Alltag und lose Gedankenfäden zu Gemeinschaft und Austausch

Alltag und lose Gedankenfäden zu Gemeinschaft und Austausch

Gestern haben wir den Wolf zur Klassenfahrt abgegeben. Die Klasse ist mit dem Fahrrad ca 60 km zum Chimesee geradelt und wird dort bis Freitag hoffentlich ordentlich Spaß haben beim Segeln, Sport und Zelten. Der Mann und ich haben ein Auto vom Autoteiler geholt, damit ich eine Freundin besuchen kann. Dann hab ich kurz noch ein bisschen Arbeits-Kleinkram erledigt, war für den Abschlusselternabend Knabberein einkaufen und bin für den Rest des Tages abgetaucht.

Es ist immer so sehr schön, mich mit der Freundin zu treffen, zu reden, gemeinsam zu kochen und zu essen, zu philosophieren und die Zeit zu vergessen. Ein Miniurlaub mitten im Alltag. Wir haben über das Beten gesprochen, über Glaube, Seelsorge, Therapie, über Ernstgenommen-Werden, Kreativität, Scanner-Persönlichkeiten und den Ausdruck von Innenleben, aber auch über den Garten, das Essen, über Werte, Nachhaltigkeit und Konsum. Diese Art von Gesprächen hätte ich gern öfter in meinem Leben. Unterschiedliche Auffassungen anhören, sich austauschen, den eigenen Standpunkt reflektieren, sich gegenseitig respektieren, hören und gehört fühlen. In meiner Sehnsucht nach einer Gemeinschaft habe ich schon oft überlegt, wie man solche Menschen denn findet. Und wie es gelingen kann, einen inspirierenden, respekt- und liebevollen Raum zu schaffen, wo genau diese Art der Begegnung auch in der Gruppe möglich ist. Sich treffen, austauschen, aber auch wieder zurückziehen und auseinandergehen. Wissen, dass da jemand ist, mit dem man eine Sprache spricht. Neben der Sehnsucht nach Gemeinschaft merke ich aber auch, wie mich genau diese Art von Gesprächen in einer Gruppe überfordern. Wie mir dann ganz schnell die Tiefe fehlt. Es ist nicht einfach!

Nach sieben Stunden Gesprächen bin ich herzerfüllt zurück gefahren und direkt zum Elternabend im Kindergarten. Dort gibt es am Ende des Kindergartenjahres immer eine Bildershow mit Fotos aus dem Kindergartenjahr. Mit Knabberpause, fröhlichen und manchmal auch sentimentalen Gesprächen. Ich war diesmal etwas mehr auf der sentimentalen Seite, denn es sind unsere letzten Tage in diesem wunderbaren Kindergarten. Das bedeutet nicht nur für den Sterngucker ein Abschied, sondern auch für uns.

Müder Alltag

Ziemlich spät bin ich richtig müde in mein Bett geplumst. Die letzten Nächte waren kurz. Ich schlafe gerade nicht besonders viel und gut. Diese Nacht hat die Müdigkeit gereicht, um fest und traumlos durchzuschlafen. Ah!

Der Rest der Woche wird auch wieder reich gefüllt von Arbeit und Familienterminen sein. Am Freitag holen wir den Wolf von seiner Klassenreise ab, am Wochenende ist Schulfest und diverse andere Termine. Ich merke, wie sich gerade alles verdichtet und mich etwas atemlos macht. Umso wichtiger sind jetzt Pausen und eine gutes Zeitmanagement für mich, aber auch Spaziergänge, regelmässiges Essen und möglichst guter Schlaf.

Heute ist Vollmond. An Vollmond verschicke ich immer meinen Jademond-Newsletter. Wenn du ihn noch nicht abonniert hast, hier kannst du dich eintragen.

Hier daheim türmen sich die Wäscheberge, wir haben keinen Speiseplan und grübeln jeden Tag, was wir eigentlich essen wollen und haben nicht passend eingekauft. Ein Zeichen, dass mein Fokus gerade ganz woanders ist. Heut gab es also Aufbackpizzabaguette und Salat zum Mittag.

Innehalten und Vorfreude

In solchen Zeiten halte ich inne und schreibe alles auf, was ich im Kopf und zu tun habe. Das ist meistens eine riesig lange Liste, die ich dann sortiere. Nach Prioritäten, nach Familie und Job, nach Dringlichkeit und Zeitdauer. Dann weiss ich, wo ich anfangen kann. Entweder mit Dingen, die schnelle Erfolge bringen und sich zack-zack erledigen lassen (wie zB ein Anruf beim Schreiner, der sich die Dichtung eines Fensters anschauen soll, weil da bei den starken Regenfällen, wie wir sie letzte Woche oft hatten, das Wasser ins Zimmer reinläuft). Oder, je nach verfügbarer Zeit, Aufgaben, die besonders dringlich sind.

Insgesamt überwiegt die Urlaubsvorfreude. Es vergeht kein Tag, wo sich nicht ein kleines Puzzleteil zu unserem Urlaub fügt und Vorfreude in mir drin macht. Ich habe schon einen kleinen Stapel an Dingen, die ich mitnehmen möchte, zurechtgelegt – Bücher, Handarbeitssachen und Briefe zum beantworten, aber auch ein bisschen Arbeit.

Freude habe ich auch an handgeschriebenen Briefen, die mich erreicht haben, liebevolle Emails und ausgegebene Tees. Vielen Dank! Das fühlt sich gut an.

***

Noch 32 Seiten in Erika und Therese* (Buch7) lesen, noch 6 Reihen Tuch stricken. (Mein Ziel bis Ende des Monats)

*Affiliate Link


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

2 Gedanken zu „Alltag und lose Gedankenfäden zu Gemeinschaft und Austausch

  1. Liebe Ramona,
    zunächst möchte ich dir mal sagen, wie sehr ich oft bewundere, dass trotz alltagsvoller Zeiten hier immer so viel aus dir heraus fließt. (Gerade fällt mir selbst bloggen unglaublich schwer und obwohl ich häufig daran denke, bekomme ich nichts geschrieben. Seltsam ist das .)
    Zu deinen Schlafproblemen: im März habe ich angefangen, jeden Abend vor dem Zähneputzen einen (Schlaf- Kräuter-) Tee aufzugießen. Ich freue mich über die Sprüche auf dem Schildchen an jedem Beutel und wenn ich mit allem fertig bin, nehme ich die Tasse mit ins Schlafzimmer, trinke sie, schon im Bett sitzend aus – und schlafe dann. Keine Ahnung, ob es am Tee liegt, am Ritual, ob es Einbildung ist, oder Zufall. Es tut mir jedenfalls richtig gut und vielleicht magst du es auch ausprobieren.
    Schöne Ferien euch. Herzlicher
    Claudiagruß

  2. Ja, heute hab ich mir auch einen Entspannungstee aufgegossen. Und der Mann ist ja mit seinen Tools auch auf Schlafprobleme spezialisiert, hihi. Wenn das so weitergeht, wende ich mich vertrauensvoll an ihn.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.