_Alltag

Alltagsnotizen zum Wochenausklang

Nach einem Telefonat gestern mit der großartigen goldenen Maren war ich für den Rest des Tages ganz beschwingt. Wir treffen uns regelmässig per Videochat und tauschen uns über unsere aktuellen Themen aus. Manchmal ganz emotional. Es ist schön, jemanden zu haben, der einen liebevoll auf die eigenen blinden Flecken hinweist, jemanden mit dem ich schwingen kann. Ich habe auf jeden Fall immer etwas zum Nachwirken und Nachsortieren, wenn wir telefoniert haben. Ich glaube, das geht uns gegenseitig so und fühlt sich gut an. Ich bin so gesegnet mit wunderbaren menschen in meinem Leben. Das ist mir in diesen Tagen immer wieder klar geworden. Wenn ich schöne Briefe bekomme, Emails, Gespräche führe, Therapie habe oder Coaching. Ich bin da voller Dankbarkeit.

Gut fühlt sich auch nach wie vor meine wöchentliche Sensory Awareness Stunde an. Die machen wir zur Zeit per Videokonferenz. Das ist nicht das gleiche wie in echt, aber auch diese Erfahrung bietet ein breites Experimentierfeld zum Hinfühlen, achtsam sein und beobachten. Spannend. So konnte ich mich gestern nur schwer auf das Erleben einlassen, war immer wieder im Kopf bei meinen Gedanken und abgelenkt. Das macht sich sofort im Körper, in meiner gesamten Statik und meinen Empfindungen bemerkbar. Ich bin begeistert, dass ich sowas mittlerweile wahrnehmen kann.

Gartenfreude

Im Garten blühen jetzt die ersten Erdbeeren, aber auch die Johannisbeeren und Stachelbeeren machen schon Blüten und kleine Früchte. Auf Spaziergängen bewundere ich die üppig blühenden Apfelbäume. Soo schön. Neulich habe ich das Baumhaus der Jungs für mich als Sitzplatz entdeckt. Auf unserem Grundstück steht eine verzweigte Weide. Da haben die Nachbarn, als unser Grundstück noch unbebautes Land war, ihren Osterstrauss ausgesetzt. Der ist angewachsen und aus verschiedenen Weidensorten zu einem interessant geformten Baum geworden. Als wir das Grundstück gekauft haben, sollte der Baum da stehen bleiben, weil sonst nichts weiter wuchs. Mittlerweile ist er so herrlich schnörkelig gewachsen, dass die Jungs ein paar Sitzbretter hineingenagelt haben. Zusammen mit den begrünten Zweigen ergibt das ein kleines Baumhaus, gut geschützt im Schatten mit Blick auf Haus und Garten. Herrlich.

Heute habe ich den Vormittag mit den Nähen von Masken verbracht. Das war ja Elternarbeitszeit für die Tochterschule, wofür ich mich eingetragen habe. Ich habe fast 3 Stunden für 10 Masken benötigt. Die habe ich heute noch gebügelt, eingetütet und dem Mann zur Post mitgegeben. Auch andere Näherinnen haben Feedback über die Arbeitszeit gegeben. Jetzt wurde die gutgeschriebene Stundenanzahl angepasst und erhöht.

Akaal

Am frühen Nachmittag rief meine Mama an. Meine Oma hatte vorgestern einen schweren Schlaganfall und lag seit dem im Krankenhaus. Heute ist sie verstorben. In den letzten Tagen habe ich viel an sie gedacht. An die vielen Erinnerungen mit ihr, an unsere Spaziergänge, als ich das letzte Mal da war und unsere Gespräche. Ich hab das sehr genossen. Sie war als Kind meine Lieblingsoma. Die Stadtoma, die uns, wenn wir dort waren, am Abend mit Apfelstückchen vorm Fernseher (Schwarzwaldklinik!) verwöhnt hat. Das war sowas besonderes! Und die uns ins Bett gebracht hat, in ihr Nebenbett mit den dicken Kissen, wo sie uns die Zudecke beim Schlafengehen unter die Kissenecken steckte, sodass wir wie in einem wohligen Kokon eingepackt waren. Es ist ein komisches Gefühl, sie nicht mehr bei uns zu wissen. Der Mann und ich haben eine kurze Akaal-Meditation mit dem Gong für sie gesungen und ihr eine gute Reise gewünscht. Akaal heisst unsterblich und wird gesungen, wenn die Seele frei wird.

