Alltagsschnipsel zur Herbst-Tag- und Nachtgleiche

Alltagsschnipsel zur Herbst-Tag- und Nachtgleiche

Abends sitze ich dann und möchte nicht mehr in Bildschirme schauen. Vieles Sitzen tut mir nicht gut. Viel Bildschirmarbeit auch nicht. Aber ich bin voll und möchte erzählen, teilen, inspirieren und mich austauschen. Und dann schreibe ich einen ganzen Blogpost, lese ihn, finde ihn uninteressant und nicht relevant und veröffentliche ihn nicht. Nach drei Tagen lösch ich das Geschriebene dann wieder. So wäre das beinah auch mit diesem geschehen. Den lass ich jetzt aber mal so stehen.

Die Tage sind voll und bunt. Arbeit und Familie, Wetter und Alltag. Da fällt der eine Sohn am Abend vom Kletterhausdach auf dem Spielplatz und tut sich die Hand weh. Zum Glück nichts gebrochen, aber eben doch erstmal Aufregung. Sowas passiert immer Abends und/oder am Wochende. Am Samstag war der Mann arbeiten und ich bei den Kindern. Ich habe viel Zeit damit verbracht, meine Jobs und Aufgaben zu strukturieren, mir einen Überblick zu verschaffen und unseren Speiseplan für die nächsten vier Wochen zu planen. Das habe ich zum ersten Mal für so einen langen Zeitraum gemacht. Ich bin ein bisschen stolz, denn ein Speiseplan entspannt unseren Alltag. Ein Blick auf den Plan und wir wissen, was wir einkaufen müssen und kochen. Dabei sind wir dennoch so flexibel, dass wir mal was weglassen oder tauschen, wenn es nicht ganz passt. Samstag stand also ganz im Sinne von Planen und Strukturieren, auch ein bisschen Spazierengehen, rumlungern und lesen. Am Abend hatten wir nochmal ein Feuer, weil das Wetter noch schön war.

Nach Planung und Struktur dann Ordnung

Für Sonntag stand Lager aufräumen im Kalender. Also machten wir uns nach dem Frühstück ans Werk. Durch unsere diversen Versandaktivitäten haben wir immer einen gewissen Vorrat an Kartons im Lager. Dazu gesellen sich ausrangierte Spielsachen, Gartengeräte und Klamotten. Was halt so ins Haus rein und raus wandert. Irgendwann wird das chaotisch, sodass es hin und wieder eine kleine Ausmist- und Sortieraktion braucht. Ein schönes Gefühl, wenn dann alles wieder aufgeräumt ist. Wir konnten uns von Dingen trennen, die wir nicht länger brauchen. zB abgelaufene Farbe vom Hausbau oder Lack zum Ausbessern von kleinen Schäden vom vorherigen Auto, diverser Papiermüll und eben so Kleinkram.

Zwischendrin habe ich uns einen Kuchen gebacken. Wir hatten dicke Pflaumen aus der Gemüsekiste. Ich habe aus der Bibliothek schon wieder das Buch La Veganista backt ausgeliehen. Dort stehen gute vegane Kuchenrezepte drin, die leicht nachzubacken sind. Der Mann experimentiert gerade mit Joghurt selbstmachen. Ich bin gespannt, wann er die erste vegane Sorte zaubert.

Nach dem Kuchenessen begann mein Auge zu jucken und anzuschwellen. Vermutlich hatte ich beim Lager aufräumen etwas ins Auge bekommen. Ich ruhte mich also eine Weile aus und versuchte, mich da nicht reinzusteigern. So köperliche Wehwehchen werden schnell bedrohlich für mich. Ich finde aber, das sich das gut hinbekommen habe. Genau wie den Frauenarzttermin am Freitag. Da war ich richtig stolz auf mich. Einfach nur Aufregung und Herzklopfen. Keine Panikattacke. Das kenne ich auch anders. Es geht aufwärts!

Aussicht auf eine weitere volle Woche

Und diese Woche? Ist so rappelvoll wie die vorherige. Das Wetter zeigt sich pünktlich zum Herbstanfang kalt und verregnet. Ich wäre am liebsten im Bett geblieben und hätte eingekuschelt dem Regen zugehört. Stattdessen habe ich heute den Vertrag für meinen Job an der Schule für die Nachmittagsbetreuung unterschrieben, am Mittwoch geht es los. Ich freue mich schon auf gemütliche Bastelnachmittage mit den Kindern. Den Rest des Tages war ich in meine Arbeit vertieft. Im Newsletter habe ich ein paar Gedanken zu Perfektion und der Verbindung von Wollen-aufhören und Fliessen-lassen geschrieben. Eine Einsicht, die mir mein Körper in meiner wöchentlichen Sensory Awareness Stunde gespiegelt hat. Das werde ich sicher an der ein oder anderen Stelle nochmal aufgreifen.

