_Alltag

Aus dem Krankenlager

Der kranke Wolf verbrachte den Montag mit Fieber im Bett, schlief viel und nippte hin und wieder an einem Bio-Zisch Orange, was ich ihm mitgebracht hatte, damit er überhaupt etwas trinkt. Am Abend sind der Mann und der Sterngucker zurückgekommen.

Die Nacht war ausgesprochen unruhig. Es dauerte eine Weile, bis ich Ruhe fand. Dann wachte der Wolf mit Nachtschreck auf und lief wirr und unerreichbar durch Bad und Flur. Das ist immer sehr unheimlich, wenn er Dinge erzählt, die er sieht oder sich bedroht fühlt. Am Morgen erinnert er sich nur bruchstückhaft an die Ereignisse der Nacht. Das ging leider so die ganze Nacht weiter zwischen Fieberträumen und Angst. Den Rest der Nacht verbrachte ich mit ihm auf der Couch, bei eingeschaltetem Licht, nur phasenweise schlafend. Währenddessen bemerkte auch der Sterngucker die Abwesenheit von uns im oberen Stockwerk und begab sich halbschlafig auf die Suche. Ich brachte ihn zurück in sein Bett, kuschelte kurz und liess ihn dann schlafen. Zum Glück schlief wenigstens er bis sieben Uhr durch.

Krankenlager

Auch ich bin erkältet, die zerstückelte Nacht trug nicht sonderlich zur Genesung bei, wie man sich vorstellen kann. Dennoch war ich dann gut wach für den vormittag. Wir frühstückten, dann verabschiedete ich den Sterngucker zum Bus und nahm meinen Therapie-Termin wahr. Den Rest des vormittags konnten wir etwas arbeiten, sonderlich produktiv fühlte sich das aber nicht an. Der Wolf verbrachte den Tag auf der Couch eingemummelt, immerhin mittlerweile fieberfrei.

Zum Mittag gab es Gemüsesuppe. Der Mann hatte uns einen großen Topf voll gekocht. Die war so gut! Ich kuschelte mich zum Mittagsschlaf auf der Couch ein. Etwas Schlaf hatte ich doch nachzuholen. Dann holte ich uns noch Kekse und Bio-Zisch Nachschub für den Wolf. Als der Sterngucker aus der Schule kam, fuhr der Mann zum Sport und den Wocheneinkauf erledigen, ich ging eine kleine Runde spazieren und frische Luft tanken.
Zum Abendessen assen wir Reste, die Tochter kam vorbei und es war kurz wuselig uns laut. Ich spielte eine Runde Monopoly junior mit den Jungs, aber so richtig friedlich wollte es nicht werden. Das Spiel haben wir aus der Bibliothek ausgeliehen. Ich finde es eine schöne Variante für Kinder. Beim Spielen fiel mir ein, wie ich damals nach der Wende das erste mal Monopoly gespielt habe. Ich glaube, meine Cousine aus Berlin hatte es mitgebracht. Und wir fanden es so klasse und anders (als Mensch-ärgere-dich-nicht), dass wir es nachbastelten – Spielbrett, Geldscheine, Ereigniskarten.

Dann war Bettzeit. Ich räumte mit dem Sterngucker noch bisschen sein Zimmer auf. Das geht so schnell, dass es verwüstet. So richtig zufrieden bin ich mit den Aufbewahrungsmöglichkeiten für seine Spielsachen noch nicht. Wir lasen noch ein bisschen vor (zu meinem Leidwesen gerade ein Donald Duck Comic – ich lese nicht gern Comics vor). Ich verteilte noch etwas Thymian-Myrthe-Balsam auf alle Kinderbrüste, Wärmflaschen unter die Bettdecke und wünschte Gute-Nacht.

Da ich mich auch durch den Tag gehustet und geschnupft habe, werde noch ein Dampfbad machen. Morgen bin ich dann bestimmt wieder fitter, hoffentlich, denn morgen habe ich Schule. Insgesamt ist mir postitiv aufgefallen, dass ich mich trotz Müdigkeit und Erkältung recht klar fühle. Ich wundere mich, ob das eine positive Wirkung der Nahrungsoptimierungspülverchen ist, die wir trinken (wozu ich auch längst was schreiben wollte. Kommt noch!).

Buchtipp aus der Bibliothek

In der Bibliothek habe ich wieder einen kleinen Buchschatz entdeckt. Ein wunderschön und einzigartig illustriertes Buch über Aleksander Doba, einem Mann, der mit dem Kajak den Atlantik überquerte. Die Texte sind leicht zu lesen, die Geschichte und Reiseberichte spannend. Die Bilder sind feine Linoldrucke. Ein richtig tolles und unterhaltsames Buch.

14000 Meilen über das Meer. Mit dem Kajak über den Atlantik. Agata Loth-Ignaciuk, Bartlomiej Ignaciuk, Gerstenberg

Use what you have

In der Therapie haben wir heute einen überraschend neuen Blickwinkel auf mein Jahresthema „Use what you have“ erarbeitet und von verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet. Ich habe mir viele Notizen gemacht und lasse das jetzt nachwirken. Auf meinem Spaziergang fiel mir passend dazu meine „Geh barfuß„-Botschaft dazu ein. Ich glaube, die hängen sehr eng miteinander zusammen und ich beginne eine tiefere Bedeutung zu erahnen.

{Werbung} Es gibt noch ca 25 gedruckte und sehr hilfreiche Buch der Möglichkeiten Arbeitshefte. Hier kannst du deins bestellen.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.