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Fünf vor Zwölf – Nachhaltigkeitsideen

Hier gibt es die ersten Frostnächte. Morgens sind die verbliebenen Pflanzen im Garten mit weissen Kristallen überzogen. Eine ganz eigene Art der Schönheit, das Welken, Sterben und Zurückziehen. Zurückziehen und reflektieren ist für mich die Herbst- und Winterenergie. Ich beäuge gerade etwas unser Konsumverhalten, aber auch mein Mindset zum Thema Reichtum. Mamadenkt setzt sich immer wieder mit den Themen Nachhaltigkeit, Minimalismus, Umwelt und Familie auseinander. Jetzt ruft sie auf, Ideen und Links zu teilen, um sich gegenseitig zu inspirieren und den Rücken zu stärken. Sie sammelt jetzt immer am 7. eines Monats nachhaltige Inspirationen.

Ich beteilige mich heute mit einer kleinen Empfehlungssammlung aus meinem Wahrnehmungskreis im Internet.

Räubersachen

Ein richtig cooles Konzept haben Räubersachen: Klamotten für kleine Kinder mieten statt kaufen, reparieren statt wegwerfen. Es macht mir richtg Freude, den Instagram-Account von Räubersachen zu verfolgen. So viele tolle, liebevoll reparierte Kindersachen. Gerade kleine Kinder wachsen so schnell, dass sie oft nach einem Monat schon aus einer Größe rausgewachsen sind. Wenn keine Geschwister oder andere Kinder im Freundeskreis sind, dann wandern sie Sachen in den Keller oder auf den Flohmarkt.

Kulmine

Kulmine steht für hochwertige und umweltfreundliche Monatshygiene. Slipeinlagen, Stofftaschentücher, Stilleinlagen. Ein wunderbar schmeichelweiches Gefühl auf der Haut, waschbar, ohne chemische Zusatzstoffe. Ich nutze schon seit Jahren die Slipeinlagen von Kulmine. Ich habe Kulmine in der Vergangenheit schon einmal vorgestellt.

Windelmanufaktur

Für Familien, die nachhaltig, naturverbunden und umweltschoned leben wollen, stehen meist auch Stoffwindeln auf dem Zettel. Stephanie hat mit ihrer Windelmanufaktur ein schönes und gut durchdachtes Stoffwindelsystem erdacht. Ich habe den Sterngucker selbst in Windelmanufaktur Windeln gewickelt. Damals steckte das Unternehmen noch in den Kinderschuhen, jetzt hat sich das Sortiment erheblich erweitert.

Holzhütteneinblicke

Sehr gern lese ich aus dem Alltag und die Gedanken von Subs, die auf ihrem Blog Holzhütteneinblicke Einblick in ihr Leben mit zwei Kindern im Holzhaus gibt. Subs bewirtschaftet einen kleinen Acker, schreibt über ihre Gärtnerein, Selbstversorgung und Nachhaltigkeitsgedanken.

Naturmama

Auch sehr gern lese ich immer wieder bei Naturmama. Sie hat einen vielseitigen Blog rund um wolliges und natürliches, philosophisches und nachhaltiges. Sie hat eine unglaubliche Energie, immer wieder neue Ideen und tolle Zusammenarbeiten.

Edit: Das nächste mal lese ich richtig, bevor ich losschreibe ;-) Dann halte ich mich auch an die vorgegebenen Themen. Im Dezember dann. Ich verlinke meinen Beitrag trotzdem, denn jeder Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit zählt.

Von Holzhütte zu Holzhütte :: Besuch aus dem Internet

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Wenn man, wie ich, schon seit 2002 bloggt und Blogs liest, dann werden einem mit der Zeit einige Menschen sehr vertraut, obwohl man sie noch nie in echt getroffen hat. Dann schicken wir uns auch mal einen Gruß per Post oder Carepakete. Und ganz manchmal passiert es, daß man doch die Chance hat, sich nach all den Jahren in echt zu treffen. So kam es, daß gestern Subs mit ihrer kleinen Tochter für ein paar Stunden zu Besuch in unserem Heim war. Wir hatten einen sehr entspannten Nachmittag, haben gemeinsam gegessen, geratscht (=uns unterhalten) und waren spazieren. Abschliessend bauten wir noch auf einen kurzen Ausflug nach Hermannsdorf ein. Dort kamen wir gerade zur Fütterzeit und hatten das Glück, ein paar Würfe kleiner frischer Schweinchen aus der Nähe sehen zu können.

Liebe Subs, das machen wir wieder!

Du bist schön!

Ich weiß gar nicht, ob ich je mit meinem Körper wirklich gehadert habe. Sicher, als Teenagerin habe ich mir eine Haut mit weniger Akne gewünscht und beim Schwimmen meine Schamlippen mit denen der anderen heranwachsenden Mädchen verglichen. Später hätte ich gern anders geformte und festere Brüste gehabt, immer mehr Körperhöhe und eine kleinere Nase. Ja, meine Nase war es, die mir als Teenagerin am meisten zu schaffen machte. Und meine großen Füße im Verhältnis zu meinem kleinen Körper. Aber so ganz generell habe ich schnell Frieden geschlossen mit dem, wie ich ausgestattet wurde. Am Schönsten fand ich mich immer während ich schwanger war. Ich war so stolz auf meinen Bauch, auf meine Rundungen überall. Die Schwangerschaften haben mir mehr Weiblichkeit verliehen. Ich mochte das sehr. Die Schwangerschaften habe aber alle auch ihre Spuren hinterlassen. Die Tochter ein Loch in der Schamlippe, der Wolf Dehnungsstreifen um den Bauchnabel herum, der Sterngucker letztendlich eine Kaiserschnittnarbe. Love Scars. Liebesnarben.

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Eine Schwangerschaft ist immer ein Einschnitt. Ins Leben, in unseren Körper. Das macht etwas mit dir. Die Fotografin Jade Bell hat ein wunderschönes Prjekt gestartet. Unter „The Bodies of Mothers“ hat sie Frauen fotografiert und ihre Geschichten gesammelt. Diese sind in einem Buch erschienen, was Ella im Dezember auf die Reise geschickt hat. Es ist ein wunderschönes, berührendes Projekt. Frauenkörper, so vielseitig und einzigartig und wunderschön, mit allen Narben, Dehnungsstreifen und Geschichten auf Haut. Dick und Dünn, Groß und Klein, Jung und Alt.

Ich wünsche mir, daß es noch mehr solcher Projekte gibt, die ein realistisches Körperbild zeichnen. Ich wünsche mir, daß diese Art von Fotos in den Zeitschriften gezeigt werden, mit oder ohne Bekleidung, ich wünsche mir, daß auch jungen Menschen so vermittelt wird, wie schön sie sind, egal wie ihr Körper gebaut ist. Denn Schönheit kommt von innen drin.

Das Buch nehme ich mit zu unserem nächsten Mütterkreis, um es den Frauen dort zu zeigen. Danach schicke ich es weiter auf die Reise.

The Bodies of Mothers, Jade Beall, 30,95 Euro (Affiliate Link)