In der Schule gibt es morgen eine Digitalschulung als Angebot an die Eltern und MitarbeiterInnen. Ich bin gespannt! Ausserdem ist bald der erste Elternabend beim Sterngucker. So schuckelt sich die Woche von Termin zu Termin hin zu einem weiteren Strohwochenende.
Anfang Oktober ist der Mann schon ein Jahr selbständig. Das wollen wir gern irgendwie feiern, überlegen aber noch wie das gehen kann. Also wie wir feiern wollen und wie wir das mit der Kinderbetreuung lösen können.

Ich hatte auch den Gedanken, den Oktober für eine Blogpause zu nutzen. Einmal Gedanken neu ordnen, meine Ausrichtung, Zeitressourcen und Sinnhaftigkeit. Meine Statistik geht eh den Bach runter verglichen zu anderen Zeiten. Ich versuche mir zwar immer einzureden, dass es egal ist, aber es ist mir nicht egal. Ich hab ja noch ein paar Tage drüber nachzudenken bis der Oktober kommt.

Soviel zu ein paar wirren Wochenanfangsgedanken. Das kennst du ja schon von mir. Braindump heisst das übrigens in meinem Bulletjournal.

 

 

8 Gedanken zu „Alltagsschnipsel zur Herbst-Tag- und Nachtgleiche

  1. Ich freue mich sehr, dass du diesen Text nicht gelöscht hast. Ich habe schon auf einen neuen Beitrag gewartet :-)
    Ich lese so gerne bei dir.
    Glg Tanja

  2. Ich lese auch so gerne bei Dir, auch wenn eher still. Unsere Töchter sind im gleichen Alter, bei den Jungs passt es nicht ganz, aber die Themen sind doch ähnlich. Liebe Grüße aus Colorado!

  3. Liebe Ramona,
    genau diese Art Deiner Blogbeiträge berühren mich zutiefst!Es sind die alltäglichen Dinge, die oft unspektakulären und sich wiederholenden Dinge, Gedanken, Gefühle die uns Menschen beschäftigen…Ich finde gerade Dein Dich zeigen,mit all dem Braindump ;-) so herrlich verbindend und auch inspirierend…
    All das ist das Leben eben auch …und von all dem PositivSternstaubEinhornGlitzer-ImmerAllesEasyGeschreibsel gibt es wahrlich genug im www,ist es nicht so???
    Ich DANKE Dir von Herzen für Dein SEIN&TUN und BITTE Dich nichts Geschriebenes mehr in den Papierkorb zu schmeissen…
    Eine schöne Woche für Dich und einen wundervollen Arbeitsbeginn mit den Kids in der Schule!!!!
    Aus dem hohen Norden grüsst Dich,Ines.

  4. Liebe Ramona, ich mag deinen Blog und deine Alltagseinblicke. Und ich bewundere es, dass du dafür Zeit findest. Das würde ich auch gerne schaffen, doch aktuell fehlen mir die Ressourcen dafür. Und dann beruhige ich mich, alles hat seine Zeit im Leben. Heute Morgen bin ich durch Sonnenschein im Dunst gefahren, wunderschön. Kraft gebend.
    Alles Liebe
    Sternie

  5. liebe ramona, an deinem blog schätze ich besonders das lebendige, authentische. in dem du dein zweifeln und schwachsein teilst, fühle ich mich ermutigt, zu meinem befinden zu stehen. gerade wenn es nicht so flutscht und die inneren widerstände wachsen ist das so wertvoll. dafür danke ich dir von herzen, andrea

  6. Liebe Ramona,

    danke für Dein Schreiben und vieles mehr. Mir tut gut, dass es eben nicht „perfekt“ rüberkommt, aber immer in einer sehr lebendigen, sinn- und sinneserfüllten Mischung. Danke dafür und liebe Grüße aus Aachen,
    Heidi

  7. Auch ich mag dein „Braindump sehr gerne, eben weil es so authentisch ist. Danke dafür. Daß du jetzt einen Job an der Schule hast finde ich sehr schön. So ein zweites Bein ist toll! Alles Liebe und einen guten Start morgen!

  8. Liebe Ramona,
    Dein Blog war einer der ersten, die ich für mich entdeckt habe und das ist inzwischen schon einige Jahre her… und ich lese nach wie vor sehr sehr gerne bei dir! Danke für viel Inspiration! Herzliche Grüße, Siri

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