September :: Zurück zum Alltag

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Nun ist der Sommer schon am Gehen. Ich geniesse diese letzten Sonnenstrahlen sehr. Jetzt bin ich in meiner Lieblingsjahreszeit. Altweibersommer, Spätsommer, Frühherbst. Welch Reichtum an Farben, welch Fülle, welch goldenes Licht. Nicht nur der Sommer, sondern damit auch die Ferien, neigen sich zu Ende. Übernächste Woche startet das neue Schuljahr. Für den Wolf das zweite Schuljahr, für die Tochter schon das neunte. Da wird sie ihre große Montessoriarbeit präsentieren und ihre Quali-Prüfungen ablegen. Sie zählt nun als Oberstufen-Schülerin. Sehr aufregend das. Die letzte Ferienwoche versuchen wir noch so gut wie möglich zu geniessen. Ich finde das gerade nicht einfach, da ich schon wieder arbeiten muss und die Kinder aber daheim sind und sich gegenseitig kloppen. Und ja, die Jungs hier leben nicht in friedlicher Eintracht miteinander, sondern triezen und ärgern sich, wann sie nur können. Es gibt schon auch ruhige Momente, aber gefühlt 70% des Tages ist Mord und Todschlag. Da noch Nerven, Ruhe und Zeit zum Arbeiten zu finden ist eine tägliche Herausforderung. Der Sterngucker wurde heut abgeholt für ein paar Tage bei Opa & Oma, mit dem Wolf und der Tochter mache ich nochmal einen kleinen Ausflug. In der restlichen zeit versuche ich mich so gut es geht zu organisieren und zu schaffen, was zu schaffen ist. Gerade merke ich, daß ich zwischen all den Kundenaufträgen für meine eigenen Projekte keine Kapazität habe. Das frustriert mich ein wenig. Da muss ich loslassen und annehmen lernen. Denn es ist ja auch schön, daß ich gerade so viele spannende Kundenaufträge habe.

Zurück zum Alltag

Insgesamt merke ich, wie ich wieder bereit für Alltag bin. Für Struktur und geregelte Abläufe. In mir klingen noch die Sommerbilder. Ich bin einerseits voller Sehnsucht und Wehmut nach dem was war, andererseits voller Vorfreude auf das, was kommt. Ein merkwürdiger Zustand, der immer ein bisschen so zum September passt.

Im September werde ich

wieder ins Fitness-Studio gehen und mich um meinen Rücken kümmern
zum Friseur gehen
einen Ausflug mit den Kindern machen
den Mann aus dem Urlaub abholen
mir eine Massage gönnen
Elternabende besuchen
Abiklassentreffen haben
meinen Mütterkreis und andere Freundinnen nach der Sommerpause wiedertreffen
oft genug Strohwitwe sein

Challenges & Ideen im September

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Ich bin die Königin meines Lebens :: Frauencamp Heiderosen

jurte Frauencamp Heiderosen

weissdorn Frauencamp Heiderosen

Schon lange habe ich mich auf das Frauencamp Heiderosen in Mecklenburg-Vorpommern gefreut. Auf Draussensein, Natur und inspirierende Gedanken. 12 Frauen, 3 Leitwölfinnen, 5 Tage. Bei Vollmond, bestem Wetter und tollen Menschen verbrachte ich die Zeit im Camp. Mal fröhlich, mal traurig, nachdenklich und ausgelassen. Es war wirklich alles dabei.

Anfangs hatte ich noch etwas Heimweh. Nach den Kindern, die ich bei meinen Eltern zurückgelassen hatte. Sie waren bestens aufgehoben, dennoch war es wohl in den letzten Wochen viel Unruhe, viel Reiserei, was in mir nachklang. Ich war unausgeglichen, konnte keine Verbindung herstellen und mich schlecht auf das Camp einlassen. Doch dann lösten sich meine Widerstände auf. Mein Blut floss (kurz nach Vollmond), ich fand in meine Mitte zurück. Plötzlich konnte ich Redestabrunden geniessen (ohne innerlich mit den Augen zu rollen), konnte mich dem freien Tanz öffnen (ohne innerlich bockig zu trotzen) und da war sie – die Verbindung.

