Nach über einer Woche Campleben, Draussensein und Natur sind wir jetzt zurück in der Zivilisation. In mir klingen noch die Erlebnisse, Mantren und Gespräche nach. Wie jedes Jahr, war das Yoga-Pfingstcamp wunderschön.

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Diesmal war es kälter als in den anderen Jahren. Wir hatten ein Wetterspektrum von Regen, Sonne, Wolken, Hagel bis Gewitter mit Tiefsttemperaturen von 3°C in der Nacht. Und trotzdem erlebe ich meine Kinder selten so lange am Stück so ausgeglichen und entspannt. Wir waren zeitweise 16 Erwachsene und 15 Kinder. Es gab nie Streit, alle Kinder waren gut gelaunt und haben sich super gefunden, beschäftigt und beim Camp mitgemacht. In den nächsten Tagen schreibe ich ein bisschen, wie es war, bei der Kälte draussen zu sein/zu schlafen, wie wir uns warm gehalten haben und was es zu Essen gab.
Heute erst einen kleinen Überblick, was wir tolles auf dem Camp gemacht haben. Über die Tage davor in Freiburg berichte ich später. Wenn du etwas genauer wissen möchtest, frag gern nach.

  • Jeden Tag gab es morgens Sadhana. Yoga am Morgen mit anschliessender Meditation. Dazu läuft gegen 5:30 jemand mit der Gitarre durchs Camp und singt den Wake-Up-Song (Eine Ahnung davon kannst du hier bekommen. Mich erinnert das Lied an mein erstes Yogafestival. Ich mag es soo gern im Zelt zu liegen und von solch liebevollen Klängen geweckt zu werden). Dann steht man auf, duscht kalt und geht zum großen Zelt. Da wir ca 20 min Japji gelesen. Ein spirituelles Gedicht der Sikhs. Danach gibt es ein Yogaset und anschliessend Mantren, die in einer bestimmten Reihenfolge und Länge gesungen werden.
    Ich gehe meistens nicht zum Sadhana, obwohl ich es sehr mag. Aber würde ich halb 6 aufstehen, würde der Sterngucker aufwachen und ich käme eh nicht zum yogieren. Ihne schlafend mitnehmen geht auch nicht, er hat einen sehr leichten Schlaf. Deshalb geniesse ich die Mantren vom Zelt aus, lausche im Halbschlaf ihrem Klang und weiss, wann ich zum Frühstück aufstehen muss. Wenn es sich ergibt, daß wir früher wach sind, gesellen wir uns zum Singen noch zur Gemeinschaft.
  • gemeinsames Frühstück mit anschliessendem Morgenkreis und Besprechung der Befindlichkeiten und Campaktivitäten/Angebote.
  • jeden Tag gab es je nach Input andere Angebote, die von den Teilnehmern selbst gestaltet wurden
  • Gatka
  • Spaziergang zum Wald/Schönberg
  • Feuer (Dauerbrenner) und Stockbrot. Der Wolf hat die meiste Zeit mit Holz-hacken verbracht. An einem Tag war das Beil verschwunden. Da fühlte er sich ganz unausgeglichen und am Abend beschwerte er sich im Zelt, daß er ja auch den ganzen Tag kein Holz hacken konnte!
  • Lachyoga
  • ein bisschen Spaß mit Improvisationstheater
  • Schwimmbad
  • gemeinsam Singen und Musizieren (wir waren 6 Gitarrespieler und fanden uns sogar einmal alle zusammen zum gemeinsamen Spiel)
  • Vollmond-, Kinder- und Heilmediationen
  • Yoga
  • Pferdereiten, Schminken für Teenager, Trampolinspringen
  • Ein Imker kümmerte sich jeden Tag um die Bienen, da gab es viel zu sehen und Lernen
  • Public Viewing des Fussballspiels Bayern/Dortmund
  • Ich hatte die Möglichkeit, mit der Tochter einen Ausflug in „die Stadt“ zu machen. Wir waren Schuhe kaufen und hatten eine schöne Mutter-Tochter-Zeit.

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Nun müssen wir uns erstmal wieder im Drinnenleben arrangieren. Als Familie mit all unseren Bedürfnissen und Pflichten, als Einzelpersonen mit unserem Freiheits- und Rückzugsdrang und natürlich auch der Körper und sein Kälte/Wärme/Frischluft-Bedürfnis.

 

5 thoughts on “Draussentage

  1. Das klingt wirklich schön, ich war in Gedanken oft bei Euch.
    F* hat ja tolle lange Haare bekommen, davon träumt M* ;-)

    Ich drück dich und wünscheweiterhin ein gutes Ankommen und vorab ein schönes WE.

  2. Oh, das klingt toll und die Bilder allein sind schon herrlich! Ich liebe es auf Retreats zu gehen, habe auch schon selbst Workshops gegeben (Reiki) und finde es immer wieder einfach nur traumhaft. Die innere Balance und das Loslassen, die Gemeinschaft und alles drum und dran – einfach nur toll! Ich war noch nie auf nen Retreat mit meinen Kids, aber vielleicht ueberleg ich mir das doch mal.

    Freu mich schon Genaueres zu lesen!

    Namaste,
    Angela

  3. Schön, dass du wieder da bist! Habe sogar zweimal nachgeschaut, wie das Wetter denn in Freiburg ist, weil’s hier bei uns so kalt war. Fein, dass ihr es trotzdem genossen habt. Ich bin schon gespannt, was du sonst noch berichten wirst. Wünsche Euch gutes Ankommen daheim.
    Alles Liebe, Katharina

  4. Herrlich erfrischende Bilder. So ein Camp erfrischt nicht nur den müden Körper, sondern vor allem den Geist. Macht Platz für neue Ideen im Kopf. Macht freier und gelassener. Lg Julia

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