Kleiner Gruß aus dem Umzugschaos

Nun sind wir also umgezogen. Im neuen Haus. Mit lieben Helfern, Schweiss und Muskelkraft. Es ist noch chaotisch, aber wir haben Wasser und Licht und ein Dach überm Kopf. Der Rest fügt sich. Die Kinder, vor allem der Wolf, sind etwas neben der Spur. Denkt man gar nicht, wie sehr selbst so ein kleiner Umzug innerhalb des Ortes doch aus dem Gleichgewicht bringen kann.
Noch haben wir keine Küche und improvisieren uns so durch den Tag. Um diesen Blogbeitrag zu schreiben und ein wenig zu arbeiten, nutze ich das Mittagsschläfchen des Sternguckers und das Internet im alten Haus, denn noch sind wir offline und Telefonlos.

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Die Umzugshelfer bei Laune halten und eine kleine provisorische Küche.

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Abendsonne aus dem Tochterzimmer scheint in den Flur.

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Brot und Salz von der Nachbarin als Einzugsgruss. Stand am Morgen nach der ersten Nacht vor der Tür. So lieb!

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Überall noch Kartonchaos und viel zu Putzen.

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Morgenlicht im Schlafzimmer von meinem Bett aus.

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Während die Küche aufgebaut wird, kann ich langsam mein Büro einrichten. Man glaubt gar nicht, wieviele Umzugskartons in so ein Regal passen. So rein Volumenmässig.

Unsere Küche

Mama denkt macht sich Gedanken über Küchen. Sie stellt ihre Küche vor und fragt, was eine Küche können soll. Weil das Küchenthema bei uns grad sehr aktuell ist, schliesse ich mich an und lade dich in unsere Küche ein.

Wir haben unsere derzeitige Küche von unseren Vormietern abgekauft. Eine komplette Einbauküche mit Kühlschrank/Gefrierschrank, Spüle, Geschirrspüler, Herd mit Ceranfeld und Backofen, Hängeschränke mit Beleuchtung drunter und Schubladen, die langsam und leise schliessen. Für diese Küche zahlten wir 6500 Euro Ablöse. Es ist nicht meine Traumküche, aber sie tut, was eine Küche tun sollte: wir können darin Nahrung zubereiten und lagern, sowie unser Geschirr und Vorräte aufbewahren. Sie passt ins Haus. Fertig.

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Mein Lieblingsfach ist das Teeregal.

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Nun ziehen wir bald um. Wir haben bei der Planung des neuen Hauses die alte Küche mit berücksichtigt, weil wir keine neue Küche kaufen wollen. Dazu müssen wir die Schränke etwas anders anordnen, damit sie ins neue Haus passt. Ich habe mir einige Schnipsel im Maßstab gebastelt und so lange umhergeschoben, bis es soweit passte. Nun müssen wir uns eine neue Arbeitsplatte anfertigen lassen und ein bisschen umdenken, denn die neue Küche wird eine Wand weniger haben, dh zum Wohnzimmer hin offen sein.

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Das ist gar nicht so einfach. Das erste Angebort für eine neue Arbeitsplatte hat uns fast umgehaun. Nun suchen wir nach Alternativen. Ich bin gespannt, wie wir das am Ende lösen werden.

Meine liebste Küche war die einfache Küche, die wir in unserer Wohnung in Merzhausen/Freiburg hatten. Als Kochstelle eine doppelte Elektroplatte & einen Reiskocher. Der Rest einfach und schlicht. Am liebsten hätte ich es gern wieder so. Aber nun haben wir schonmal die Küche und machen sie uns auch schön.

In der Küche selbst haben wir auch ein bisschen Geräteschnickischnacki, den ich aber vollkommen ok finde. Die Jura des Mannes für den Familienfrieden, den Vitamix für tägliche Smoothies. Einzig die Brotschneidemaschine finde ich überflüssig. Aber solange sie noch funktioniert, darf sie bleiben.

