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Was mich gerade umtreibt: Vom Lernen, Impfen und Selbstoptimierung

Neulich hatte ich ein virtuelles Treffen mit meinen ältesten Freundinnen. Sie hatten am Abend nichts vor und suchten Gesellschaft. Ich hingegen musste schauen, dass sich überhaupt noch ein freier Abend finden lässt. In unserem Kalender hat einer immer ein Zoom-Meeting am Abend. Mal ein Elternabend, mal eine Weiterbildung, dann wieder Kurse von mir oder dem Mann.

Heute war nach langer Präsenzpause auch mal wieder der Wolf in der Schule und hat, wie schon der Sterngucker am Freitag, seinen Halbjahresbrief mit nach Hause gebracht. Für die beiden Jungs geht es bis zu den Osterferien im Wechselunterricht weiter. Der Sterngucker geht weiterhin in die Notbetreuung. Diese Zeit nutzen wir vormittags, um intensiv zu arbeiten. Wir haben beide einen vollen Arbeitszettel, denn die Seminare, die nicht stattfinden dürfen, wollen kreativ ersetzt oder alternativ geplant werden. Dieses Fahren auf Sicht kann sehr zermürbend sein. So haben wir uns zusammengesetzt und überlegt, welche Kurse und Aktionen uns über die nächsten Monate bringen können und welche Maßnahmen nötig sind, um den Betrieb hier am Laufen zu halten. Mache ich mir Sorgen? Nein. Ich finde, wir sind ein gutes Team mit vielen Kompetenzen und auch in diesen Zeiten erstaunlich stabil (mit einigen Familienkollermomenten).

Impfgespräche

Von der Schule haben wir die Möglichkeit, einen Impftermin in Prioritäten-Gruppe zwei zu bekommen. Ich habe auch schon den Link zur Terminvergabestelle angefordert. Momentan gibt es jedoch eine Verzögerung bei der Terminvergabe. Das Thema Impfen treibt mich um. Ich führe viele Gespräche mit dem Mann darüber und habe auch mit meinen Freundinnen gesprochen, in mich hinein gefühlt und meine Ängste in jede Richtung angeschaut (und noch keine finale Entscheidung getroffen). Ich finde es wirklich schwierig, nicht nur der Entscheidung selbst wegen, sondern wie polarisierend das Thema ist.

Zwei anderen Freundinnen habe ich von meiner momentanen Tendenz erzählt. Die eine war verständnislos und wütend, die andere froh. Beide Reaktionen fand ich fragwürdig, weil ich nicht will, dass meine Entscheidungen, die ich sorgfältig abwäge, bewertet werden (und auch noch ohne dass ich die Chance habe, mich zu begründen oder meine Überlegungen/Gedanken/Ängste darzulegen). Das Leben ist nicht schwarz-weiß, sondern hat ganz viele Zwischentöne. Das hat mich in den letzten Tagen sehr geärgert.

Lernen und Lesen

Ansonsten erfreue ich mich gerade an intensiven Lern- und Lesephasen. Ich hatte einige Kurse gebucht, die ich mit großer Freude mitmache. Wir haben sogar eine Lerngruppe gebildet und treffen uns zum regelmässigem Check-In. Ich lese abends im Bett und in der Mittagspause, mache Notizen und überlege, inwiefern ich mit den Konzepten einverstanden bin oder Kritik daran habe. Gerade das Thema Selbstoptimierung ist ja ein sehr spezielles. Wo ist der Grad zwischen Weiterentwicklung/ Wachstum und ungesunder Selbstablehnung und einer Höher-Schneller-Weiter-Kultur? Welche Muster bedienen wir? Wie definieren wir uns? Wo schränken wir uns durch unsere Definitionen ein? Wie hat Gott uns gemeint und wie kann Glaube helfen, unser Potenzial zu entfalten? Ein sehr spannendes Thema.

Ich lese Robin Sharma (the 5am Club), Anne Lamott (Bird by Bird), mache Kurse von Leonie Dawson (Sales Star) und Sabrina Ward (Liverate).

Notizen

Veronika Smoor schrieb neulich einen schönen Text über das Hungrig-Sein und sofortige Bedürfnisbefriedigung in unserer Kultur. Sie findet immer so schöne Worte. Ich freue mich schon auf ihre neuen Bücher.

Der Wolf hat mir heute allererste Basics des Minecraft spielens gezeigt. Ich bin ja spielvorliebentechnisch eher auf dem Stand der 80er Jahre stehengeblieben. Gianna Sisters und so. Neulich habe ich auch mit den Kindern Maria Kart auf der Switch der Tochter gespielt. War mir alles zu schnell, zu bunt und zu viel. Da komme ich nicht mit! Pure Reizüberflutung. Aber so geht es mir auch im Kino. Die Bildwechsel sind mir zu schnell.

Nicht vergessen: Morgen Abend gibts einen Zoomcall zum Thema Alltagsorganisation. Hier kannst du dich noch schnell anmelden, wenn du dabei sein willst, mir Fragen stellen, über die Schulter gucken und bisschen Austauschen, was läuft und nicht läuft. Ich freue mich schon.

—> Zoomspiration Alltagsorganisation


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4 Kommentare

  • TAC

    Liebe Ramona, das Thema Impfen ist hier auch ein Großes. Ich persönlich finde, dass das in dieser aktuellen Situation jeder selbst entscheiden muss – mehr denn je – und bin deshalb gegen eine Impfpflicht, wie sie hier und da schon diskutiert wird.
    Anderen vorzuschreiben, egal in welche Richtung, oder gar zu verurteilen finde ich absolut unangebracht.
    Was mir persönlich sehr fehlt ist WIRKLICHE Aufklärung mit allen Aspekten. Das macht mir persönlich eine fundierte Meinungsbildung zu diesem Thema sehr schwer.

    Ansonsten klingt dein Eintrag heute positiv, das freut mich für dich.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit.
    LG von TAC

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