Wochenende :: Ganz schön viel Wellness

16-02-14_iPhone 6s_09-41-16

16-02-12_iPhone 6s_19-33-38-2

16-02-12_iPhone 6s_18-21-11

16-02-14_iPhone 6s_09-43-19-2

16-02-13_iPhone 6s_15-34-49

16-02-13_iPhone 6s_08-14-15

16-02-13_iPhone 6s_08-58-32

Dieses Wochenende war für uns ein sehr ungewöhnliches und das erste seiner Art. Wir waren von Freitag bis Sonntag allein ohne Kinder. Die Tochter weilte bei einer Freundin, die Jungs bei den Eltern des Mannes. Und wir hatten uns in ein Wellness-Hotel in Niederbayern eingebucht. Dort verbrachten wir die Zeit abwechsend am oder im Pool und in Sauna & Dampfbad. Wir hatten ausreichend Zeit zu lesen, nichts zu tun und zu entspannen. Aber auch Zeit für Gespräche und Arbeit war eingeplant. Der Mann und ich haben neben unseren Jobs noch ein gemeinsames Unternehmen. Da gibt es Dinge zu organisieren und Ziele zu besprechen. Dafür haben wir uns am Wochenende ausreichend Zeit genommen. Eine Jahresklausur-Tagung sozusagen. Am Samstag gab es für jeden von uns noch eine Massage mit Zimt-Öl. Dieses Wochenende fiel nur zufällig auf den Valentinstag, weil kein anderer im Kalender mehr frei war. Das nächste Mal wählen wir einen anderen, denn auf die Idee eines gemeinsamen Wochenendes sind offensichtlich viele andere Paare auch gekommen. Das Hotel war gut voll. Am Sonntag sammelten wir alle Kinder wieder ein und starten nun gut gestärkt in den Alltag. Wer weiss, wann wir mal wieder die Möglichkeit für diese Art von Zweisamkeit haben.

Zurück zur Mitte :: Mentale und emotionale Selbstfürsorge

IMG_6426

IMG_6420

IMG_6417

IMG_6456

IMG_6460

In den letzten Tagen lief ich unrund. Und mit mir die Familie. Natürlich. Ich konnte die Nachmittag mit den Kindern kaum ertragen. Streit, Chaos, Lautstärke. Ich fühlte mich gelähmt und ausserstande irgendetwas dagegen zu tun. Am Dienstag hatte ich einen sehr vollen Tag. Vormittags eine sehr intensive Stunde beim Coaching, nachmittags ein Elterngespräch im Kindergarten, auch sehr intensiv. Und Abends ein pädagogisches Forum mit sehr interessanten Gesprächen. Dieser Tag hat so viel emotionalen und mentalen Input auf so vielen Ebenen gegeben. Wow. Ich bin sehr dankbar, von so aufmerksamen, wertschätzenden und tollen Menschen umgeben zu sein. Die Gespräche klingen noch sehr in mir nach. Es ist verrückt zu sehen, wie jede einzelne Begegnung, jedes Gespräch, jedes Thema irgendwas in mir anklingt und noch nachwirkt. Auch mein Hormonhaushalt hat sich wieder reguliert. Ich war beim Friseur, habe mir frische Blumen gekauft und neu dekoriert. Morgens freue ich mich über die schönen Sonnenaufgänge, den Bergblick und die tollen Himmelsmalerein, wenn ich den Sterngucker zum Bus bringe.

Ich bin in meine Mitte zurückgekehrt, wieder stark und im Gleichgewicht. Welch ein schönes Gefühl!

Selbstfürsorge

image

Als ich mein Wochenende im Kloster Mariensee verbrachte, hatte ich mir für die Bahnfahrt und die Abende ein Buch* mitgenommen, was schon eine ganze Weile in meinem Regal steht. Eine liebe Blogleserin hatte es mir mal von meiner Wunschliste* geschickt. Das Buch ist in mehrere Teile aufgeteilt. Der erste Teil trägt die Überschrift „Heal yourself, heal your family“ – oh, wie passend zu meinem Wort des Jahres (heal). Das erste Kapitel heisst „The transformative Power of Self-Care“ – die transformierende Kraft der Selbstfürsorge. Das klingt ziemlich kraftvoll, nicht?