Wie geht’s dir mit deiner Küche? Magst du sie? Was würdest du verändern?

Wie es uns jetzt geht

Nun ist ja schon wieder eine Weile vergangen, seit ich mal überschlagen habe, wie es uns so geht in der neuen Heimat. Mittlerweile hat sich vieles geregelt und gefügt. Wir kommen langsam zur Ruhe und gut an. In der neuen Heimat und als Familie. Das fühlt sich gut an.

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Uns (vorallem mir) geht es jetzt schon viel besser als noch vor ein paar Wochen. Vorallem habe ich mich hormonell stabilisiert. Das macht so viel aus. Ich bin jetzt in der Mitte der Schwangerschaft, ja allgemein hin bekannt als die Zeit, in der es einem am besten geht. Ich habe ein wenig mit meinem niedrigen Blutdruck zu kämpfen, die Gebärmutter scheint zu wachsen, ich habe Kontraktionen und muss schaun, daß ich etwas langsamer mache hier. Aber das wollte ich gar nicht schreiben.

Das Haus
Es ist gemütlich. Hier und da fehlen noch ein paar Dinge. Aber so im Großen und Ganzen hat alles seinen Platz. Wir haben schöne Lampen für die Couchecke, die Kinderzimmer (Tochter, Sohn) sind soweit fertig. Wir haben uns ein Bett und das fehlende Lattenrost & Matratze bestellt. Da warten wir noch auf die Lieferung. Als nächstes soll ein Bücherregal für’s Wohnzimmer her. Das fehlt noch.  Nach und nach wird auch mal eine Kiste immer Keller wieder leer. Die Familienpinwand füllt sich mit Fotos und Ideen.
Das Haus selbst hat ein paar Macken, die wir kennenlernen dürfen. Neulich hat es bei Sturm und Regen von der Decke getropft. Ventile der Heizung mussten ausgetauscht werden. So Kleinigkeiten halt. Auch mit der Fußbodenheizung lernen wir umzugehen.

Die Familie
Das Familienleben, wage ich mal zu behaupten, klappt wieder recht gut. Nach anfänglichen Distanzierungen, sind wir nun ein gutes Team. Im Alltag klappt das Aufgaben-teilen und Verantwortung tragen ganz gut. Klar haben wir auch mal den ein oder anderen Minikonflikt. Aber nix, wrüber wir danach nicht lachen können. Abends bringen wir die Kinder gemeinsam ins Bett. Ich putz dem Wolf die Zähne, der Mann liest zwei Bücher mit ihm, ich leg mich dann dazu bis er einschläft (meistens dauert das 5-10 min). Insgesamt hat jeder hier jetzt seinen Platz gefunden. Es gibt keinen Kampf oder Unklarheiten mehr um die Rollen innerhalb der Familie. Wir leben alle hier und keiner ist mehr beim anderen zu Besuch (und verhält sich entsprechend). Mann und Bonustochter leben einträchtig in Frieden miteinander. Es war eine gute Entscheidung.
Die Tochter hat eine gute Freundin hier gefunden, mit der sie eigentlich fast die ganze freie zeit verbringt. Die beiden sind entweder bei uns oder bei den anderen. Ich bin froh, daß sie auch in der anderen Familie willkommen ist. Neulich hat sie über die Weihnachtstage auf deren Katze aufgepasst. Als Dankeschön waren die 3 (Freundin, Mama und Tochter) zusammen Flammkuchen essen. Ich habe vor, im Januar mit den Mädels mal ins Schwimmbad zu fahren. Ab Januar geht die Tochter auch zum Reiten. Mein Bruder war so lieb, ihr die Reitstunden zu schenken. Danke!
Auch der Sohn hat einen Freund gefunden. Der gleichaltrige Nachbarsjunge geht in seine Kindergartengruppe. Auch nachmittags spielen die Jungs zusammen draussen oder abwechselnd bei uns oder bei den anderen. Es ist schon eine feine Sache, wenn man die Kinder einfach rauslassen kann, ohne ständig schaun zu müssen, wo sie sind und was sie tun. Das macht vorallem unsere Wochenende sehr entspannt.

