_Alltag

Beginn der sechsten Zuhausewoche

Nach einer schlechten Nacht startete die Woche etwas matschig und maulig. Mein Hirn fühlte sich sehr weichgekocht an. Die Mischung aus Homeoffice (was ja bei uns ein Normalzustand ist) und den dauerhaft Zuhausekindern empfinde ich zunehmend anstrengend. Müde extra herausfordernd.

Zurück zum Schule-zu-Hause-Alltag

Unsere Ferien sind nun vorbei. Die Kinder haben wieder ihre Wochenaufgaben bekommen. Die Schulen gehen da ganz unterschiedlich an das ganze Thema heran (wir haben alle drei Kinder an unterschiedlichen Schulen: die Tochter an der Montessorioberschule – sie kümmert sich selbst um ihren Kram, hat verpflichtende Videocalls mit den Fachlehrern und der Klasse, Abwesenheiten müssen gemeldet werden; der Wolf an einer freien Waldorfschule und der Sterngucker an einer Montessorischule). Der Start in den Montag fiel nicht nur mir schwer, sondern auch den Kindern. Zum Glück ist die Menge der Aufgaben überschaubar. Am Montag gibt es die Wochenaufgaben. Beim Sterngucker gab es noch eine an ihn persönlich gerichtete Email mit Vorschlägen, womit er sich im Laufe der Woche beschäftigen könnte. Und weil Frau Montessori den Aufgaben des täglichen Lebens eine große Beachtung schenkte, zählt Mithilfe im Haushalt (Gartenarbeit, Abspülen, Staubsaugen, Essen kochen etc) auch als Schule.

Ich habe am Montag die Kursbeschreibung für meinen neuen Onlinekurs fertig gemacht und mich um Haushalt und Wochenplanung gekümmert. Mehr war in meinem Zustand kaum drin. Immerhin waren das zwei Waschmaschinenladungen, der Speiseplan und meine Job-To-Do-Liste.

Speiseplan

Unseren Speiseplan für diese Woche teile ich wieder zur Inspiration. Ich selber lasse mich auch gern von anderen Einblicken in die Küche bereichern. Wenn beim Abendessen noch nichts geplant ist, dann ergänze ich das im Laufe der Woche oder finde spontan etwas. manchmal essen wir auch Reste vom Mittag.

Montag Kartoffelbrei mit wahlweise Karottengemüse oder Spitzkohl in Sahnesosse Kräuterbaguette, Antipasti und Salat
Dienstag Pfannkuchen süss und herzhaft (mit Pilzrahm) Burger zum Selbstbelegen
Mittwoch Kürbissuppe Salat und Brotzeit
Donnerstag Pasta mit Pilzcreme (Attilla italienisch S. 92)
Freitag Pizza
Samstag Pasta mit Hokkaido (Attila italienisch S. 96)
oder Reis (je nachdem, was in der Gemüsekiste kommt)

Heute hatte ich einen sehr viel besseren Tag. Besser geschlafen, schon steigt das Wohlbefinden wieder. Ich hatte gleich zum Tagesstart Therapie. Diesmal haben wir uns unter anderem auch gleich das Thema Schlafhygiene angeschaut.

Dann habe ich meinen wöchentlichen Kallimagie-Inspirationsbrief geschrieben. Und noch während ich schrieb, habe ich die Nachricht bekommen, dass mein Kurs genehmigt wurde. Juhu. Jetzt dürft ihr zahlreich buchen und euch von mir für Schriftenteppiche begeistern lassen.

Ich habe mich noch um liegengebliebene Emails gekümmert, Fragen beantwortet und diversen Kram erledigt. Und schwupp war der Tag schon wieder um. Das geht so schnell!

Laufen

Vor dem Abendessen war ich noch eine Runde laufen. Das fand ich ganz schön anstrengend, weil es so windig war. Aber ich höre das Hörbuch zu Laufen von Isabel Bogdan. Leichte Lektüre zu einem schweren Thema: Die Erzählerin hat ihren Mann verloren und läuft nun zurück in ihr Leben. Das ganze Buch erzählt die Geschichte in Form von Einblicken in ihre Gedankenwelt beim Laufen. Grübelein, Beobachtungen, Gefühle, den Trauerprozess. Wie eben so Gedankenketten und -sprünge funktionieren, wir alle kennen sie aus unserem eigenen Kopf, kommt die Läuferin über einen Zeitraum von über 2 Monaten von einem zum anderen. Es ist ein Prozess der Genesung erkennbar, aber auch wieder Rückfälle, Zweifel, Hadern, Wut, Trauer, Lebensmut. Ich höre das Hörbuch sehr gern, es ist trotz des intensivem Themas – Tod, Trauer und Depressionen – sehr unterhaltsam geschrieben. Manchmal muss ich schmunzeln, oft finde ich mich in meinem eigenen Trauerprozess um eine schwierige Freundschaft wieder. All die Gefühle, die nebeneinander her existieren: Liebe, Schuldgefühle, Wut, Traurigkeit, Mitgefühl, Zärtlichkeit, all der schmerzliche Verlust eines liebgewonnenen Menschen.

