Ich weiss gar nicht recht, wo ich anfangen soll, von dieser re:publica zu berichten. Ich empfinde es als Parallelwelt. Raus aus dem Internet, raus aus meinem Muttiuniversum in diese seltsame Welt der Nerds. Die da alle auf irgendwelche technischen Geräte starrend, fotografierend, twitternd und bloggend unterwegs sind. Es finden natürlich auch richtige echte Gespräche statt. Ich habe mir einige Worshops ausgesucht, die mich v.a. aus beruflicher Sicht interessieren.

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Den Anfang machte Sketchnotes. Ein System zur schnellen Wiedergabe von Inhalten während Vorträgen oder zur Veranschaulichung von Ideen. Man arbeitet mit einem visuellen Werkzeugkasten in Bildern statt sich alles Aufzuschreiben. Bilder wirken in unserem Gehirn anders und nachhaltiger als Dinge, die wir einfach so mitschreiben.
Am Anfang gab es eine kleine lockere Skizzierübung, die viel Spaß gemacht hat: wir sollten uns ein gegenüber suchen und anschauen und währenddessen portraitieren, ohne aufs Papier zu schauen. Ein paar Sekunden nur sollte das dauern. So die Runde rum bis wir vielleicht 3 Personen hatten.

sketchnotes_portrait

Als nächstes wurden wir mit einigen Grundelementen und Tricks bekannt bemacht. Wie man Männchen und Sprechblasen und einige Gegenstände schnell und vereinfacht darstellt.
Der Workshop hätte noch ein paar Stunden länger dauern können, war gut besucht und hat Spaß gemacht. Ich hatte den Sterngucker dabei, der wach, aber müde war. Keine gute Kombination, um entspannt zu arbeiten. Aber es war ok so.
Leider war durch die Anordnung der Workshop-Bereiche die Akoustik nicht so gut.

Wenn du Lust hast, mehr über Sketchnotes zu lesen, dann schau doch mal auf die Website oder auf twitter nach dem Hashtag #sketchnotes. Da gibt es viele Beispiele, wie die schnellen Skizzen angewendet werden können. Mir kribbelts jetzt in den Fingern…

***

Ausserdem habe ich mir einen Vortrag über Contentstrategien für Organisationen anghört. Der war inhaltlich ok, hätte aber schöner präsentiert werden und mehr in die Tiefe gehen können.
Zwischendrin hatte ich eine kleine Pause, wo ich mich ganz spontan mit der Distelfliege traf. Viel zu kurz. Grad als wir miteinander „warm wurden“, mussten wir schon wieder los. Danke für deine Spontanität und die Rettung aus meinem Nachmittagstief!
Den Tag auf der re:publica haben wir mit einem Vortrag über digitalen Nachlass/Internet und Sterben abgeschlossen, der viele Fragen in den Raum stellte und zum Nachdenken anregte.

8 thoughts on “rp13 :: sketchnotes

  1. Hey! Die Scetchnotes aus der verlinkten Seite erinnern mich an diesen kreativen Jahreskalender aus USA, den du mal vorgestellt hast (den ich auch hier hab, aber leider noch keine Muse fand… Muss ich unbedingt mal suchen!).
    Und in die gemalten Bilder/Listen von Distelfliege habe ich mich sofort verliebt!!
    (Tief im Innern bin ich auch so ein kreativer Mensch, jed

  2. Hey! Die Scetchnotes aus der verlinkten Seite erinnern mich an diesen kreativen Jahreskalender aus USA, den du mal vorgestellt hast (den ich auch hier hab, aber leider noch keine Muse fand… Muss ich unbedingt mal suchen!).
    Und in die gemalten Bilder/Listen von Distelfliege habe ich mich sofort verliebt!!

    (Tief im Innern bin ich auch so ein kreativer Mensch, jedoch haben mir Menschen viele Jahre lang meine Kreativität beschnitten, sodass ich kaum noch mehr drankomme… Ich würde dich voll gern mal besuchen und schauen, ob du es schaffst mein Feuer wieder zu entflammen!? Denn nur allein deine Beiträge vermögen dies bei mir nur theoretisch. In Gedanken. Leider (noch?) nicht in Taten. ;-( Aber ich danke dir allein schon dafür von Herzen!!!)
    Deine „freakymaielfe“

  3. Liebe Ramona, habe dich auch schon am Rand einer Session mit dem Sterngucker am Bauch vobeilaufen sehen.

    Das mit den Sketchnotes finde ich sehr interessant und werden ich mir sehr gerne mal anschauen, gerade weil ich nicht so die Zeichnerin bin.

    Gerade den Vortrag über das digitale Sterben (online und offline ;-)) fand ich unglaublich „flach“, da habe ich im guten alten Dampfradio schon deutlich besseres gehört. Das war mir zu sehr auf dem Niveau „Auslegeordnung“: Fragen formulieren, Beispiele aus dem Netz zusammenkopieren.Ende…nicht mehr.
    lG
    antje, die auch grad in den Rechner tippt – berufsbedingt

  4. Jaaa viel zu kurz! Du kamst so symphatisch rüber und ich fand das auch toll wie du mit dem Sterngucker im Tragedingsie so aktiv und offen durch die Welt wanderst, sowas find ich super bewundernswert. Also grade bei Leuten die ich treffe, die mit ihren Kindern so… wie soll ich sagen.. mit viel Gewese umgehen und die dann auch für soziale Kontakte jenseits der Kinder nur zu 20% „verfügbar“ sind, da frage ich mich immer, wer diese Leute wohl wären, wenn sie keine Kinder hätten. Wenn ich aber Leute sehe, die so selbstverständlich und sozial so 100% präsent sind und die Kinder auch selbstverständlich und sozial immer dabei dann bewundere ich das immer. Sieht man nicht so oft, irgendwie.
    Schön dass du noch ne nette re publica hattest und das nuf angesprochen hast :D

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