_Alltag

Beginn der dritten Zuhausewoche

So langsam kippt auch bei uns die Stimmung. Die Kinder werden immer unmotivierter, ihre Hausaufgaben zu erledigen, wir immer unmotivierter uns daneben zu setzen. Ich bin ein bisschen angeschlagen. Der Hals ist wund, bisschen Nase und Husten. Und dann gleich das innere Abchecken nach Corona-Symptomen. Doch finde ich jeden Tag irgendwie in meine innere Stabilität zurück. Wovor haben wir eigentlich Angst? Gestern hab ich in meinem Tagebuch notiert, dass uns diese Pandemie mit unserer eigenen Begrenzung und unserer Sterblichkeit konfrontiert. Das ist keine leichte Kost. Ausserdem ist es natürlich eine Hochleistung für unser Gehirn, unser ganzes Nervensystem gerade. Erstens mag unser Gehirn keine Veränderungen. Veränderungen kosten unglaublich viel Energie. Zweitens sind wir in einem dauerhaften Alarmzustand. Das macht müde und mürbe.

 

Entsprechend mies gelaunt startete die Woche. Ein mauliges Jammerkind und die Stimmung überträgt sich sofort auf die ganze Familie. Eine interessante Dynamik. Ich bin froh, dass wir dennoch immer wieder dir Kurve bekommen. Dann gibt es eben mal einen Pausetag und keine Hausaufgaben. Dafür waren die Kinder gestern den ganzen Vormittag im Garten. Es hatte geschneit und sie haben aus dem Schnee Sessel und eine kleine Schneewelt gebaut.

Ich habe die Wochenaufgaben zusammengetragen und als Abhakliste ins Wohnzimmer gehängt. Sie ist überschaubar und sollte die Jungs eigentlich nicht überfordern. Weil ich schon beim Strukturieren und Planen war – das hilft mir ungemein, den Überblick zu behalten und nicht die Nerven zu verlieren, habe ich gleich noch unseren Wochenspeiseplan geschrieben und die Einkaufsliste für den Mann ergänzt. Zur Inspiration teile ich den mit dir. Den Sonntag belege ich nicht, da kochen wir immer spontan.

Speiseplan

Montag Tagliatelle mit Spinat Fenchel-Orangen-Salat und Kräuterbaguette
Dienstag Kartoffelgratin und Salat Burger zum Selbstbelegen
Mittwoch Gemüsesuppe Baguette mit Antipasti (Aubergine, Zuchini)
Donnerstag Klösse und Rotkraut mit brauner Sosse Rote-Beete-Zuchini-Carpacio und Macadamia Nüssen
Freitag Blumenkohlcurry und Basmatireis frische Pizza zum Selberbelegen
Samstag Kartoffeln, grüne Bohnen und Bratlinge Kartoffelsalat

PS: Hier habe ich eine Anleitung gefunden, Hefe selbst zu vermehren.

Ausserdem habe ich einen Kundenauftrag fertiggestellt, mich um Wäsche und Wochenplanung gekümmert. Die Tochter hat Milchbrötchen gebacken, die Jungs haben gezockt. Meine ausgesäten Pflänzchen haben nun eine schöne Größe erreicht, dass ich sie vereinzeln könnte. Ich habe keine Anzuchttöpfchen, also habe ich mir während die Sendung mit der Maus lief aus leeren Klopapierrollen kleine Töpfchen gebastelt (use what you have). Dort kommen jetzt Basiilikum, Koriander und Lauch hinein, um kräftig weiterzuwachsen bis ich sie nach draussen pflanzen kann. Oh, dieses Jahr bin ich so begeistert von den Gartenvorarbeiten (vermutlich bis zu dem Moment, wo die Schnecken mir alles niederfressen).

Am Nachmittag war ich wieder Laufen. Ich habe beschlossen, es weiterhin zu probieren. Diesmal habe ich sehr genau auf mein Tempo geachtet. Die Runde tat mir gut. Insgesamt war ich mit etwas sanften Stretching danach tatsächlich fast 50 min draussen.

