_Alltag

Alltagsgruß vorm Wochenende

Bevor wir ins Wochenende starten, lasse ich noch einen kleinen Alltagsgruß hier. Die Tage waren gut gefüllt. Mal ganz schön, mal etwas schwierig. Der Mann meinte, wir leiden unter dem typischen Lagerkoller, den wir auch nach zwei Wochen Ferien miteinander haben. In der Tat waren alle etwas angespannter und genervter. Wie gut, dass das Wetter schön ist und wir uns immer wieder auch draussen betun können. Spazieren, rasen mähen, im Garten werkeln.

Familienleben

Die Tochter geht oft mit dem Leihhund spazieren, knüpft Hundeleinen und Halsbänder (falls du einen Hund hast und Interesse an einer individuell gefertigten Leine/Halsband, vermittle ich gern den Kontakt) und kümmert sich bisschen um ihren Schulkram. Der Sterngucker hat den Rasen gemäht und hat mich bei meiner Laufrunde begleitet. Der Wolf schlurft sich durch den Tag und hat in letzter Zeit besonders Freude am Essen bereiten. Nur nicht, wenn er Hunger hat. Wir haben in der letzten Woche wirklich gut gegessen. Ich bin ganz glücklich über unseren Speiseplan, der richtig gut funktioniert hat. Heute abend gab es Pizza. Am Wochenende essen wir die Reste – lauter übriggebliebene Kleinigkeiten der Woche, wie zum Beispiel der Rote Beete Salat mit Macadamia Nüssen.

Ich habe mich in den letzten Tagen um meine Unterlagen für die Umsatzsteuer gekümmert, damit sie zur Steuerfachfrau geschickt werden können. Das erste Quartal in diesem Jahr ist schon vorbei!

Tränen dürfen Fliessen, Verspannungen sich lösen

Am Donnerstag hatte ich morgens einen Therapie Termin. Das klappt gut per Telefon und war nötig. In mir hatten sich einige Tränen angestaut, die im Telefonat dann endlich fliessen durften. Danach ging es mir so viel besser, wenn auch ich vom Weinen etwas erschöpft war. ich bin soo soo dankbar für die Therapeutin. Wir haben hauptsächlich über das Thema Freundschaft gesprochen. Im Gespräch fiel mir ein, dass mich das Thema schon seit meiner Kindheit umtreibt. Ich habe mich an einen Tagebucheintrag meines 13jährigen Ich’s erinnert. Wie ich darin die Sehnsucht nach einer Freundschaft niederschrieb, am besten sollte die Person so sein wie ich selbst. Wir sprachen darüber, wie alles, was wir ersehnen in uns etwas anklingt und wir in erster Linie uns selbst eine gute Freundin sein können. Das Thema wirkt noch in mir nach.

Am Abend hatte ich eine Sensory Awarenss Session per Zoomcall. Wir Frauen unserer Gruppe hatten Sehnsucht nach unserem Zusammensein und wollten probieren, ob wir gerade in dieser ungewöhnlichen Zeit auch in unseren vertrauten Räumen miteinander arbeiten können. Es hat gut funktioniert. Nächsten Mittwoch treffen wir uns auf die gleiche Weise wieder. Das tat gut.

Dann dachte ich, dass ich nach diesem anstrengenden Tag gut schlafen würde, aber es hat doch lange gedauert, bis ich einschlafen konnte. Ich hoffe, heute geht das besser.

Noch eine Zeitreise

Während die Sendung mit der Maus läuft, habe ich in den letzten Tagen der Tochter kleine Zöpfe geflochten. Das erinnert mich an mich selbst, als ich 18 war und kurz vor dem Abitur stand. Während wir für die Prüfung lernten (Geografie, mündlich) flocht mir eine Freundin lauter kleine Zöpfe. Ein Foto habe ich davon noch gefunden.

Mein wieder begonnenes Lauftraining macht mir Spaß, strengt mich aber noch ganz schön an. Ich laufe sehr achtsam mit regelmässigen Gehpausen. Neulich habe ich ein bisschen mit meiner technik experimentiert. In einem Shastar Vidya Workshop hat Nidar Singh einmal erklärt, wie wir effizienter mit unserer Kraft umgehen können, mein kämpfen, laufen und schwimmen, wenn wir statt unserer Muskelkraft die Schwerkraft nutzen. Das ist ein spannender Unterschied.

Heute hat der Lehrer vom Sterngucker angerufen und nachgefragt, wie es uns geht. Das war schön, kurz im Gespräch zu sein. Im Blog habe ich die Anleitung für Frühlingsdeko im Glas wieder rausgesucht. Vielleicht hast du ja ein bisschen Bastellust. Ich freue mich gerade über meine Schachbrettblumen, die zu blühen beginnen. Leider sind einige davon abgeknickt oder angeknabbert (Wühlmäuse?). Mal sehen, ob sie in der Vase weiterblühen. In leere Eierschalen habe ich Kresse gesät. Überhaupt ist mir das Säen und Pflanzen und beim wachsen Zuschauen ein großer Anker.

Am Montag beginnen bei uns nun zwei Wochen Osterferien. Was danach ist, konnte uns noch niemand wirklich sagen.

Was sonst noch schön war

Post von meinen Eltern mit Wollresten, damit ich meine Socken weiterstricken kann. Und ein Brief für den Sterngucker mit Briefpapier aus meiner Kindheit. Kennt’s noch jemand?

Ausserdem kamen noch zwei weitere Briefe für mich. Und ein Foto der kleinen Osterküken bei meinen Eltern. In Opas Wollmütze.

     


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4 Kommentare

  • Hanni

    Liebe Ramona,
    auch ich denke gerne an die schöne Zeit, die wir hatten zurück! An die Zöpfe kann ich mich noch gut erinnern;))
    Liebe Grüße
    Hanni

  • Regina Dorfmann

    Liebe Ramona, das Briefpapier kenne ich nicht aus meiner Kindheit, denn die fand im Westen statt. Aber gleich im Sommer 1990 machte ich ein Praktikum in Schwerin und bekam noch viele Ostprodukte mit. Und eines der Dinge, die ich mir damals in meine Studentenbude mitbrachte, war ein wunderschön gestaltetes DDR Kinder-Briefpapier, das oben links mit Dornröschen drauf. Habe ich sehr gemocht. Hach…
    2 Jahre später bin ich dann nach Mecklenburg-Vorpommern eingewandert und habe es nie bereut.

    Viele Grüße von einer stillen Leserin
    Regina

  • Edi

    Liebe Ramona,

    ich werde in den Osterferien auch wieder anfangen zu joggen und bis dahin habe ich mich mit folgendem Buch eingestimmt: LAUFEN von Isabel Bogdan.

    Wirklich toll geschrieben, eigentlich ein Roman aber auch irgendwie eine Dokumentation über die Bewältigung einer Krise.

    Habt ein schönes Wochenende

    liebe Grüße
    Edi

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