gelesen :: Titus und der verwunschene Wald

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aschenputtel ofen

Die Illustrationen waren es, die mich sofort ansprachen, als ich gefragt wurde, dieses Buch zu rezensieren. Ich mag schöne Illustrationen. Und Märchen. Als Kind habe ich ganz viele Märchen gelesen. Auch der Wolf erlebt gerade die Bildwelten der Märchen und Geschichten in der Schule. In der Waldorfschulen haben Märchen und Geschichten einen hohen Stellenwert. In den unteren Klassen wird sehr viel Wissen darüber vermittelt und somit tief verankert. Hirnforscher bestätigen die Wirkung von Märchen, von Geschichten, die Emotionen hervorrufen, ein bisschen unter die Haut gehen und eine Atmosphäre schaffen. Das ist die effektivste Form, sich Wissen anzueignen (grad neulich wieder im Buch „Jedes Kind ist hochbegabt“ gelesen). Hier habe ich auch ein informatives pdf zum Thema Märchen, Lernen und Hirnforschung von Gerald Hüther gefunden.

Doch zurück zu Titus.

Titus und der verwunschene Wald*

Titus ist ein Lehrling auf der Märchenakademie, der in seinem dritten Lehrjahr endlich praktische Erfahrungen sammeln und Abendteuer im Märchenwald bestehen soll. Bei seiner Reise durch den verwunschenen Wald begegnet er den Figuren der klassischen Grimmschen Märchen: unter anderem den Zwergen, den Stieftöchtern aus Aschenputtel, Rumpelstilzchen.

Dem Wolf hat das Buch total gut gefallen. Er hatte Spaß beim Vorlesen lassen, vorallem, weil zwischendrin auch Lieder vorkommen, die wir singen konnten („Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald“). Etwas enttäuscht war er, daß am Ende stand, er könne selbst Mitglied der Märchenakademie werden, die Website aber nur ein paar Spiele bot und seine Erwartungen, ein richtiger Märchenakademielehrling zu sein, nicht erfüllt wurden. Da weiss ich aber auch nicht, wie man das besser machen könnte.

Ich persönlich fand die einzelnen Kapitel etwas zu lang, um sie vor dem Bettgehen (unsere Vorlesezeit) zu lesen. Ausserdem fand ich die Erzählperspektive etwas gewöhnungsbedürftig. Der Erzähler wurde immer mal wieder in die Geschichte eingebaut und trat in Dialog mit Titus, was ich etwas verwirrend fand. Die Illustrationen sind wunderschön und treffen genau meinen Geschmack.

Auf der Märchenakademie Website kannst du in das erste Kapitel des Buches reinhören und dir Bilder und Informationen dazu anschauen. Ausserdem gibt es Spiele und Aufgaben.

Das Projekt insgesamt und die Idee dahinter sind ganz toll. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

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gelesen :: Magic Cleaning

magiccleaning

Nachdem das Aufräumbuch von Marie Kondo schon monatelang durch meine Internetfilterblase hypte, schlich ich auch drumherum und kaufte es mir schlussendlich neulich im Bahnhofsbuchladen in Heidelberg. Es las sich leicht als Reiselektüre, doch ich war insgesamt enttäuscht und gelangweilt vom Buch (oder waren meine Erwartungen durch den Hype so hoch).

Magic Cleaning. Wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändert, Marie Kondo, rororo, 9,99 Euro*

Es dauerte über 70 Seiten Vorgeplänkel, bis Konmari endlich tatsächlich zum Aufräumen kam. Man hätte die Essenz des Buches in weit weniger Seiten packen können. Ich mochte weder die Struktur des Buches noch den Schreibstil. Es hat kein „jetzt möchte ich unbedingt loslegen“ Gefühl ausgelöst, wie damals, als ich „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags*“ gelesen habe. Allerdings stand ich möglicherweise damals auch an einem ganz anderen Punkt als heute.

