gerettetes Gemüse :: Ungenierte Werbung für Etepetete

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Im vergangenen Jahr entdeckte ich im Internet Etepetete, die Gemüseretterbox. Nun durfte ich die Box einmal testen und sie dir hier nochmal vorstellen. Das Konzept ist toll, die Box ist toll. Soviel schon vornweg.

Etepetete steht umgangssprachlich, abwertend für verwöhnt, zimperlich, übertrieben fein. Fein sind die Gemüse im Geschmack auf jedenfall – und zwar nicht abwertent. In Form und Aussehen jedoch sind sie nicht etepetete. Sie taugen nicht mehr für die Normen im Supermarktregal, weswegen die Gemüse direkt auf den Feldern gelassen oder entsorgt würden. Schade, oder? Die Gemüseretter arbeiten mit regionalen Bauern zusammen und retten die Gemüse, die in keine Norm passen. Zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn, kleine Makel oder wunderliche Wuchsformen. Diese Gemüse kannst du als 5 kg Box abonieren und bekommst sie direkt an die Haustür geliefert.

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Ich fand die Box toll. Alle Sachen waren lecker und frisch. Wir konnten aus allem was zubereiten. In unserer Testkiste waren Zwiebeln, Kürbis, Tomaten, Spitzkohl, Porree, Karotten, Blumenkohl, Kartoffeln und gelbe Beete. Wenn du überlegst, eine Gemüsekiste zu abonnieren, dann schau dir auf jeden Fall die Gemüseretterbox Etepetete an und bewahre das ein oder andere Gemüse davor, weggeworfen zu werden.

Mehr Infos zum Konzept, der Idee dahinter und der Umsetzung findest du auf der schön anzusehenden Website.

 

Freitägliche Gemüseshow

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Es ist Freitag. Gegen 11 Uhr wird unsere Gemüsekiste geliefert. Ich bin dann immer schon ganz gespannt, was drin ist. Manchmal klingelt die Lieferfrau und wir wechseln ein paar Worte miteinander. Das Gemüse und Obst kann jetzt im Winter nicht lange vor der Tür stehen, sonst bekommen frostempfindliche Sorten Schäden.
Heute waren wieder unsere 8 kg Orangen drin, eine Mischung aus Blutorangen und welchen ohne Blut. Die sind immer noch lecker. Wenn ich die Kiste auspacke, überlege ich mir immer schon, was ich aus den Sachen alles machen könnte. Der Chinakohl zB könnte Kimchi werden oder gebraten zu Nudeln schmecken. Aubergine mag niemand ausser mit. Da mache ich mir was leckeres draus. Vielleicht was indisches. Oder etwas aus Attila Hilmanns Kochbüchern. Auch die Süßkartoffel werde ich in diese Richtung verbrauchen. Vielleicht zusammen mit dem Wirsing den Betacarotinstampf mit Rahmwirsing und Räuchertofu (aus Vegan for Youth – Affiliate Link)

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Übriggeblieben sind ein paar einsame Karotten, Raddiccio und zwei Selleriestauden. Aus letzteren mache ich einmal diese yogische Kartoffel-Selleriesuppe und einmal einen Adi Shakti Salat.

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Obst haben wir gerade wirklich viel und wirklich lecker. Am Mittwoch kam ein Tropenkost Paket. Gerade richtig, um mit sonnenreifen Früchten unsere Erkältung hinfort zu jagen. Die Passionsfrüchte sind hier so begehrt, die muss ich zuteilen. Pagoden (junge Kokosnüsse) genau so. Vorallem vorm Wolf muss man das Obst gut verstecken, wenn man selbst auch etwas davon haben möchte.

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Ich kam diese Woche echt gut durch unseren Speiseplan, trotz (oder gerade wegen?) der Ferien. ich hatte mit anfang der Woche ein paar Gedanken gemacht, was es alles geben könnte und wie ich die Gemüse verwerte. Ich habe keinen Wochenplan geschrieben, aber wirklich jeden Tag frisch gekocht und viel Rohkost serviert. An einem Abend war die Tochter mit ihrer Freundin in der Pizzeria. Wir haben spontan zu Hause Restaurant gespielt, weil der wolf auch Lust auf Restaurant hatte. Hat großen Spaß gemacht. Der Wolf hat eine Speisekarte geschrieben, aus Küchentüchern Servietten gefaltet und das Essen serviert.

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Es gab diese Woche bei uns:

  • Mangold-Flammkuchen (zwei mal sogar)
  • Spaghetti und Weisskraut, asiatisch inspiriert
  • Kartoffelbrei & Brokkoli und abends dann aus den Resten Brokkolisuppe & Croutons
  • Pizza
  • Milchreis
  • Kohlrabicremesuppe mit gerösteten Sonnenblumenkernen
  • Spaghetti mit Gemüse in Kokossosse
  • heute frisch aus den neuen Gemüsen ein Curry aus Kürbis, Kartoffel und Romanesco und Reis
  • ausserdem jeden Tag Frischkram in Form von Obst und Gemüse oder Salat

Gemüse und Gedanken zu einem Wochenplan

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Heute ist Freitag. Biokistentag. Wieder war sie gefüllt mit leckerstem Gemüse und Obst. Zusätzlich eine Kiste Orangen. Es ist jedesmal ein Freudenfest. Immer diese Überraschung, was eigentlich in der Kiste ist. Ausserdem die Fülle an neuen Möglichkeiten, Geschmäckern und  Düften. Farben gegen das Winterblaß.

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Letzte Woche waren uns einige Gemüse im Gemüsefach liegengeblieben. Die meisten davon konnte ich gut verarbeiten. Ich hatte mir gezielt Rezepte dafür ausgesucht und fast jeden Tage eine andere Art von Suppe gegessen. Ich. Die Familie nicht. Die mag keine Suppen. Da geht maximal Kartoffel- und Kürbissuppe.

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Das ist übriggeblieben von der vergangenen Woche. Und etwas Spinat (den gab es heut zum Risotto und im Smoothie). Neu gekauft im Laufe der Woche wurden der Brokkoli, eine Gurke, Äpfel und Champignons. Äpfel und Gurken fressen die Kinder gerade Kiloweise weg.

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Aus dem Wirsing, Teilen der Süßkartoffel & Pastinake, einem halben Fenchel, Karotten und Kartoffen habe ich die leckere Anti-Schnodder-Suppe von Ella gemacht. ich weiss gar nicht, wieso die hier keiner mag.

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Kraut und Karotten durften als Krautsalat nach Björn Moschinski (Vegan kochen*) im Fladenbrot verschwinden.

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Karotten, Pastinaken, Süßkartoffel wurden kleingeraspelt, mit Mehl, Kräutersalz und etwas Hafermilch vermischt und als Waffeln gebacken. Dazu gab es Natur(soja)joghurt oder Ketchup und Salat.

Nicht im Bild, aber sehr lecker: Der Fenchel durfte zusammen mit Orangen in einen Salat. Stangensellerie habe ich mit Kartoffeln zu einer Suppe gekocht (Bilder siehst du hier).

Einen Plan machen
Nun sind wir für die nächste Woche gut ausgerüstet. Daß einige Gemüse übrig geblieben sind, ist gar nicht schlimm, denn nächste Woche sind Ferien. Da brauchen wir genug Essen für die Bande. Die größere Herausforderung ist, alle satt (und zufrieden) zu bekommen ohne drei verschiedene Gerichte kochen zu müssen und trotzdem einigermaßen gesund zu kochen. Dazu habe ich für den Anfang die Kinder befragt, was sie denn grad gern mögen. Da kam eine ordentliche Liste zusammen, vorallem beim Wolf. Da hab ich mich vorallem über „Obstteller“ gefreut, den er in seiner Liste nannte.

Distel probiert ja gerade einen ewigen Speiseplan aus. Ich weiss nicht, ob das hier funktionieren würde. Ich komm ja nichtmal mit einem wöchentlichen Speiseplan klar. Aber so als grobe Richtlinie könnte ich mir das vorstellen. Ich werde also als nächstes die Lieblingsspeiselisten der Kinder auswerten und die bestmöglichsten Kombinationen aussuchen. Was nicht heisst, daß es künftig nur Pfannkuchen, Milchreis und Pizza geben wird.

Was essen deine Kinder am Liebsten? Und du? Welches ist bei euch gerade das geht-immer Rezept? Gemüsefresser oder Gemüsemuffel?