Auf dem Berg

Berghaus Freiburg

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Manchmal tut es gut, etwas Abstand von allem zu bekommen. Dem Alltag, dem Job, den sozialen Kontakten, von Zuhause. Nach einem Jahr Pause letztes Jahr, waren wir dieses Jahr nun schon zum fünften Mal auf dem Yoga-Pfingstcamp. Diesmal nicht in Au, sondern oben auf 1300 m Höhe am Schauninsland, im Berghaus Freiburg.

Vertrauen, Wertschätzung, Gemeinschaft. Dazu gute Gespräche, Natur, saftige blühende Wiesen, entspannte Kinder, klare Luft, schönes Wetter (wenn auch um viele Grad kälter als unten im Tal), Yoga, Musik, Spiritualität, eine Wanderung mit Pferden, aber auch zwei Ausflüge nach Freiburg, BoojaBooja Eis, Zweisamkeit mit dem Mann, lang nicht gesehene Freunde und gutes Essen. Ich war die ganze Zeit so angenehm im Hier und Jetzt, daß ich noch immer sehr erfüllt von diesen Tagen bin. Ich habe gemerkt, daß genau das für uns die optimalste Form von Familienurlaub ist. Wir sind mit Fragen gefahren und mit Antworten heimgekehrt.

Nun verbringe ich noch 3 Tage mit meiner lieben Freundin, bevor ich ab Montag wieder mit Alltag durchstarte.

Bienen

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Auf dem Gelände des Pfingstcamps stehen Bienenstöcke. An einem Tag nutzen die Bienen das sonnige Wetter, um auszuschwärmen und mit ihrer neuen Königin den Bienenstock und das alte Volk zu verlassen. Das war eine Aufregung. Ein riesiger Bienenschwarm, der sich an einem gelben Kanu, was im Grase lag, festsetze. Der gerufene Imker, dem die Bienen gehören, verbrachte mehrere Stunden, die neue Bienenkönigin zu suchen und den Schwarm in einen neuen Bienenstock zu befördern. Das war für alle sehr spannend. Vorallem die Tochter vebrachte daraufhin viel Zeit mit dem Imker und stellte Fragen, die er geduldig beantwortete. Wenn die Tochter mit Tieren zusammensein kann, dann ist sie ganz bei sich. Ganz konzentriert und in ihrer Mitte. Das war schon immer so.

(Den Pfosten mit dem Bienenschwarm auf dem 3. Bild hat sie furchtlos gehalten während der Imker sich um den Rest kümmerte. Im letzten Bild sind eine Drohne und diverse Wachstumsstadien zu sehen)

Vom Essen

Es würde wohl was fehlen, würde ich nicht wenigsten ein paar Zeilen über das Essen beim Camp schreiben. Ha. Viel besser noch: ich habe mir notiert, was es alles zu essen gab. Während der letzten beiden Wochen.

Angefangen bei unserer Abreise. Da hatten wir nämlich noch einen ziemlich voellen Kühlschrank inclusive leckerem Obst von Tropenkost. Aus den vielen Paprika, Auberginen, Karotten und Zucchinis habe ich Antipasti gemacht und in unseren Picknickkorb gepackt. Das gab es zu unserer Mittagspause als Picknick auf der Wiese. Neben der Autobahnkirche.

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In Freiburg haben wir uns selbst versorgt mit unseren mitgebrachtne Sachen zum Frühstück. Und einmal auch zum Abendessen. Im Backpacker Hostel kann man selbst kochen. Ich mag das gern. Als wir in Freiburg unterwegs waren, haben wir veganen Yufka im Euphrat gegessen und zweimal beim Asia-Restaurant Reis mit Kokos-Erdnuss-Sosse.

Die ersten Tage vorm Camp, die wir aber schon im Zelt verbrachten, haben wir noch unsere Reste aufgebraucht, hauptsächlich Obst. Ein bisschen Baguette und Artischocken habe ich dazugekauft. Dazu gab es frische Wildkräuter direkt von der Wiese im Garten. Einmal wurden wir zum Spargelrisotto eibgeladen.

Und dann begann das Camp

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Wir wurden von einem Bioladen versorgt. Das Essen hat eine Kochseva täglich dreimal zubereitet. Seva bedeutet selbstloses Dienen/Dienst an der Gemeinschaft. Unsere Küchenyogini hatte den Überblick und grob gesagt, was es gibt. Was die einzelnen Kochyogis dann draus gemacht haben, war deren Sache. So gab es ein recht vielfältiges Angebot mit vegetarischem Standard. Für die Milchproduktemeider gab es immer eine vegane Alternative, ausserdem auch eine weizenfreie Alternative. Ideal ist es, wenn man das vorher anmeldet, dann kann das besser koordiniert werden. Wenn nötig, gibts sogar glutenfrei.

  • Als Frühstück gab es jeden Morgen eine Milch-Getreidebrei, alternative Hirse oder Reis ohne Milch. Ausserdem frisches Obst, Kuh- und Reismilch, Honig, Agavendicksaft, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Flocken und Kräuter- und Yogitee.
  • Das Essen wurde auf einem großen Tisch angerichtet. Die großen Mahlzeiten wurden aus großen Töpfen serviert, Kleinkram wie Salat und Frühstück hat sich jeder selbst genommen.
  • Vor dem Essen haben wir alle gemeinsam das Essen gesegnet und SAT NAM gesungen.
  • Es wurde nichts weggeworfen. Reste vom Vortag wurden kreativ in den nächsten Tage verwertet. zB wurde übriggebliebene Polenta & Hirse zu Burgern weiterverarbeitet, Kartoffeln und Nudeln angebraten.
  • Die großen Töpfe, Kühlschrank, Kochgeschirr etc war eine Leihgabe der Kapriole und von einem Bauern mit einer Wirtschaft.
  • Auf dem ganzen Grundstück wuchsen jede Menge Wildkräuter, sodas ich mir immer wieder Giersch & Co direkt in den Mund stecken konnte
  • zu jeder Mahlzeit (ausser Frühstück) gab es frischen Salat mit sehr leckerem Dressing

Und das gab es alles:

  • Kuchen zum Ankommen, später Grünkernsuppe & Brot
  • Kohlrabigemüse, Bratkartoffeln
  • Spaghetti und Tomatensosse
  • Dhal und Reis
  • Suppe (Kartoffel/Lauch)
  • Apfel-Fenchel-Gemüse & Hirse
  • Polenta & Pilz-Rahm
  • Linsen mit Tofuwurst, Nudeln
  • Burger, Karotte-Kohlrabi-Gemüse
  • Blumenkohlcurry, Pellkartoffeln
  • Bratkartoffeln & -Nudeln mit Ei & Käse (und auch ohne), Karotte-Lauch-Gemüse
  • Nudeln & Tomatensosse
  • Brotzeit mit diversen Aufstrichen, Guacomole, Käse etc

Vom Camp sind am Ende noch Reste übrig geblieben, die wir mit nach Hause genommen haben. Bei uns sind jede Menge Äpfel, Lauch und Brokkoli gelandet. Davon gab es schon