kistenchaos

Neulich habe ich bei Gretchen Rubin einen Artikel darüber gelesen, daß September eigentlich der andere Januar ist: Die perfekte Zeit, sich nach dem Sommerurlaub neu zu strukturieren, auszumisten, Projekte zu starten. Ein bisschen fühlt sich das tatsächlich so an. Wir hatten in unserem Kalender für dieses Wochenende als Termin „Lager aufräumen“ stehen. Das Chaos im Lager hat uns schon lange gestört, das Aufräumen haben wir immer vor uns hergeschoben. Bei einem unserer letzten Monatsdates haben wir dann beschlossen, einen Termin dafür zu finden, damit da endlich mal was passiert. Wird ja sonst nie was.

lager

anziehpuppen

Kiste für Kiste das Lager ordnen

Dieser Termin war am Samstag. Nach dem Frühstück haben wir also Stück für Stück, Kiste für Kiste durch das Lager gewühlt, ausgemistet, umstrukturiert, Haken für Gartengeräte angebracht, nebenher eine Liste mit Dingen geschrieben, die noch zu tun sind (Spielsachen repapieren, Dinge besorgen). Die Kinder haben wir während des Samstags mehr oder weniger sich selbst überlassen. Sie haben abwechselnd drin oder draussen (im strömenden Regen) gespielt. Ich habe dabei die ein und andere Kindheitserinnerung gefunden: die Noten aus meiner Zeit im Spielmannszug, die Anziehpuppen, die viele Jahre mein Lieblingsspielzeug waren. Davon konnte ich mich auch noch immer nicht trennen. Die durften bleiben.

sofachaos

Abends blieb zur Feier des geschafften Projektes nur noch Kraft für ein Gläschen Hugo und träges Couchgelümmel zwischen dem Wäschechaos. Wenn es draussen regnet, trocknen wir die Wäsche im Wohnzimmer, sodass hier irgendwie immer Wäscheständer rumstehen.

fruehstueck

pflaumenmus

Sonntagsprojekte

Am Sonntag morgen, das Wetter war weiterhin trüb, hatte ich Lust, wieder mein Strickzeug rauszukramen. Ich strickte ein bisschen an dem Sockenpaar, was ich schon seit Monaten auf den Nadeln habe und las in meiner aktuellen Lektüre* (Danke, Caro!). Nebenbei kochte ich Pflaumenmus aus zwei Tüten Pflaumen, die wir von den Schwiegereltern und der Gemüsekiste hatten.

buerochaos

buero

Danach wollte ich eigentlich arbeiten, hatte aber noch etwas Restschwung vom Vortag in mir und beschloss, mein Büro umzustrukturieren. Ich wollte gern eine Wand, wo ich Bilder und Inspirationen aufhängen kann. Die einzig dafür geeignete Wand war aber von einem Regal verstellt. Also beschloss ich, das Regal an die gegenüberliegende Lehmwand zu stellen. Dazu musste ich das Regal erst ausräumen. Den Rest kannst du dir denken…. Ich bin noch immer nicht ganz fertig, für jedes Ding einen Platz zu finden, aber so im groben ist eine Art Ordnung zu erkennen. Auch ein bisschen Arbeit konnte ich dazwischen erledigen. Ich brachte endlich durch die Sommerferien lang bearbeitetes Projekt zu Ende. Ein schönes Gefühl.

fitness

Zum Abendessen gab es wärmende Dhalsuppe. Danach war ich mit einer Freundin im Fitness-Studio und zu einer kleinen Runde Sauna verabredet. Als das Fitness-Studio zu machte, wir waren die letzten, sammelte ich die Tochter ein, machte eine kleine Abendmeditation, las noch ein paar Zeilen und fiel herrlich bleischwer ins Bett.

Andere Wochenendeinblicke siehst du bei Susanne.

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2 thoughts on “Wochenende :: September ist der andere Januar

  1. Wie schön, das Buch habe ich Caro vor einigen Wochen geschickt, jetzt ist es bei dir. Vielleicht darf es sogar noch weiter auf Reisen gehen?

    Deine Pongratz-in-Orange-Karte ist letzte Woche hier angekommen. Ich habe mich riesig gefreut – vielen Dank!

    Hab eine goldene Woche,
    Maria

  2. Oh, Anziehpuppen, die habe ich auch geliebt als Kind. So schön sie zu sehen, wenn auch nur auf dem Foto. Jetzt habe ich grad schöne Erinnerungen an meine Omi, vielen Dank dafür 😊😊

    Dir noch eine schöne Woche!

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