Eigentlich glaube ich, daß ich mich gut um mich selbst kümmere, mir Auszeiten nehme und schaue, daß es mir auf allen Ebenen gut geht. Das gelingt nicht immer gleich gut, aber ich habe ein Auge drauf. Dennoch war der Text im Buch sehr inspirierend und erhellend. Einige Aspekte habe ich noch nicht unter Selbstfürsorge eingeordnet, die brauchen ein besonderes Augenmerkt (sich nicht vergleichen mit anderen! zum Beispiel)

Die verschiedenen Bereiche der Selbstfürsorge
Selbstfürsorge umfasst mehrere Ebenen: physisch, emotional, mental und spirituell. In welcher Form du dich um all diese Bereiche kümmern kannst, liegt auch am Alter deiner Kinder. Das Buch beinhaltet eine Liste mit Vorschlägen, was alles Selbstfürsorge (Self-Care) sein kann:

Physisch

  • den Körper nähren: ausreichend trinken, Nahrung zu dir nehmen, die dich wohlfühlig macht und dir Energie gibt
  • ausreichend schlafen, kleine Zwischenschläfchen, Zeit zur Erholung einbauen
  • Sport zum Ausgleich und Stressmanagement
  • Zeit, deinen Körper zu pflegen und wertzuschätzen: ein Bad nehmen oder Duschen, Fußmassage etc

Emotional

  • Herz-zu-Herz Gespräche mit nahestehenden Menschen
  • freundliche und liebevoll mit dir selbst umgehen: versuche, eine Woche lang keine Kritik an dir selbst zu üben
  • Unterstützung durch Dritte (TherapeutIn, Coach, SozialarbeiterIn…)
  • ein Tagebuch führen und dort deine Gefühle und Gedanken niederschreiben
  • ein schönes Date mit dir selbst oder deinem/r PartnerIn, monatlicher FreundInnenabend

Spirituell

  • Zeit mit dir selbst um zu denken oder schreiben
  • Spaziergänge in der Natur
  • Meditatiere, bete oder reflektiere, worüber du dankbar bist
  • Kreativität: singen, tanzen, zeichnen, malen
  • Ehrenamt für etwas, was dir am Herzen liegt

Mental

  • lies ein gutes Buch oder schau dir einen intellektuell stimulierenden Film an
  • übe dich in einem neuen Hobby oder lerne etwas von einem Profi, fordere dich heraus
  • nimm an einem Workshop oder Kurs mit einem Thema, was dich interessiert, teil
  • fordere dich selbst heraus, etwas neues zu lernen – komm raus aus deiner Komfortzone

Wenn du dich auf eine dieser Ebenen konzentrieren müsstest, welche spricht dich gerade am ehesten an?

Warum Selbstfürsorge so wichtig ist
Aber warum ist es so wichtig, sich um sich selbst zu kümmern? Da fällt mir das schöne Bild der Sauerstoffmasken im Flugzeug ein. Am Anfang jeden Fluges erklärt die Flugbegleitung, wie du die Sauerstoffmasken anlegst. Wenn du ein Kind dabei hast, wem legst du zuerst die Maske an? Dir oder dem Kind? Dir! Denn dann kannst du auch deinem Kind helfen, weil du selbst mit Sauerstoff versorgt bist. Und so ist es auch mit der Selbstfürsorge. Wenn wir uns selbst um uns kümmern, haben wir auch die Kraft, für andere da zu sein. Dann kommen wir zurück in unsere Mitte, kleine Dinge bringen uns nicht mehr so schnell aus dem Gleichgewicht und unsere Erwartungen verändern sich. Wir werden aufmerksamer und einfühlsamer, mit uns und unserer Familie.

Am Ende des Kapitels befindet sich jeweils eine praktische Übung  und ein „Auf die Schulter klopfen“ für etwas, was schon funktioniert. Das möchte ich dir beides mit auf den Weg geben. Vielleicht hast du ja Lust, ein wenig über Selbstfürsorge nachzudenken und zu reflektieren, was schon gut klappt und wo du noch mehr brauchst und wünschst.

Schulterklopfen
Was tust du gerade oder in den letzten Monaten, um für dich selbst zu sorgen?

Praktische Übung
20 Minuten nur für dich zum Reflektieren:

  • Zu welche Ebene der Selbstfürsorge fühlst du dich gerade am meisten hingezogen, wo liegt dein Fokus?
  • Welche konkreten Schritte möchtest du diesen/nächsten (weil wir schon am Monatsende sind) Monat in dieser Ebene unternehmen und zur Priorität machen?
  • Was ist deine Motivation zur Selbstfürsorge? Nenne drei Gründe, warum es dir wichtig ist, dich um dich selbst zu kümmern.

Wenn du jemanden hast, mit dem du über deine Antworten sprechen kannst, dann ist es gut, gemeinsam die Punkte durchzugehen und sich darüber auszutauschen. Nach einer Weile könnt ihr euch nochmal zusammensetzen und schauen, wie es mit der Umsetzung klappt und wie es dir damit ergeht. Was fällt dir besonders schwer? (Loslassen? Zeit freischaufeln? Es dir selbst wert sein?) Was gefällt dir besonders gut?

Ich werde mich auch hinsetzen, das Kapitel nochmal anschauen und die Fragen beantworten.

Nurturing the Soul of your Family. 10 Ways to Reconnect and Find Peace in Everyday Life. Renée Peterson Trudeau*

*Affiliate-Links