Trotz aller inneren Widerstände – die gehörten wohl zum Weg dazu – konnte ich das Camp sehr geniessen. Die Frauen waren untereinander so achtsam und fürsorglich. Allein, wie wir täglich gemeinsam das Essen bereiteten, das Klo hübsch machten und für Wärme sorgten. Es wurde viel umarmt, massiert, geredet, gelacht und geweint. Wir haben ausgelassen gespielt, tiefsinnig reflektiert, wild getanzt oder still gesessen und beobachtet, wie die Sonne aufgeht.

journal_schlafplatz Frauencamp Heiderosen

Ich habe kein Tagebuch geführt, aber jeden Tag 6 Wörter aufgeschrieben, die den Tag erinnern. Die Inspiration dazu habe ich von hier. Im Bild ist mein Schlafplatz zu sehen. Den hätte ich am liebsten 1:1 mit nach Hause genommen. So ein herrliches Bett, unter freiem Himmel, im Schutz des Sonnenschirms, umgeben von der unglaublichen Fülle des Gartens.

feuer Frauencamp Heiderosen

buffet Frauencamp Heiderosen

rohkost Frauencamp Heiderosen

mitte Frauencamp Heiderosen

ebereschenbeeren Frauencamp Heiderosen

ostsee Frauencamp Heiderosen

morgenstimmung Frauencamp Heiderosen

sitzplatz Frauencamp Heiderosen

Reichtum und Dankbarkeit

Ich bin im Meer geschwommen, habe draussen geschlafen, eine Sternschnuppe gesehen, den Sonnenaufgang beobachtet, Kreistänze getanzt, mit anderen Frauen gemeinsam getrommelt. Ich war spazieren, habe Zwiegespräche geführt, mich selbst im Spiegel betrachtet, mir einen Brief geschrieben, wurde massiert und habe massiert und mich selbst zur Königin meines Lebens gekrönt. Das Camp war so reich. Reich an Erfahrungen, Erkenntnissen, Begegnungen, Schönheit. Reich an Liedern und Tönen, an Seelennahrung, an Gutem und an Dankbarkeit. Worte reichen hier nicht aus, um all das zu beschreiben, was ich in den letzten Tagen gesehen, gefühlt und erlebt habe. Ich habe ganz viel Zauber, Ja! und Stärke für mich mitgenommen.

Durch den ganzen Prozess wurden wir liebevoll angeleitet und begleitet von 3 Frauen, eine davon meine liebe Jana. Am Ende fuhr ich etwas wehmütig (Ostsee! Ich wusste nicht, wie sehr sie mir ein Zuhause ist), aber sehr erfüllt zurück zu meinen Kindern. Mit dem Bewusstsein im Herzen, daß alles sein darf, zu jederzeit, auch gleichzeitig. Traurigkeit, Glück, Zweifel und Gewissheit, Hoffnung, Sehnsucht, Lebensfreude… alles gehört zusammen, alles gehört zu diesem wilden Lebenstanz.

trommel Frauencamp Heiderosen

In Fluss kommen

Wolf mit Zoepfen

Der Wolf trägt Zöpfe wie Pipi Langstrumpf

Schreibmaschinenbaby

Der Sterngucker besucht den großen Bruder im Zimmer und hat Spaß am Morgen

So langsam kommen wir hier im Ferienmodus an. Die ersten zwei Wochen waren sehr schwierig. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, daß ich die Ferien nicht so geniessen konnte, nicht geduldig genug mit den Kindern bin, meine Arbeit nicht schaffe etc. Ich hatte Arbeit und innerlich Druck, sie gut und pünktlich abzuliefern. Aber jetzt ist es schön. Das Wetter, keine Termine. Ich konnte meine wichtigsten und dringendsten Kundenprojekte beenden und hab nun den Kopf wieder frei. Die Tochter ist wieder daheim, hat eine Freundin zu Besuch. Auch der Wolf und der Sterngucker sind wieder etwas entspannter. Der Sterngucker kommt wieder in einen stabileren Schlafrhythmus hinein (was mir mein Schlafdefizit ausgleicht) und ist weniger anhänglich wie noch vor einer Woche. Das neue Lauf-Feature hat wohl etwas Anpassungszeit auf anderen Ebenen gebraucht. Für den Wolf sind wieder Kinder zum Spielen da. Das Wetter ist schön, das Haus ist voll. Wechselnd. Immer andere Kinder. Die Nachbarskinder kommen, um mit meinen Kindern zu spielen, sich den Sterngucker zum Spazieren und Betütteln auszuleihen. Es gibt Übernachtungen, gemeinsames Spiel und Essen. Offene Tür. Wie früher in meiner Kindheit. Da trafen sich auch alle bei uns und es waren immer Kinder im Hof. Ich mag das. Ich kann das grad geniessen. Gestern war ich mit der Tochter und 3 ihrer Freundinnen beim Shopping (dh ich hab sie hingefahren, bin meiner Wege gegangen und wir haben uns wieder getroffen). Die Kleintiere wurden derweil von der Nachbarin gehütet, da unser Auto zu klein für so viele Menschen ist. Alles in allem fliesst es grad wieder. Ich hoffe, das bleibt noch ein bisschen so. Ich kann die Energie grad gut an anderen Stellen brauchen.