meditation

Seit dem 30. November 2014 treffen der Mann und ich uns allabendlich auf der Couch, um gemeinsam zu meditieren. Wir waren angetan von der Idee der 40 Tage Sonnenwendmeditation und haben mitgemacht. 40 Tage, jeden Abend.

Es braucht 40 Tage, um eine neue Gewohnheit zu formen, 90 Tage, um sie zu bestätigen, 120 Tage um sie in dir zu integrieren und 1.000 Tage um sie zu meistern. Yogi Bhajan

Anfangs war es noch etwas komisch. Jetzt einfach so da zu sitzen und zu singen. Wir stimmten uns ein, wir alberten, wir konnten uns nicht konzentrieren, wir hingen unseren Gedanken nach und verpassten die richtigen Textstellen im Mantra. Doch mit der Zeit fühlte sich es immer flüssiger an. Wir fanden schnell in das Mantra rein, die Zeit verging schnell und die allabendliche Meditation wurde für uns ein liebgewonnenes Ritual, den Tag zu beenden. An manchen Tagen ist es leichter, den Gedankenfluss zu stoppen, an anderen Tagen ist immer noch Affenhaus im Kopf.

Oft sitzt der Sterngucker bei uns, wenn er abends aufwacht, sei es vom Sturm oder seltsamen Träumen oder einfach, weil es seine Zeit ist. Er sitzt dann einfach auf unserem Schoss und hört zu. Er weiss dann schon, daß wir jetzt „Hage hage Bonini“ (Har Har Gobinde)  singen und setzt sich in die Meditationshaltung.

Über das Mantra dieser Meditation (Har, Har, Har, Har Gobinde… das sogenannte Panj Lagan Mantra) sagte Yogi Bhajan:  „ Dieses Mantra ist ein Geschenk an euch und an die kommenden Generationen. Erinnert euch daran und praktiziert es! Wenn jemand dieses Mantra meistert, dann gibt es keine Hindernisse mehr. Singe es, wann immer du dich schwach fühlst und nichts anderes dir mehr helfen kann.“ ~Yogi Bhajan, 28. Juli 1988 (Ladiescamp)

„Dieses Mantra schenkt Wohlstand, glückliche Umstände und führt uns aus Zwangssituationen heraus. Es ist der Klangstrom, der einen Schutzschild aufbaut, glückliche Umstände anzieht, Unannehmlichkeiten und Krankheit fernhält. Es ist der Schlüssel zur Erhebung des Selbst.“ ~Yogi Bhajan – „81 Facetts oft the Mind“ – Course Juli 1996 (Zitat aus dem Buch „Mantras im Kundalini Yoga“ von Sat Hari Singh)

Weil es uns so gut tut, wollen wir das Ritual gern weiter behalten. Deshalb haben wir nach den 40 Tagen nicht aufgehört. Da wir noch kein neues Mantra/keine neue Meditation gefunden haben, singen wir diese weiter, bis sie nicht mehr passt. Wenn wir abends nicht beisammen sein können, dann singt sie jede_R für sich. Vielleicht schaffen wir ja 90 oder gar 120 Tage.

Der Mann kam mal von einem Workshop mit Gurmukh Kaur Khalsa nach Hause und fand die Aussage besonders nett formuliert: Tägliches Meditieren zur Reinigung des Geistes ist wie tägliches Zähneputzen zur Zahnpflege. Da denken wir auch nicht mehr drüber nach.

Ein bisschen Lesestoff zum Thema Meditation habe ich noch für dich gefunden:

Hast du Meditation schon probiert? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Fällt es dir schwer? Wenn ja, was fällt dir daran schwer?

 

4 thoughts on “Meditation :: Wir singen immer noch

  1. Hallo Ramona,
    ich bin auf das 40 Tage Mantra singen durch Deinen Blog aufmerksam geworden und hatte mich damals spontan dazu entschlossen mit zu machen. Bis auf wenige Tage die ich nicht konnte habe ich es gemacht und mich auch spontan entschlossen weiter zu machen.
    Mir tut es so gut ich fühl mich so reich beschenkt durch dieses Mantra. Es hat mir in einer sehr schweren Zeit sehr geholfen.
    Danke, dass Du immer wieder so interessante Mitteilungen und Infos mit uns teilst. Ich lese sehr gerne bei Dir.

    Viele Grüße
    Christine (Niederbayern)

  2. Liebe Ramona!
    Ich bin „irgendwie“ noch nie mit Yoga in Verbindung gekommen, aber wenn du davon erzählst, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass einem das gut tut. Der Sterngucker, der kleine Rabe! Singt mit…was heißt das Mantra übersetzt? Oder ist das „nur“ eine Klangmalerei?
    Ihr macht das so gescheit – mit Kindern hat man sonst einfach zu wenig Gemeinsames, das geht ganz schnell!
    Liebe Grüße, deine Barbara

  3. Ich habe das auch versucht, leider aber abgebrochen. Mir fehlt hier ein Verbündeter, da mein Mann nichts mit „Yoga & Co.“ am Hut hat. Ein Mitspieler, der mich immer anstösst. Aber auch die Regelmässigkeit macht mir Angst hier ein „Fehler“ zu machen, in dem ich das vergesse oder einfach aufgrund der Müdigkeit oder Chaos im Alltag das einfach nicht machen möchte.

    Hmm, aber ich denke, es tut richtig gut, wenn man das dann doch schafft.
    Ich bewundere Eure Ausdauer! Weiter so!

    LG Julia

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