniger Tage durchgelesen. Das ist sehr ungewöhnlich, denn es gibt nicht oft Bücher, die mich gleich fesseln.

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Mila verbringt ein Schweigeseminar. Dort trifft sie einen Mann, nimmt ihn auf dem Rückweg im Auto mit und landet mit ihm im Hotelzimmer. Danach ist ihr Inneres auf den Kopf gestellt. Die Situation birgt viele Chancen, die sich Mila bieten. Zwischen den Zeilen habe ich viel Heilung und Güte herausgelesen.

Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts*

Das Buch von Susann Pásztor „Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts“* ist angenehm leicht und unterhaltsam geschrieben. Ich musste oft schmunzeln, erkannte einige Situationen wieder (in Meditation sitzen ist mir nicht unbekannt. Auch einen Schweigetag habe ich schon miterlebt). Die Erzählung wechselt zwischen Situationsbeschreibungen und wildem Gedankenwirrwarr von Mila. Ich habe sehr die Entwicklung der Person im Laufe des Buches genossen. Bis zum Schluss blieb die Geschichte spannend und hinterliess auch nach dem Ende noch einen leisen, zarten Nachklang. Hört sich bestimmt auch als Hörbuch schön.

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gelesen :: Titus und der verwunschene Wald

titus

aschenputtel ofen

Die Illustrationen waren es, die mich sofort ansprachen, als ich gefragt wurde, dieses Buch zu rezensieren. Ich mag schöne Illustrationen. Und Märchen. Als Kind habe ich ganz viele Märchen gelesen. Auch der Wolf erlebt gerade die Bildwelten der Märchen und Geschichten in der Schule. In der Waldorfschulen haben Märchen und Geschichten einen hohen Stellenwert. In den unteren Klassen wird sehr viel Wissen darüber vermittelt und somit tief verankert. Hirnforscher bestätigen die Wirkung von Märchen, von Geschichten, die Emotionen hervorrufen, ein bisschen unter die Haut gehen und eine Atmosphäre schaffen. Das ist die effektivste Form, sich Wissen anzueignen (grad neulich wieder im Buch „Jedes Kind ist hochbegabt“ gelesen). Hier habe ich auch ein informatives pdf zum Thema Märchen, Lernen und Hirnforschung von Gerald Hüther gefunden.

Doch zurück zu Titus.

Titus und der verwunschene Wald*

Titus ist ein Lehrling auf der Märchenakademie, der in seinem dritten Lehrjahr endlich praktische Erfahrungen sammeln und Abendteuer im Märchenwald bestehen soll. Bei seiner Reise durch den verwunschenen Wald begegnet er den Figuren der klassischen Grimmschen Märchen: unter anderem den Zwergen, den Stieftöchtern aus Aschenputtel, Rumpelstilzchen.

Dem Wolf hat das Buch total gut gefallen. Er hatte Spaß beim Vorlesen lassen, vorallem, weil zwischendrin auch Lieder vorkommen, die wir singen konnten („Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald“). Etwas enttäuscht war er, daß am Ende stand, er könne selbst Mitglied der Märchenakademie werden, die Website aber nur ein paar Spiele bot und seine Erwartungen, ein richtiger Märchenakademielehrling zu sein, nicht erfüllt wurden. Da weiss ich aber auch nicht, wie man das besser machen könnte.

Ich persönlich fand die einzelnen Kapitel etwas zu lang, um sie vor dem Bettgehen (unsere Vorlesezeit) zu lesen. Ausserdem fand ich die Erzählperspektive etwas gewöhnungsbedürftig. Der Erzähler wurde immer mal wieder in die Geschichte eingebaut und trat in Dialog mit Titus, was ich etwas verwirrend fand. Die Illustrationen sind wunderschön und treffen genau meinen Geschmack.

Auf der Märchenakademie Website kannst du in das erste Kapitel des Buches reinhören und dir Bilder und Informationen dazu anschauen. Ausserdem gibt es Spiele und Aufgaben.

Das Projekt insgesamt und die Idee dahinter sind ganz toll. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

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gelesen :: Magic Cleaning

magiccleaning

Nachdem das Aufräumbuch von Marie Kondo schon monatelang durch meine Internetfilterblase hypte, schlich ich auch drumherum und kaufte es mir schlussendlich neulich im Bahnhofsbuchladen in Heidelberg. Es las sich leicht als Reiselektüre, doch ich war insgesamt enttäuscht und gelangweilt vom Buch (oder waren meine Erwartungen durch den Hype so hoch).

Magic Cleaning. Wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändert, Marie Kondo, rororo, 9,99 Euro*

Es dauerte über 70 Seiten Vorgeplänkel, bis Konmari endlich tatsächlich zum Aufräumen kam. Man hätte die Essenz des Buches in weit weniger Seiten packen können. Ich mochte weder die Struktur des Buches noch den Schreibstil. Es hat kein „jetzt möchte ich unbedingt loslegen“ Gefühl ausgelöst, wie damals, als ich „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags*“ gelesen habe. Allerdings stand ich möglicherweise damals auch an einem ganz anderen Punkt als heute.

Meine Essenz des Buches:

  1. Nach Kategorien aufräumen (Kleidung, Bücher, etc)
  2. Jedes Ding zur Hand nehmen und fragen „Macht es mich glücklich?“
  3. Entscheiden, ob behalten oder wegwerfen
  4. Dinge, die dich nicht glücklich machen, wegwerfen
  5. Für die Dinge, die bleiben, einen festen Platz finden
  6. Dinge einer Kategorie an einem Platz aufbewahren
  7. Dich bei den Dingen bedanken. Auch bei den DIngen, die weggeworfen werden. Sie haben ihren Dienst einmal erfüllt (und sei es nur, dir zu zeigen, was du nicht möchtest) „Es war einmal nützlich und hat seinen Zweck erfüllt. Danke“
  8. Jedes Familienmitglied bekommt einen Ort, wo es seine Dinge aufbewahren kann und sich drum kümmern kann, daß sie in Ordnung gehalten werden. Das kann ein Schrank oder ein abgeteilter Bereich der Wohnung sein.
  9. Dankbarkeit und achtsame Behandlung der Dinge führt zu längerer Haltbarkeit und größerer Freude mit den Dingen.

Hast du das Buch gelesen? Wie hat es dir gefallen? Was hat es in dir bewirkt?

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