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Wochenende – Weihnachtsmarkt

Das Wochenende war der Ausklang einer vollen und gefühlt anstrengenden Woche. Am Samstag hatte ich meinen letzten VHS Kurs in diesem Jahr in der Gemeindebibliothek Markt Schwaben. Das war der bisher bestbesuchteste Kurs. Die Arbeit hat großen Spaß gemacht. Mit Buchstaben zwischen Büchern zu spielen. Danach, als ich gegen 16 Uhr nach Hause fuhr, war ich allerdings sehr platt.

Zu Hause musste ich erstmal was essen. Mir war schon ganz zitterig. Dann beschloss ich einen Spaziergang zum Hermannsdorfer Weihnachtsmarkt. Es war kalt und windig. Eine nette Frau im Auto hielt an und nahm mich ein Stück mit. Das fand ich toll. Ich besuchte die tollen Stände am Weihnachtsmarkt, einige gezielt, andere aus Entdeckerlust. Ich investierte meine ganzen Einnahmen aus dem VHS-Kurs in schöne Dinge vom Markt. Keramik, Seifen, Steine. Nach einem zackigen Spaziergang durch die windige Kälte, war ich zum Abendessen wieder daheim. Ich war so müde und kalt, dass ich früh ins Bett ging.

Oh, und erste Weihnachtspost trifft langsam ein. Wie schön!

Sonntag

Am Sonntag schliefen wir alle aus. Bis 7 oder so. Wir frühstückten gemütlich mit dem Adventskranz auf dem Tisch, führten Gespräche über die Herkunft der Wochentage. Nebenbei strickte ich ein wenig bis ich bemerkte, dass ich die zweite Socke die ganze Zeit falsch gestrickt hatte. Wie blöd. Glattes Bündchen statt Ripp bis zur Ferse. Nun muss wird aus dem geplanten Sockenpaar noch ein zweites. Die Jungs verwickelten sich in Playmobilstreiterein. Familienalltag eben.

Gegen 10 fuhren wir das geliehene Autoteilerauto zurück. Auf dem Rückweg setzte der Mann mich und die Kinder nochmal am Weihnachtsmarkt aus, denn die Kinder wollten gern Steine vergolden. Das hat ihenn auch Spaß gemacht, danach hatten sie allerdings keine Lust mehr auf die Kälte und es gab Gewinsel und Gejammer. Ich versorgte die Bande mit frischen Waffeln zum Aufwärmen, die Tochter schaute sich noch ein paar Stände an. Dann holte uns der Mann wieder ab, denn der Weg zu Fuß wäre in der Kälte zu weit für den Sterngucker gewesen.

Zum Mittag kochten wir Wirsing und Kartoffel-Kürbisstampf. Das geht so:

Wirsing mit Kartoffel-Kürbisstampf

  • Kartoffeln und Hokkaido-Kürbis in Würfel schneiden und in einem Topf mit Wasser weich kochen.
  • Zeitgleich Wirsing vom Strunk befreien und in feine Streifen schneiden. Kurz in Öl anbraten, dann mit etwas Wasser ablöschen und bei geschlossenem Deckel gar dämpfen.
  • Räuchertofu in Würfel schneiden, in einer Pfanne braun anbraten.
  • Wirsing mit Hafersahne angiessen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Tofuwürfel unterheben.
  • Kartoffel/Kürbismischung abgiessen und mit einem Kartoffelstampfer zerstampfen. Mit Salz und Muskat würzen. Etwas Butter/Alsana unterheben.
  • Fertig.

Nach dem Essen wurschtelten wir uns durch den Nachmittag. Mit der Tochter besprach ich Geschenke und half ihr beim Herstellen eben jener. Der Sterngucker spielte mit dem Playmobil der Tochter, was ich eigentlich verkaufen sollte, und hörte Feuerwehrmann Sam. Der Wolf bekam Besuch von seinem Freund. Dann gingen alle Kinder raus.