Meine Essenz des Buches:

  1. Nach Kategorien aufräumen (Kleidung, Bücher, etc)
  2. Jedes Ding zur Hand nehmen und fragen „Macht es mich glücklich?“
  3. Entscheiden, ob behalten oder wegwerfen
  4. Dinge, die dich nicht glücklich machen, wegwerfen
  5. Für die Dinge, die bleiben, einen festen Platz finden
  6. Dinge einer Kategorie an einem Platz aufbewahren
  7. Dich bei den Dingen bedanken. Auch bei den DIngen, die weggeworfen werden. Sie haben ihren Dienst einmal erfüllt (und sei es nur, dir zu zeigen, was du nicht möchtest) „Es war einmal nützlich und hat seinen Zweck erfüllt. Danke“
  8. Jedes Familienmitglied bekommt einen Ort, wo es seine Dinge aufbewahren kann und sich drum kümmern kann, daß sie in Ordnung gehalten werden. Das kann ein Schrank oder ein abgeteilter Bereich der Wohnung sein.
  9. Dankbarkeit und achtsame Behandlung der Dinge führt zu längerer Haltbarkeit und größerer Freude mit den Dingen.

Hast du das Buch gelesen? Wie hat es dir gefallen? Was hat es in dir bewirkt?

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gelesen :: Die Kunst ein kreatives Leben zu führen

berzbach
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Anfang des Jahres hörte ich in einer Folge des Podcasts Formfunk ein Interview mit Frank Berzbach, wo es um Arbeit und die Haltung zu dem, was wir tun ging.  Dabei wurden auch seine Bücher, Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen: oder Anregung zu Achtsamkeit* und Kreativität aushalten: Psychologie für Designer*. Das hat mich neugierig gemacht und ich notierte sie mir. Bei einem Buchladenbummel in Würzburg entdeckte ich ‚Die Kunst ein kreatives Leben zu führen‘ und kaufte es mir. Seit dem lese ich sehr begeistert in dem Buch. Es trifft mich dort, wo ich bin.

Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen: oder Anregung zu Achtsamkeit, Frank Berzbach, Verlag Hermann Schmidt, 29,80 Euro*

Das Layout

Nicht unerwähnt möchte ich die professionelle Gestaltung von Katrin Schacke lassen. Es macht Freude, das Buch in der Hand zu halten, durchzublättern, es zu streicheln. Schönes Papier, schöne Typografie, angehmes Leseerleben und ein Lesebändchen! Das Buch ist im Verlag Hermann Schmidt Mainz erschienen, mein Lieblingsverlag für schöne Bücher.

Der Inhalt

Das Buch trägt den Untertitel „Anregung zur Achtsamkeit“. Auch wenn der Achtsamkeitsbegriff mittlerweile etwas ausgelutscht klingt, weil er einem überall fast schon kommerziell aufdringlich erscheint, so spricht der Inhalt des Buches genau die wesentlichen Punkte an, um die es für ein erfülltes Arbeits- und Privatleben geht.

Berzbach adressiert als Zielgruppe Gestalter und Kreative, das Buch lässt sich jedoch ohne weiteres auf jedeN anwenden. Der Autor zitiert Philosophen, Künstler, Spirituelle und Denker und gibt zahlreiche Einblicke in Denk- und Glaubenssysteme. Daraus lassen sich Schlüsse zu Arbeit & Ethik, Haltung, der eigenen Rolle und Kreativität ziehen.

Das Buch spricht viele Aspekte des Lebens und Schaffens an, von Sinnsuche, Selbstverwirklichung, Geld verdienen über Arbeit und Gemeinschaft, Einsamkeit, Miteinander, Ethik und Umwelt bis zu Spiritualität. In jedem Kapitel entdecke ich interessante Aspekte, die mich hin und wieder auch beschäftigen. Kreativität, Handwerk, Können.

Insgesamt verstehe ich das Buch als Plädoyer für Stille und Meditation. Ich entdecke darin Parallelen und Antworten zu meiner eigenen Sinnsuche und zu meinen Fragen, Zweifeln an meiner Arbeit, Zusammenhänge zwischen Tun, Schaffen und Spiritualität. Mit meiner Haltung bestimme ich, wohin meine Arbeit geht. Arbeite ich als Künstler oder als Illustrator. Ich werde meiner eigenen Rolle bewusst und gehe so dem ständigen Frust, der zwischen dem Drang zur Selbstverwirklichung und der Notwendigkeit, Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen, entstehen kann aus dem Weg.

Zitate zu Kreativität

„Jedes kreative Handeln formt die Welt, in der wir leben“

„Kreativität bedeutet, aus dem Nichts zu schaffen, aus Nichts wird Etwas – dies ist keine belanglose, alltägliche Angelegenheit.“

„Alles, was wir tun ist ein Splitter der eigenen Autobiografie“

„Kreativität bringt etwas Inneres nach aussen und fügt der Welt etwas hinzu. Was wir auch tun, es ist Umweltgestaltung.“

 

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