Platz schaffen

In den letzten Tagen ist mir auch sehr nach Aufräumen und Platz schaffen. So sortiere ich gerade meine Collagematerialien aus. Einen Teil davon werfe ich weg, anderes behalte ich oder mache ein Häufchen zum Verschenken. Falls du Interesse an Collageschnipseln hast, melde dich gern bei mir. Ich habe so viele davon, die zu schade zum Wegwerfen sind. Entweder ich sortiere sie nach Farbe oder packe alles in einen großen Umschlag. Das weiss ich noch nicht.

Auch unseren Küchenschrank habe ich heute durchsortiert und Dinge, die abgelaufen waren oder die wir nicht mehr essen, weggeworfen. Ein herrliches Gefühl, wieder Luft zu bekommen.

Zahlen

  • Ich habe heute 13 Arbeitsblätter für den Wolf ausgedruckt. Das sind seine Aufgaben bis zum Ende der Woche: Deutsch und Mathe.
  • Im Garten sammle ich tagsüber unter den Wegbrettern die Schnecken weg, damit sie meine Pflanzen nicht so leicht abfressen. heute habe ich 47 Schnecken in unterschiedlicher Größe abgesammelt. Die werfe ich auf den Kompost in der Hoffnung, dass sich Fressfeinde finden. Sie zu töten bringe ich nicht übers Herz.
  • An der Tochterschule habe ich mich per Elternarbeitszeit (12 Stunden im Schuljahr sind dort Pflicht) zum Maskennähen eingetragen. Nun werde ich bis nächste Woche 10 Masken nähen und bekomme dafür 2 Stunden Elternarbeitszeit gutgeschrieben. Erstmal Stoffe suchen gehen (Bio-Baumwolle oder Leinen, oder – ich hab nachgefragt – recycelte Stoffe von zB alten Herrenhemden)
  • Gestern hatte ich ein schönes Telefonat mit einer Freundin. 2 Stunden haben wir geratscht. Ein kleiner Ersatz dafür, dass wir uns nicht sehen können. Ich bin sehr dankbar, so wertvolle Menschen in meinem Leben zu haben. An so vielen Stellen und Orten.
  • Wenn du gerade ein Haus kaufen möchtest: unser Nachbargrundstück steht zum Verkauf. Auf einigen der 42 Fotos ist auch unser Haus und Grundstück zu sehen.

Und noch ein kleines Schmunzelfoto. Der Sterngucker hat das Klo dekoriert…. Hat er in irgendeinem Video gesehen und sich inspiriert gefühlt. Hihi.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie bei StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

 

 

 

3 Kommentare

  • Simone

    Guten Morgen Ramona,

    ich finde so langsam könnte wieder etwas mehr Normalität einkehren. Die Natur ist erwacht, das möchte man jetzt mit Familie und Freunden genießen. Und auch die Schule ist nun schon sehr lange zu. Eine komische Zeit, bei mir ändert sich die Laune dazu täglich. Mal positiv, mal deprimiert und dann wieder dankbar über das was man hat.

    Euer Nachbarhaus ist ja eine Überraschung, von Außen eher unscheinbar sogar ein bisschen ländlich und man vermutet auf den ersten Blick nicht so viel Platz und so eine moderne Ausstattung. Aber mir fehlt das persönliche, alles super eingerichtet und farblich aufeinander abgestimmt.
    Falls es zum Verkauf kommt, wünsche ich Euch nette Nachbarn.

    Eine schöne Restwoche, Simone

  • sternenglück

    Liebe Ramona,
    ich mag deine Alltagsposts sehr und bin auch gerade sehr müde. Gestern war es sehr schlimm, heute geht es halbwegs, aber nicht gut…
    Ich wollte dir kurz ein Feedback zu den Masken geben: ich finde es toll, dass du das machst! Ich habe auch schon einige genäht, zuletzt am Sonntag. Da waren es 7 Masken. Ich habe nicht exakt auf die Uhr geschaut, habe dafür aber schon etwa 2 Stunden gebraucht. Die 2 Stunden Arbeitszeit, die du für 10 Masken angerechnet bekommst, finde ich schon etwas wenig. Aber vielleicht hast du ja einen einfachen Schnitt oder es zählen noch andere Faktoren dazu… Ich wollte dir das nur gerne sagen.
    Wünsche dir einen schönen Tag und viel Spaß beim Nähen!
    Sternie ⭐

  • Jademond

    Ich hatte auch so einen Verdacht, dass es länger dauert. ich stoppe nebenher die Zeit und gehe ggf in Verhandlung, mehr Zeit dafür gutgeschrieben zu bekommen.

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