Zum Welttag des Buches

Heute ist Welttag des Buches. Ich hatte Spaß, ein bisschen durch meine Bücherreglae zu stöbern und #bookshelfpoetry zusammenzustellen. Das hatte ich gestern auf Instagram gesehen. Genau mein Geschmack. Das geht so: Du suchst im Bücherregal ein paar Bücher mit Titeln, die sich gut miteiander kombinieren lassen. Diese ordnest du dann zu Poesie zusammen. Ein nettes Spiel.

Die Werkstatt der Schmetterlinge

Mein Zauberwald, Strandgut.
Innehalten.
Herzenstüren öffnen.
Hoffnung leuchtet Feuer im Herzen.
Ich bin so knallvergnügt.
Schmetterlingszeit!

Beim Maskennähen habe ich das Laufen-Hörbuch von Isabel Bogdan fertig gehört und mir als nächstes Madame Moneypenny, Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können runtergeladen. Oh, meine Hörbuchliste ist schon so lang, ich weiss gar nicht, wann ich das alles hören möchte. Es gibt so viele spannende Bücher. Manche Bücher eignen sich gar nicht so richtig zum Hören, weil ich ja eher der visuelle Typ bin und mir gern Sachen notiere, anmerke und unterstreiche. Meine gelesenen Bücher liste ich übrigens hier auf. Die Leseliste ist zur Referenz auch im Blog in der Seitenleiste.       

Am späten Nachmittag kam die Tochter und näht seit dem Masken aus meinen Stoffvorräten. Sie probiert sich durch Modelle und Kombinationen, eine hat sogar eine Tasche fürs Feuerzeug eingebaut. Hihi.

Mein Tagesohrwum mit der ordentlichen Dosis Melancholie (Heppners Stimme immer!): Whenever i miss you

Drüben auf Kallimagie.de habe ich heute gezeigt, was Schriftenteppiche sind. Vielleicht hast du ja Lust, im Mai selber welche zu gestalten?

 


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie bei StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

5 Kommentare

  • Simone

    Guten Morgen Ramona,

    es tut mir sehr leid um Deine Oma, fühl Dich gedrückt.

    Meine Oma 85 und mein Opa 89 sind noch hier, aber seid Weihnachten lassen beide sehr stark aus. Was ein sehr komisches Gefühl in mir auslöst, da sie sich immer noch komplett selbst versorgen konnten. Und so muss auch ich mich, mit dem Thema Sterben innerlich auseinander setzen.

    Wie schön Du die Erinnerungen an Deine Oma beschreibst und noch schöner, dass sie dich noch so viele Jahre begleiten durfte und Deine Kinder groß werden sehen durfte.
    Eine schöne Art, Abschied zu nehmen.

    Mein Beileid. Simone

  • rum

    Mein herzliches Beileid, my Dear!

    Wusste gar nicht, dass es was Neues von Heppner gibt. Danke für den Link!

    <3

  • Michaela

    Liebe Ramona,
    mein herzliches Beileid, es bleiben die wunderschönen Erinnerungen und Gefühle für die geliebte Oma.
    Wir sorgen uns gerade um den Opa….., ein Zustand zwischen Hoffnung und Bangen.

    Grüße, Michaela

  • Maria

    Liebe Ramona,

    mein Beileid, hoffentlich war sie nicht allein, als sie starb, und hoffentlich fühlt ihr euch jetzt nicht allein mit eurer Trauer. Das muss schlimm sein unter diesen Umständen.

    Alles Liebe für dich,
    Gruß und Kuss,
    Maria

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