Ich nutze die Zeit, mit dem Mann meine To-Do und Jobliste zu besprechen. Das dauerte eine ganze Weile. Währenddessen kam der Sterngucker wieder rein und spielte ganz lange vor sich hin. Es begeistert mich immer wieder, wie sehr er allein in seine kleine Spielwelt abtauchen kann. Ich schrieb Rechnungen und erledigte Kleinkram auf meiner To-Do-Liste. Da hat sich einiges angesammelt. Zwischendrin gab es auch Kaffe, Tee und Plätzchen.

Dann fuhr ich die Tochter zu ihrem Standdienst am Weihnachtsmarkt. Die Schüler der Oberstufe hatten einen Stand organisiert, wo sie selbstgebackene Plätzchen verkauften, um Geld für die Klassenkasse für die Abschlussfahrt zu sammeln. Wir bereiteten derweil das Abendessen vor. Gegen 18 Uhr holte ich die durchgefrorene Tochter wieder ab. Dann gab es Abendessen und wir läuteten die Bettgehzeit ein. Als die Jungs im bett waren, kümmerte ich mich noch kurz um Geschenkgedöns der Tochter und um bisschen Orgakram von mir.

Morgen startet wieder eine Terminreiche Woche, ich fühle mich aber nicht gestresst.

Viele andere Wochenendeinblicke findest du bei Susanne.

 

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Arbeitswochenende

Über längere Zeit schon haben sich bei mir so viele Aufgaben getürmt, dass ich gar nicht mehr wusste, wo ich anfangen soll. Da ich nächste Woche eine Schreibwoche im Kloster Scheyern verbringe, habe ich mit dem Mann beschlossen, zwei Arbeitstage ausserhalb des Alltag dranzuhängen, um am Stück produktiv zu arbeiten.

Samstag

Das Schwimmtraining hab ich ausfallen lassen, weil ich erstens erkältet bin und zweitens noch packen wollte. Ich bin also mit dem Mann im Aufräum- und Packmodus durch den Vormittag gewuselt. Der Mann hat eingekauft, wir haben Wäsche gemacht und das allgemeine Wochenchaos beseitigt. Zum Mittag gab es Wraps mit Chili sin Carne und Guacomole. Liebslingsessen des Wolfes. Neben Curry und neuerdings Linsensalat.

Am Nachmittag hat mich der Mann zur Bahn gefahren. Die Tochter auch mit, denn die wollte am Abend eh nach München zu einem Konzert. Also hatte ich eine Gepäckträgerin und Begleitung.

Wir haben im Hotel eingecheckt und nochmal in die Stadt gefahren. Im Muji habe ich Notizbücher gekauft und ein geschenktes mit Stempeln verziert. Das hat Spaß gemacht! Ausserdem habe ich einen Geburtstagsgutschein vom letzten Jahr eingelöst und ein Biobaumwollökounterhemd gekauft. In feschem Weinrot.

Zum Abendessen haben wir uns mit der Freundin und ihrer Familie in der Stadt getroffen. Pizza mit Rucola. Dann habe ich die Tochter verabschiedet zum Julia Englemann-Konzert. Mit der Freundin bin ich zur U-bahn geschlendert. Im Hotel habe ich angefangen „Blau ist eine warme Farbe“ zu schauen. Danach konnte ich ewig nicht schlafen können, weil mich mein Husten geplagt hat.

Sonntag

Nach dem Frühstück habe ich mich im Hotelzimmer eingeschlossen und zielstrebig einen Punkt nach den anderen abgearbeitet. Hat ein bisschen gedauert, da reinzufinden. Zum Mittag hab ich einen kleinen Spaziergang gemacht. Sonne tanken und Kopf durchpusten lassen. Danach gings weiter. Am Nachmittag gönnte ich mir eine kleinen Pause zum Tee in der Lounge. Im Zimmer habe ich am Motiv meiner diesjährigen Weihnachtskarte getüfftelt. Ich bin noch unentschlossen und im Gespräch mit meinem inneren Kritiker. Später habe ich nochmal in der Lounge zu Abend gegessen. Das war kein sehr ernährungsbewusster Tag. Und auch sonst fühlte ich mich am Ende des Tages recht verspannt und zerknautscht. Aber ich konnte einige Aufgaben erledigen.

