Du bist schön!

Ich weiß gar nicht, ob ich je mit meinem Körper wirklich gehadert habe. Sicher, als Teenagerin habe ich mir eine Haut mit weniger Akne gewünscht und beim Schwimmen meine Schamlippen mit denen der anderen heranwachsenden Mädchen verglichen. Später hätte ich gern anders geformte und festere Brüste gehabt, immer mehr Körperhöhe und eine kleinere Nase. Ja, meine Nase war es, die mir als Teenagerin am meisten zu schaffen machte. Und meine großen Füße im Verhältnis zu meinem kleinen Körper. Aber so ganz generell habe ich schnell Frieden geschlossen mit dem, wie ich ausgestattet wurde. Am Schönsten fand ich mich immer während ich schwanger war. Ich war so stolz auf meinen Bauch, auf meine Rundungen überall. Die Schwangerschaften haben mir mehr Weiblichkeit verliehen. Ich mochte das sehr. Die Schwangerschaften habe aber alle auch ihre Spuren hinterlassen. Die Tochter ein Loch in der Schamlippe, der Wolf Dehnungsstreifen um den Bauchnabel herum, der Sterngucker letztendlich eine Kaiserschnittnarbe. Love Scars. Liebesnarben.

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Eine Schwangerschaft ist immer ein Einschnitt. Ins Leben, in unseren Körper. Das macht etwas mit dir. Die Fotografin Jade Bell hat ein wunderschönes Prjekt gestartet. Unter „The Bodies of Mothers“ hat sie Frauen fotografiert und ihre Geschichten gesammelt. Diese sind in einem Buch erschienen, was Ella im Dezember auf die Reise geschickt hat. Es ist ein wunderschönes, berührendes Projekt. Frauenkörper, so vielseitig und einzigartig und wunderschön, mit allen Narben, Dehnungsstreifen und Geschichten auf Haut. Dick und Dünn, Groß und Klein, Jung und Alt.

Ich wünsche mir, daß es noch mehr solcher Projekte gibt, die ein realistisches Körperbild zeichnen. Ich wünsche mir, daß diese Art von Fotos in den Zeitschriften gezeigt werden, mit oder ohne Bekleidung, ich wünsche mir, daß auch jungen Menschen so vermittelt wird, wie schön sie sind, egal wie ihr Körper gebaut ist. Denn Schönheit kommt von innen drin.

Das Buch nehme ich mit zu unserem nächsten Mütterkreis, um es den Frauen dort zu zeigen. Danach schicke ich es weiter auf die Reise.

The Bodies of Mothers, Jade Beall, 30,95 Euro (Affiliate Link)

 

Zum Hebammentag

Am 5. Mai ist internationaler Hebammentag. Daher zitiere ich an dieser Stelle einfach aus der  Email meiner Hebamme und lade dich herzlich ein, dich in deiner Stadt für die Hebammen stark zu machen:

Das „Risiko“ auf die Welt zu kommen, kann nicht allein von den Hebammen getragen werden, sondern nur von der ganzen Gesellschaft!

„Leider gibt es von Seiten der Politik noch keine Signale, den von den Hebammenverbänden geforderten Haftungsfond und die Einführung einer Haftungsobergrenze als Lösung de Haftpflichtproblematik in Erwägung zu ziehen. Deswegen ist der 5. Mai so wichtig wie noch nie, um dieses lautstark zu fordern.

Das Motto ist: Wie sähe Deutschland ohne Hebammen aus?

Wir rufen alle Hebammen, Eltern und UnterstützerInnen auf, sich zwischen 16-18 Uhr am Karlsplatz zu versammeln. Politiker aus allen Parteien und die Präsidentin des Bayerischen Landesfrauenrates sind eingeladen, um kurze Reden zu halten. Auch mit den Elterninitiativen sind wir in Kontakt und sie gestalten diesen Tag mit uns. Die Presse ist natürlich informiert und wird uns wie in den letzten Wochen gut unterstützen.“

Parallel zu den Aktionen in den Ländern wird der DHV in Zusammenarbeit mit Grassroots Organizing zum 5. Mai eine Internetplattform starten. Bei dieser Plattform handelt es sich um eine sehr gezielte und gut organisierte Mitmachaktion für Eltern. Für weitere Informationen schau auf die Website des DHV und gib diese Info auch an andere Eltern weiter.

Komm in Rot oder Orange gekleidet mit Bannern, Plakaten und Lärmmachern am 5. Mai um 16 Uhr zum Karlsplatz nach München

Kundgebung in München
Aktionen am 5. Mai 2014

Geburtsmala

Auch nach der Schwangerschaft stolpere ich immer wieder über schöne Ideen, wie Frauen ihre Schwangerschaft feiern, sich Mut für die bevorstehende Geburt machen oder einfach den „Zustand“ irgendwie würdigen. Diesmal möchte ich euch die Wilde Wölfin und ihre Geburtsmala vorstellen. Das ist doch eine grandiose Idee.

Sie hat sich von lieben Menschen je eine Perle schenken lassen und zu einer individuellen, bezaubernd schönen Kette (Mala) aufgefädelt. Eine Mala ist eine Gebetskette. Diese Kette wird sie nun zur Geburt begleiten.

Eine meiner größten Ängste ist es, alleine zu sein… (im Sinne von verlassen).. aber diese Kette zeigt mir, dass ich es nicht bin!

Hier findest du noch weitere Ideen: