Als ich 2006 meine Ausbildung zur Kundalini Yoga „Instructor“ Ausbildung machte, da bekam jedeR am Ende eine (oder mehrere) Aufgaben mit. Zur Weiterentwicklung und zum Wachsen. Es gab Aufgaben, wo die SchülerInnen nach indien reisen sollten. oder Yoga im Gefängnis anbieten. Vielleicht auch Yoga mit Kindern. Manche bekamen ein bestimmtes Set für einen bestimmten Zeitraum zu üben auf.

Neulich fielen mir meine Aufgaben wieder ein. Ich bekam nicht nur eine, sondern 6 Aufgaben. Und habe kaum eine wirklich gemacht.

  • 40 Tage weiße Kleidung tragen (die bekamen alle, die zur Prüfung nicht in weiß gekleidet waren. Lag bei mir einzig an meiner Wäschelage im Schrank.) :: Die Umsetzung dieser Aufgabe scheitert nach wie vor am Mangel an so vielen weissen Sachen. Ich hätte gerade aber wirklich große Lust, mich dieser Aufgabe zu stellen.
  • Leiterin einer Misl Group auf dem Yogafestival in Frankreich zu sein.  :: Abgesehen davon, daß ich nicht mehr zum Yogafestival fahre, könnte ich mir das heute durchaus vorstellen.
  • Meinen spirituellen Namen gebrauchen. :: Damit habe ich immer wieder ambivalente Gefühle, obwohl ich ihn sehr mag.
  • Gatka. Trainieren, unterrichten. :: Habe ich lange Zeit getan, wenn auch nicht in dem Ausmaß, in dem ich es mir wünschen würde. Dieses Jahr werde ich wieder auf dem Kundalini-Yoga-Frauencamp in Linden Gatka unterrichten.
  • 40 Tage in einer Yogagemeinschaft leben und besonders am Sadhana teilnehmen :: 40 Tage konnte ich das noch nicht tun, das lässt das Familienleben wie wir es führen gar nicht zu. Aber in den diversen Camps habe ich immer wieder Gemeinschaft gelebt und als sehr wohltuend empfunden. Mit und ohne Sadhana.
  • 40 Tage das Set für Grüne Energie machen. Das ist ein Set für Wohlstand und Möglichkeiten (zum Finden meiner Aufgabe) :: Mit diesem Set hatte ich ganz zu Beginn der Ausbildung wirklich Widerstände. Später versuchte ich immer wieder 40 Tage durchzuhalten, aber immer ohne Erfolg. Ich suche noch nach einer Möglichkeit, die Zeit für das Set in meinen Alltag zu integrieren. Dann würde mir das großen Spaß bereiten.

Warum 40 Tage?

Im Kundalini Yoga geht man davon aus, dass es 40 Tage dauert bis sich eine neue Verhaltensweise oder ein neues Muster etabliert. Wenn man es schafft eine bestimmte Übungsreihe, Meditation oder auch eine neue Gewohnheit 40 Tage lang durchzuhalten, erziehlt man damit eine bleibende Veränderung.

Das finde ich vorallem auch im Zusammenhang mit der 40 tägigen Fastenzeit vor Ostern interessant. Ich faste im übrigen meinen Twitter-Konsum. Und das tut mir unglaublich gut. Ich bin gespannt, ob sich die Twitter-Abwesenheit als neue Gewohnheit etabliert.

 

One thought on “6 Aufgaben

  1. Oh vielen Dank, dass du mich mit deinem Text auch an meine Aufgaben erinnerst und ich einen Moment inne hielt und darüber nachdachte und reflektierte was ich davon erledigt habe und was ich seit zwei Jahren eher vor mich herschiebe…und wenn dies der Fall ist warum… Danke!

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