Heute fahre ich also weiter zur Schreibwoche. ich freue mich auf Zeit für mich, neue Impulse, und bin schon gespannt, was entstehen darf.

Weitere Wochenendbilder findest du bei Susanne.

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Goldenes Wochenende

Der Oktober bleibt meinem Monatsmotto treu. Ganz und gar golden kommt er daher. Wir hatten schon einige Tage herrlichsten Sonnenschein. Wenn die Sonne tief steht ist das ein tolles Licht. Ausserdem leuchten die gelben, braunen und roten Blätter ganz intensiv. Ach, ein Fest ist das fürs Auge und die Sinne. Ich weiss nicht, ob es am Wetter liegt, mir ist gerade ganz sonnig und ausgeglichen ums Gemüt.

Samstag

Das Wasserwacht-Hallentraining hat letzte Woche begonnen. Ich war im vergangenen Jahr nicht sehr aktiv. Im Hallentraining fehlte ich oft, weil unsere Wochenenden meist mit Familienkram belegt waren (Geschäftsreisen, Abwesenheiten, Veranstaltungen). Auch im Sommer war ich kein einziges Mal zum Dienst ab See, weil es überhaupt nicht in meinen Kalender passte. Etwas verhalten fuhr ich also am Samstag zum Training. Ausserdem war ich nicht sicher, wie weit ich überhaupt mit meinen (Adduktoren-) Schmerzen, die mich gerade plagen, mitschwimmen könnte. Aber das training war toll. Ich konnte alles mitschwimmen, habe mich sowohl in der Gemeinschaft als auch im Wasser total wohl gefühlt und wieder gemerkt, wie sehr es mir gut tut. Wir haben in der ersten Stunde Kraulschwimm-Technik geübt, im zweiten Teil ging es um aus Angriffen befreien, Abschleppen und aus dem Wasser bergen.

Zu Hause habe ich dann Kuchen gebacken. Ich bin ja nicht so die große Bäckerin, hatte aber Lust auf diesen Schokokuchen, in dem eine Zuchini versteckt ist. Er ist mir auch richtig gut gelungen. So hatten wir am Samstag und am Sonntag ein Nachmittagssüß.

Am Nachmittag sass ich lange mit dem Mann auf der Terrasse und freute mich über die schönen Gespräche mit ihm. Der Wolf war auf einer Geburtstagsfeier, die Tochter bei einer Freundin und der Sterngucker irgendwo in der Siedlung unterwegs. Barfuss und nur mit Hose bekleidet, weil es so warm war. Am Abend erzählte er mir ein bisschen, wo sie sich überall rumgetrieben hatten und zu welchen Nachbarn sie gehen, um Süßigkeiten zu bekommen. Das ist schon ein sehr tolles Kinderleben, was er da hat.

Sonntag

Der Sonntag verlief ebenso beschaulich. Nach dem Frühstück fuhr der Mann mit dem Wolf die Strecke zur Schule ab, weil der Wolf morgen mit dem Fahrrad fahren möchte. Die Strecke ist nicht ganz ungefährlich (es gibt keine Radwege), weshalb wir lange überlegt haben, wie wir dem Wunsch des Wolfes nachkommen können, ohne unser Bedürfnis nach Sicherheit zu untergraben.

Ich kümmerte mich um die Wäsche, das MIttagessen (Wraps) und persönlichen Kleinkram. Am Nachmittag wurschtelte ich im Garten, half der Tochter beim Papierkram sichten und unterhielt mich mit dem Mann auf der Terrasse bei dem restlichen Kuchen. Der Wolf hörte Hörspiel und schliff dabei sein Messer, der Sterngucker war wieder in der Siedlung unterwegs.

Es war das totale Bilderbuchwochenende. Wir gruschelten zu Hause Dinge herum, hatten schöne Gespräche und gutes Miteinander. Jeder hatte bisschen Zeit für sich und Zeit für Familie.

Morgen starte ich in eine sehr volle Woche. Es gibt kein Tag, der nicht von mindestens einem zusätzlichen Termin belegt ist. Ich bin froh, dass ich am Wochenende meine Batterien so gut aufladen konnte.