Weil die Kinder in ihren Hausaufgaben auch Naturbeobachtung stehen haben, hatte ich Lust, ein Ausmalbild mit 5 heimischen Gartenvögeln zu erstellen. Vielleicht haben deine Kinder auch eine Naturbeopbachtungsaufgabe. Die Vögel können ausgemalt werden und mit einem Kreuzchen versehen, wenn im eigenen Garten oder vorm Fenster entdeckt: Gartenvögel Ausmalbild

Soul Care – Fürsorge für Herz und Seele

Heute sitze ich viel am Schreibtisch. Ich habe meinen Inspirationsbrief verschickt und einen Blogpost verfasst. Vögel sind mein Wochenthema.

„Schaut die Vögel an. Sie müssen weder säen noch ernten noch Vorräte ansammeln, denn euer himmlischer Vater sorgt für sie.“ Matth. 7,26

Weil ich Geld geschenkt bekommen habe, konnte ich endlich eine Spende für Moria überweisen. Das Flüchtlingscamp auf Lesbos lag mir in den letzten Tagen auf dem Herzen. Ich schreibe Herzensbriefe und bin in Gedanken und Gebet bei all jenen Menschen, deren Leben sich gerade dunkel und schwer anfühlt.

Und weil ich in den letzten Tagen das Gefühl habe, etwas tun zu können und zu wollen, möchte ich Soul Care per Telefon/Videochat anbieten. Du fühlst dich gerade überfordert, verängstigt oder weit ausserhalb deiner Komfortzone? Am liebsten hättest du jemanden zum Reden und Mut machen, mentale Unterstützung oder einfach nur ein leichteres Herz? Ich biete dir Fürsorge für Herz und Seele an. Wir sprechen 30 min am Telefon oder per Video-Call, ich bin ganz Ohr und schaue, was ich für dich tun kann. Schreibe mir bei Interesse eine Email. Dann machen wir uns einen Termin aus. ramona.weyde@posteo.de.

 


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie bei StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

7 Kommentare

  • Marion Kämpfe

    Liebe Ramona,
    ich habe mir deine Gartenvögel schon ausgedruckt und freue mich darauf, sie mit meinen Buntstiften (möglichst naturgetreu) auszumalen. DANKE!
    Viele Grüße von Marion

  • gesasglueck

    Hallo Ramona, ich war heute richtig dankbar, dass du so viel vom Sensory Awareness erzählst. Irgendwie hat mir das heute geholfen, meine Angst zu spüren und ihre Symptome zu finden. Und dann habe ich (ich habe keine Ahnung davon, wie das echt funktioniert, aber es hat geholfen) mich bewusst da rein begeben, mir zugestanden, dass ich auch Angst/Besorgnis verspüre und die Symptome dann irgendwie weggeatmet.
    Also vielen lieben Dank! Ich lese so gerne bei dir und freue mich, dass du momentan wieder so viel schreibst! 😊
    Liebe Grüße ❤
    Gesa

  • Frau Weh

    Liebe Ramona,
    vielen Dank für das schöne Vogelbild!
    Mittwochs schicke ich meiner Klasse immer ein kleines Motivationspaket per Email, da werde ich es anhängen, wenn ich darf.
    Homeschooling ist eine ziemliche Herausforderung. Ich merke es an meinen eigenen Kindern, die mittlerweile auch keine Lust mehr haben, aber auch am Kontakt zu meinen Schülerinnen und Schülern. Es ist schwierig und der fehlende Kontakt, die fehlenden Strukturen machen es noch schwieriger. Aber wir bleiben dran! Alles Liebe für dich und deine Familie,
    Frau Weh

  • Edi

    Liebe Ramona,

    Deine Pflanzen gefallen wir sehr – ist das lange, dünne, der Lauch?
    Heute Morgen habe ich auf der Hunderunde ein Starenpärchen entdeckt, dann dürfte ich jetzt schon ausmalen ;-)

    liebe Grüße
    Edi

  • Jademond

    Ja, das dünne ist Lauch. ich baue ihn zum ersten Mal an und hab die Pflänzchen vorher auch noch nie in Mini gesehen.

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