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Hiddensee – Meine Reiseeindrücke (Teil 2)

Nun hatten wir vier volle Tage, um die Insel Hiddensee zu erkunden. Die streckt sich ja schmal und lang dahin und hat, von oben betrachtet, die Form eines Seepferdchens. Wir waren  im nördlichen Teil der Insel. Der Ort nennt sich Kloster. Von dort aus war unser erstes Ausflugsziel der Leuchtturm, der gleichzeitig auch das Wahrzeichen von Hiddensee ist. Überall blühte der Ginster und tauchte die Landschaft in herrlich leuchtendes Gelb. Die Farben haben mich sehr beeindruckt und sind tief in mein Herz gegangen. Das Gelb und Grün, die vielen Nuancen des Blau, das Weiss und die blühenden Heiderosen mit ihren rosa Schattierungen. So ein Fest für die Sinne.

Mit dem Fahrrad die Insel erkunden

Am Nachmittag liehen wir uns Fahrräder aus, die wir für den Rest des Aufenthaltes behalten wollten. Mit dem Fahrrad fuhren wir zum Hafen und nach Vitte. Die Entfernungen sind ja überschaubar. Wir aßen frischen Fisch und genossen Strand, Sonne und die Ostsee. Klar, war ich auch im Wasser. Mit seinen 9° war es eine angenehme Erfrischung. Wir schauten die kleinen Lädchen an mit Bernsteinschmuck und Bildern. Überall gibt es Galerien und Kultur rund um Hiddensee. Viele Dichter und Denker hatten Hiddensee als Urlaubs- und Rückzugsort. Darauf beziehen sich zahlreiche Kulturangebote. Besonders gut hat mir die Homunkulus-Figurensammlung vom Puppenspieler Karl Huck gefallen. Das ist eine wunderschöne Ausstellung charakterstarker Marionetten. Beim Betreten des kleinen Ausstellungsraumes wurde ich sofort in eine andere, verzauberte Welt gezogen. Sehr schön!

Die kommenden Tage verliefen ganz ähnlich. Einmal machten wir eine Radtour zum südlichen Teil der Insel, dann wieder eine Wanderung durch den Wald hinauf zur Steilküste. Die meiste Zeit trug ich mein blaues Kleid, was ich mir mal in Hamburg blitzverliebt gekauft habe und den neuen Sonnenhut. Mit dem blauen Fahrrad fühlte ich mich wie live in einer romantischen Schnulze. Ein schönes Gefühl.

Hiddensee ist so vielfältig. Ich begeisterte mich für den Geschmack von Sanddorn-Eis aus der Eismanufaktur auf der Insel und für veganen Schokoladen-Himbeer-Brownie bei Tante Hedwig. Das Abendlicht verzauberte mich ganz besonders. Überall blühten die Heiderosen und betörten mit Duft und Farben. So schön!

Bei meinen Strandspaziergängen fand ich immer wieder kleine Bernsteinstückchen. Hach Hiddensee, du hast mir wirklich gut gefallen.

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Hiddensee – Meine Reiseeindrücke (Teil 1)

Nach einer gemeinsamen Zeit an der Ostsee letztes Jahr, hat mich einer der Frauencampfrauen für ein paar Tage nach Hiddensee eingeladen. Darauf habe ich mich schon lange gefreut. Ich war noch nie als Erwachsene auf der Insel, habe aber nur Gutes darüber gehört. Schwärmende FreundInnen und BlogleserInnen. Die Ostseeinsel liegt am anderen Ende von Deutschland von mir aus gesehen. Nach einigem Überlegen entschied ich, mit dem Nightjet von München nach Hamburg zu fahren und dann mit der Regionalbahn weiter bis Stralsund. Dort sollte ich meine Reisebegleiterin treffen. Mit der Fähre geht es dann weiter nach Hiddensee. Eine ganz schöne Tour also.

Ich fahre gern Nachtzug. Ich steige abends in München ein und wachse morgens in Hamburg auf, bekomme ein kleines Frühstück und kann halbwegs ausgeruht meine Reise fortsetzen. Die Nacht im Sechserabteil macht mir nichts aus. Ich stöpsel Ohropax in meine Ohren, habe mein eigenes Reisekopfkissen dabei und ggf eine Mütze auf dem Kopf/Tuch um den Hals (wegen der Klimaanlage). Im Zug hatte ich nette Gespräche. Den Morgen verbrachte ich im Buchladen am Hauptbahnhof. Der hat eine schöne Wartelounge im ersten Stock, wo man sitzen und lesen oder aus dem Fenster in die Bahnhofshalle schauen kann.

Dann schlenderte ich zum Museum für Kunst und Gewerbe, wo ich mir die Ausstellungen anschaute. Dabei entdeckte ich die verrückte Tür am Gebäude des Museums. Meine Skizzen und Gedanken zu den Ausstellungen hab ich auf Kallimagie gezeigt. Die Zeit verging wie im Fluge. Jedoch war ich tatsächlich ein bisschen müde und später auch erschöpft vom vielen Rumlaufen. Gegen Mittag fuhr ich dann weiter mit diversen Regionalbahnen Richtung Stralsund. Ich hatte mir diesmal 1.Klasse gebucht, weil ich es gern komfortabel haben wollte, wenn ich schon so lange unterwegs sein würde. Der Preisunterschied zum 2.Klasse Ticket war ungefähr 10 Euro. Ich war neugierig, vorfreudig und entspannt. Die meiste Zeit während der Fahrt tat ich nichts, obwohl ich mir Strickzeug, ein Buch und Schreibsachen mitgenommen hatte. Es war gut, einfach mal nur zu sitzen und den Gedanken nachzuhängen.