Die Mobilität
Daran hat sich noch nichts geändert. Nach wie vor bringe ich den Mann morgens zur Bahn und dann den Wolf zum Kindergarten. Die Tochter fährt mit dem Bus zur Schule. Jedoch können wir uns mittlerweile mit dem Nachbarn zusammentun udn einige Strecken teilen. mal bringen wir den Nachbarssohn mit, mal der Nachbar unseren Wolf. Somit kann der Mann auch mal das Auto nehmen. Oder wir treffen uns zu gemeinsamen Ausflügen nach München bei seiner Arbeit. Es verlangt noch viel Planung, aber wir haben uns damit arrangiert. mal sehen, wie es wird, wenn das Baby da ist.

Die Umgebung
Es stinkt nicht mehr ganz so viel nach Jauche. Dafür wurden wir in den letzten Wochen mit wunderschönen Himmelszauberein verwöhnt. Eine kleine Belohnung für die täglichen Fahrten zum Bahnhof ist die tolle Landschaft. Je nachdem, wo wir langfahren und wie das Wetter ist, haben wir einen ausgezeichneten Blick auf die Alpen. Jetzt mit Schnee bedeckten Gipfeln. Mal sonnenbeschienen, mal mit Nebelschwaden. Wirklich sehr schön. Ich erkunde mir nach und nach kleine Spazierwege durch den Ort. Wir haben auch schon mal einen kleinen Ausflug mit dem Auto gemacht, um die Umgebung kennenzulernen.
Über die Weihnachtszeit war im Ort ein Adventskalender zu entdecken. 24 Familien hatten in einem Fenster ihres Hauses eine kleine Szene dekoriert. Mal waren das Schneewitchen und die 7 Zwerge aus Barbiepuppen oder mal eine kleinen Puppenbäckerei. Ein anderes Fenster zeigte eine Winterlandschaft mit Rehen usw. Das finde ich eine total nette Idee. Leider habe ich gar nicht rausgefunden, wo es eine Liste mit den Häusern und Fensterchen gibt. Hm. Aber so haben wir auf unseren Spaziergängen immer was zu entdecken.

Ökologischer Fußabdruck
Ich finde langsam meinen Frieden. Familienglobal betrachtet fallen die täglichen Autofahrten weniger ins Gewicht als unsere vorherige Wohnsituation mit den Pendelfahrten von Freiburg-Scheyern und zusätzlich den täglichen Arbeitsfahrten des Mannes Scheyern-München. Insofern also doch eine Verbesserung.
Durch das tolle Gemüseabo sparen wir Verpackungsmüll und Einkaufsfahrten.Verglichen mit den Nachbarn (kinderlos) dauert es länger bis unsere Mülltonne gefüllt ist und wir haben auch weniger Gelbe Säcke.
Ausbaufähig ist noch unser Stromverbrauchsverhalten im gesamten Haus. Da vergisst schon mal der ein oder andere abends den Weihnachtsbaum auszuschalten oder einen Lichtschalter zu betätigen. Aber da achte ich mit Argusaugen drauf und schimpfe die Familie ;-) Ab morgen wollen wir auch die Zählerstände regelmässig checken und schaun, wie sich unser Stromverbrauch entwickelt. Da bin ich nämlich pingelig.

Fazit
Wie schon vermutet, brauchten wir einfach ein bisschen Geduld. Als ich von Freiburg zurück kam, habe ich mich auf „zu Hause“ gefreut. Das war ein gutes Zeichen. Und so fühlt es sich auch an. Zu Hause. Familie. Wir haben hier sogar schon Besuch gehabt.