Alltagsorganisation – Den Überblick behalten

Alltagsorganisation – Den Überblick behalten

Ein halbes Jahr ist nun schon vergangen. Nun ist mein Mahabuch, mein dicker Alltagsbegleiter, mein ausgelagertes Gehirn, voll. Mein Mahabuch ist ein dickes kariertes Leuchtturm Notizbuch* mit Lesebändchen. Diese Art von Buch habe ich vor ungefähr fünfzehn Jahren begonnen zu führen. Der Anstoß war ein Kapitel in dem Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“*, wo Karen Kingston ihre Herangehensweise gegen Zettelflut und Post-It-Kleber beschrieb. Nämlich: alles in ein Buch zu schreiben.

Später kam dann die Bulletjournalmethode von Ryder Carroll dazu. Ich nutze die nur sehr rudimentär, habe aber Teile seines genialen Systems übernommen. Eher minimalistisch und nicht gestaltet.

Dazu führe ich noch ganz klassisch einen Kalender. Seit Jahren ist das der Taschenbegleiter von Roterfaden, der bei mir aber kein Taschenbegleiter, sondern ein Schreibtischlieger ist. Ich brauche die Kalenderübersicht. Was die Anordnung betrifft bin ich da auch sehr unflexibel. Deshalb hat sich bei mir ein digitaler Kalender nicht alleinig durchgesetzt. Ich brauche eine analoge Variante, um den Überblick zu behalten.

Und weil ich ja auch selbständig bin und für Kunden arbeite, meine eigenen Angebote in die Welt trage und ein Unternehmen führe, brauchte ich noch etwas, wo ich übersichtlich meine Tagesaufgaben, Ziele und Zeitpläne festhalten kann. Da probiere ich mich schon seit Jahren durch diverse Systeme. Ich hatte einen Guter Plan, Klarheit Planer und in diesem Jahr einen Weekview Business Planer. Mir gefällt an all diesen Systemen die Haptik und das Design, aber auch die vorgegebene Struktur. Nun habe ich meinen Business-Planer ein halbes Jahr lang im Gebrauch und mag ihn noch immer. Allerdings liegen hier nun dauernd drei Bücher umeinander, mit denen ich mich organisiere. Ich möchte das gern reduzieren. So habe ich gestern viel Zeit damit verbracht, an meiner Orga herumzuwurschteln.

Kalender

Auf meinen Kalender möchte ich nicht verzichten. Ich habe mich jedoch gefragt, ob es noch der Taschenbegleiter sein muss. Im Businessplaner ist auch ein Kalendarium drin, sowohl als Jahresübersicht, als Quartalsübersicht und Wochenübersicht. Ich kann also meine Termine genauso gut dort drin verwalten. Deshalb habe ich beschlossen, den Roterfaden erstmal ins Regal zu stellen, obwohl ich sowohl Haptik als auch Layout des Kalenders und Systems sehr schätze. Also habe ich alle Termine aus der Jahresübersicht und der nächsten Wochen in den Businessplaner übertragen.

Der Businessplaner

Den habe ich mir gekauft, weil ich das Bedürfnis nach mehr Struktur und Überblick haben wollte. mein Mahabuch funktioniert eher so als Braindump, wie ich es gern nenne. Gehirnhalde. Alles, was ich im Kopf habe kommt da rein. In Form von Listen, wilden Notizen, Mindmaps und kleinen Zeichnungen. Der Businessplaner soll mir also zu einem besseren Zeitmanagement helfen. Dort kann ich meine Prioritäten vermerken, Arbeitsblöcke eintragen, Dinge tracken und das Quartal sowohl planen als auch reflektieren (die roten Seiten dazwischen). Das ist schon sehr toll, aber so richtig intensiv nutze ich all die Möglichkeiten irgendwie doch nicht. Vielleicht, weil es nicht meinem Typ entspricht? Weil ich anders arbeite? Weil ich doch nicht so geplant und diszipliniert bin? Ich werde das jetzt während der weiteren 6 Monate nochmal auf Herz und Nieren testen, ob ich den Business-Planer im nächsten Jahr wieder kaufe.

Das Bulletjournal

Am allerliebsten wäre mir ja, alles in einem Buch zu haben. Dazu müsste ich allerdings in der Lage sein, das Prinzip des Bulletjournals ordentlich anzuwenden und nicht nur eine Chaosliste mit Bulletjournalzeichen zu führen. Weil mein Maha Buch nach der ersten Jahreshälfte nun voll ist, fand ich es einen guten Zeitpunkt, dem Bujo (Bulletjournal) System nochmal eine Chance zu geben. Auf der Website gibt es viele Tipps und Anregungen, das System für dich selbst anzuwenden, sodass ich davon abgesehen habe, mir das Buch* zu bestellen. Gestern hab ich also den nachmittag damit verbracht, das neue schöne Leuchtturm Buch, was mir eine Freundin zu Weihnachten geschenkt hat, einzuweihen. Vielleicht kann ich am Ende des Jahres darüber berichten, ob es mir gelungen ist, einen Workflow für mich zu finden, wie ich vielleicht doch nur mit einem Buch auskomme und nicht den Überblick verliere.

Ich kann mir vorstellen, dass der Businessplaner für die Struktur und Übersicht weiter existieren darf, das Mahabuch/Bulletjournal für die Ideen, Notizen und als Gehirnablage.

Und am Ende bin ich vielleicht einfach jemand, für den es mal so und mal so passt. Mal ganz minimalistisch und mal ganz ausgebreitet. Das ist dann auch ok.

Was funktioniert für dich gut, um Alltag, Termine, Familie und Job im Überblick zu behalten?

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2 Gedanken zu „Alltagsorganisation – Den Überblick behalten

  1. Ist ja wie bei mir, allerdings haben der Businessplaner und ich nicht so gut zusammengepasst, aber das war erwartbar. Die Taschenbegleiterin ist nur noch Sammelmappe für zwei Notizhefte. Und ansonsten organisiere ich mich mit einem Kalender und einer Hirnhalde… Ich habe keine Planerfrieden gefunden. Und sollte ich jemals wieder bloggen, wäre das auch einen Artikel wert ;)

    LB Irka

  2. hach ja, ein ewiges thema ;)
    für mich funktioniert das bulletjournal super, zum planen, organisieren, und zum festhalten der gedankenflut – ich bin damit erfolgreich die fülle an notizzetteln und post-its losgeworden :)
    das system an sich lässt ja viel spielraum für die eigene gestaltung; bei mir hat es sich auch über die monate (ich mach das seit gut einem halben jahr) immer weiter entwickelt.
    das bujo ersetzt mir auch den kalender; den hab ich zwar noch, benutze ihn aber nur noch als (text)journal, nicht zum planen.
    ein zweites buch hab ich aber trotzdem noch, ich nenne es auch maha-buch, obwohl ich es „nur“ für meine arbeitsprojekte (kundenprojekte und eigene) nutze. das trage ich nicht mit mir rum, sondern es liegt auf meinem schreibtisch. und funktioniert bisher mittelgut – weniger lose zettel auch hier, aber irgendwie ist mein system noch verbesserungswürdig ;). ich mag gern alle projekt-notizen zusammen haben, nicht wild im buch verteilt. habe aber immer viele projekte gleichzeitig. daher sehe ich bei projektbeginn immer ein paar seiten für das neue projekt vor. wenn sich projekte lange hinziehen, reicht der vorgesehene platz allerdings manchmal nicht aus, und dann leg ich doch wieder lose zettel mit rein. ;)

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