Unser Wochenende – Kalt und Heiß

Unser Wochenende – Kalt und Heiß

Heute gab es draussen den ersten Schnee. Die Kinder sind 6:00 Uhr aufgewacht (wittern sie sowas?) und waren nicht mehr zu halten. Der erste Schnee ist immer noch etwas Besonderes. Noch vor dem Frühstück spielten sie vergnügt im Schnee, während die Tochter müde und grummelig zum Bus schlurfte. Ich hab derweil Frühstück und Feuer gemacht. Dann gab es heissen Kakao und wir verbrachten einen gemütlichen Morgen. Hat man ja nicht alle Tage so entspannt. Den Sterngucker lasse ich heut noch daheim, denn er war gestern krank.

Und jetzt erzähle ich von unserem Wochenende (und verlinke das zu Susanne):

Samstag

Bereits am Samstag erwachen wir mit frostigem Glitzern draussen. Es versprach ein schöner sonniger Tag zu werden. Ich hänge Wäsche auf und stelle sie nach draussen auf die terrasse. Sie dampft, so kalt ist es. Der Wolf frühstückt Pizza vom Freitagabend. Ich mache immer das Pizzarezept aus dem Jesper Juul Buch. Davon bleibt Teig übrig, den ich in kleine Portionen dünn ausrolle und zwischen Backpapierlagen einfriere. So haben wir unsere eigenen kleinen Schnell-Pizzen.

Ich frühstücke Toast und Earl Grey. Seit Wochen habe ich keine anregenden Getränke wie Schwarz- oder Grünntee getrunken (Kaffee trinke ich fast nie), weil ich meine Stress- und Panikzustände nicht einschätzen konnte. Es ist ein Genuss, wieder was anderes als Kräutertee zu schlürfen.

Dann erledige ich noch mehr Wäsche. Der Sterngucker findet ein Briefschreibset, was als Rezensionsexemplar** hier liegt. Das darf er nutzen, um Post an unsere Familie zu schreiben.

Der Wolf macht gleich mit und so sind die Jungs fast den ganzen Tag damit beschäftigt, zu basteln und Briefe zu schreiben. Das kommt so selten vor, dass ich es sehr genieße. Sie basteln allerhand Origami-Falterein. Hier ein Einblick in unser kreatives Samstags-Chaos-Wohnzimmer.

Am frühen Nachmittag fahre ich die Tochter zuerst zur alten Schule, dann zum Bahnhof. Auf dem Schulgelände begegnet uns ein Goldhähnchen. Der Sterngucker hat es entdeckt. Als er es streicheln will, hüpft es auf unsere Schultern, wo es uns eine Weile verzück. Dann setzt es seinen Weg in die Hecke fort. So süß!

Am Nachmittag kommt die Post und bringt noch einen lieben Geburtstagsbrief für mich. Ich male meine gesammelten Walnussschalen mit Weiß und Glitzer an. Danach verbringen wir ein bisschen Zeit draussen und im Garten bis sich die Tochter meldet, weil sie vom Bahnhof abgeholt werden möchte (ihr Motorrad ist gerade beim Service und zum Winterreifen aufmontieren). Wir fahren gemeinsam Einkaufen und essen dann Pellkartoffeln und Rohkost zum Abendessen. Ich bringe die Jungs ins Bett und schaue mir einen Film (Johanna von Orleans*) an. Mich interessiert das Thema Visionen. Naja, als Einstiegsfilm eher nicht geeignet. Ich hatte ihn gar nicht so brutal und blutrünstig in Erinnerung.

Sonntag

Am Sonntag kuscheln wir vorm Aufstehen noch gemütlich im Bett. Der Sterngucker zieht sich an, verkündet dann aber, dass er sich krank fühlt. Während wir frühstücken, liegt er bereits auf der Couch. Ich sage seine seine Einladung zu einer Geburtstagsfeier ab. Eine gute Entscheidung, denn im Laufe des Tages bekommt er Fieber.

Der Wolf macht seine Hausaufgaben, ich arbeite ein wenig. Draussen ist es sonnig und frostig. Ich muss nicht heizen, denn durch die Sonne draussen haben wir es im Wohnzimmer warm genug.

Am Mittwoch ist Buß- und Bettag und damit schulfrei. Da gibt es bei uns im Kino immer Sondervorstellungen am Vormittag. Ich buche reserviere einen Platz für den Wolf und seinen Freund. Die Jungs verbringen den Nachmittag mit einer Runde Minecraft, Schach und später draussen auf Inlineskates. Ich mache Weihnachtskarten-Bestellungen aus meinem Etsy-Shop {Eigenwerbung} versandfertig, arbeite an den Korrekturen des Buchs der Möglichkeiten für 2019 und koche eine große Ladung Apfelmus.

Sogar einen kleinen Sonnenspaziergang schaffe ich. Es ist schon komisch, dass im November noch bunte Wiesenblumen blühen. Ich nehme mir ein kleines Sträußchen mit nach drinnen.

Die Tochter bleibt beim fiebernden Sterngucker und puzzelt*. Zum Abendessen gibt es Burger zum Selbstbelegen. Der Wolfsfreund isst begeistert mit und freut sich: „Bei euch kann man immer mitessen“.

Der Abend endet früh. Der Sterngucker weint viel, das Fieber ist aber weg. Also lege ich mich 20:30 Uhr mit den Jungs in mein großes Bett. Der Wolf liest uns noch Til Eulenspiegel*, seine derzeitige Schullektüre vor. Dann schlafen wir.


**Rezensionsexemplar vom Dudenverlag {Werbung}

Vom Duden-Verlag habe ich dieses kleine Briefschreibset zum Testen bekommen. Es ist alles drin, was man zum Briefeschreiben braucht: Karten, Klappkarten, Umschläge, Briefpapier und Aufkleber. Begleitend dazu gibt es noch ein Heftchen mit Briefschreibwissen. Wo schreibt man die Adresse hin, wie ist ein Brief aufgebaut etc. Rätsel, Fakten und Infos rund um das Thema Briefeschreiben. Nun kenne ich die Zielgruppe nicht so genau. Meine Kinder schauen sich diese Art an Schularbeitshefte erinnernde Arbeitsbüchlein nicht an. Sie lernen durch Beobachten und Nachfragen.

Das Layout der Bücher vom Duden-Verlag gefällt mir selten. Die Monster-Illustrationen des Brief-Sets sind aber sehr zart und hübsch. Schön finde ich, dass das Set nicht mit Rosa-Hellblau und „Jungs- und Mädchen“-Motiven arbeitet. Die Motive sind neutral. Der Sterngucker hatte großen Spaß mit den Aufklebern, die er kreativ eingesetzt hat, um ohne Worte einen Brief an Oma zu schreiben und seine Briefe zu verkleben.

Ich schreib dir einen Brief, Duden, 9,99 Euro*

*Affiliate Link

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