In Stralsund wurde ich vom Bahnhof abgeholt. Wir parkten das Auto im Parkhaus und gingen zur Fähre. Hiddensee ist eine autofreie Insel. Dort fahren nur Kutschen, Fahrräder und ein Inselbus.

Fähre und Wassertaxi brachten uns an unseren endgültigen Urlaubsort. Das war alles sehr spannend. Wassertaxi fahren hat mir so viel Spaß gemacht. Das hat richtig im Bauch gekribbelt! Der Wind fetzte mir um die Nase, das Wasser spritzte und die Sonne tauchte den Abend in ein schönes Licht. Unterwegs sahen wir schon ganz viele Schwäne auf dem Bodden schwimmen. Am coolsten sind die Fluggeräusche eines Schwanes. Hatte ich vorher noch nie gehört. Unglaublich, was da für Kräfte am Wirken sind.

Wir bezogen unsere kleine Ferienwohnung, machten nochmal einen Erkundungsspaziergang zum Strand und in die Umgebung und fielen dann reisemüde und erschöpft in unser Bett.

 

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Auf nach Hiddensee

Die Kinder sind gut versorgt, der Mann hütet das Haus und versorgt den Garten. Ich erledige noch diversen Kleinkram und mache mich heut abend auf den Weg nach Hiddensee. Wie ich mich schon freue! Ich werde mit dem Nightjet von München nach Hamburg fahren. Ich reise gern über Nacht. Schlafen und am Morgen in einer anderen Stadt aufwachen. Meine Must-Haves für Nachtszugreisen: mein eigenes kleines Dinkelreisekissen, Ohropax und eine Mütze/Kopfbedeckung (Klimaanlage!) So kann ich gut schlafen und erholt am nächsten morgen meine Reise fortsetzen. Im Nightjet gibt es Frühstück: frische Semmeln, Marmelade, Butter und Tee oder Kaffee.

In Hamburg habe ich dann ein paar Stunden Aufenthalt. Da habe ich mir vorgenommen nach vielen Jahren wieder das Museum für Kunst und Gewerbe zu besuchen. Während des Studiums war ich dort sogar selbst mal an einer Ausstellung von ModedesignerInnen, FotografInnen und IllustratorInnen meiner Hochschule beteiligt. Das war sehr aufregend. Ich freue mich schon drauf.Ausserdem mag ich den großen Zeitschriftenladen am Hauptbahnhof. Der hat auch eine gemütliche Lounge zum Warten und Zeit vertreiben.

Am Sonntagnachmittag fahre ich dann mit dem Regionalexpress weiter nach Stralsund. Dort treffe ich meine Reisebegleiterin und wir setzten mit der letzten Fähre über nach Hiddensee. Allein wenn ich dran denke, kommt schon Vorfreude und Urlaubsgefühl auf. Ich habe mir was zum Lesen eingepackt, Schreibzeug, um Briefe zu beantworten, die in den letzten Wochen (und Monaten!) hier eingetroffen sind, und natürlich Strickzeug.

Die nächsten Tage wird es also eher ruhig hier im Blog (noch ruhiger). Bestimmt poste ich den ein oder anderen Urlaubsgruß auf Instagram. Ansonsten habe ich aber vor, richtig zu entschleunigen, dem Meeresrauschen zu lauschen, mich verwöhnen zu lassen und ganz viel draussen zu sein. Ich habe mir etwas zum Zeichnen und Malen mitgenommen und ganz viel Neugier.

Was schön ist

  • die Vorfreude
  • Im Garten blüht die letzte Pfingsrose. Sie ist cremeweiss und duftet ganz weich.
  • gemeinsames Mittagessen mit dem Mann (Tagliatelle mit grünem Spargel, dazu ein Prosecco) und Zweisamkeit
  • die Kinder sind gut untergebracht bei ihren Großeltern (Danke!)
  • Ich habe noch ganz viel erledigt und auf den Weg gebracht vorm Urlaub, sodass ich nun guten Gewissens wegfahren kann.
  • Gestern hat mir eine wertschätzende Rückmeldung einer Blog- und Newsletterleserin sehr berührt.
  • Die virtuelle Trinkgeldkasse funktioniert! *freu*
  • Ich habe die ersten Emails für den Wortfunken-Kurs vorbereitet und die Email-Automation angelegt, sodass der Kurs auch starten kann, wenn ich auf Hiddensee weile. Ein bisschen zittere ich natürlich, dass am Ende auch alles klappt. Aber ja, am 1.Juni bekommst du die erste Inspirationsmail zugeschickt, wenn du den Kurs gebucht hast. Wenn du noch nicht gebucht hast, dann kannst du das hier tun. Oder hier erstmal eine Wortinspiration vorschnuppern.
  • Ich habe meinen Newsletter schon verschickt (noch vor Vollmond) und er ist so lang geworden, weil mir immer noch mehr und mehr eingefallen ist, was ich unbedingt teilen wollte.
  • Überhaupt ist alles gerade leuchtend und schön und fliessend. Ich möchte es in die Welt raus teilen <3