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Dezembertagebuch – Ruhe finden | Wochenanfang

Heute Morgen hatten wir einen wirklich verzauberten Himmel und kristallweisse Winterstimmung. So schön! Ich habe noch immer viel auf dem Zettel und bemühe mich die letzten dringenden Sachen in kleinen langsamen Schritten abzuarbeiten. Zwischendrin freue ich mich sehr über einen Waldspaziergang mit dem Mann und meinen Nestbaumodus. Wir haben ja ein paar Veränderungen hier angestossen. Nun bin ich voller Vorfreude auf mein „neues“ Zimmer – einen eigenen Raum, wo ich mich zurückziehen kann. Es liegt noch viel Zeug hier, zuviel von allem.

Am Wochenende haben wir im Wohnzimmer die Couch umgestellt. Allein das macht einen ganz anderen Raumeindruck. Es gefällt mir gut. ich finde es wieder gemütlich bei uns, vorallem auch mit dem Licht, das der Stern verbreitet.

Im 12-Wochenprogramm im Buch „Der Weg des Künstlers“ ist diese Woche eine Lesepause empfohlen. Um Ablenkung auszuschalten und zur eigenen Stimme zu finden. Ich halte mich daran, ertappe mich aber doch immer wieder ausversehen ins Lesen zu kommen. Das geht so schnell. Hier ein Newsletter, da ein Blogpost – es müssen nicht mal Bücher sein. Gleichzeitig tut es gut, den Input auf vielen Wegen zu minimieren. Ist ja nur für eine Woche.

Dank der Lesepause habe ich einen Brief weitergeschrieben, den ich schon länger begonnen hatte (er ist noch immer nicht fertig).

Jeannette Mokosch gab Anfang des Monats in ihrem Newsletter und auf Instagram ein paar Impulse zum Thema Ruhe. Nicht als Abwesenheit von Geräuschen, sondern als inneren Zustand. Sie regt an zu reflektieren, wie mein Alltag aussähe, wenn ich Ruhe im Herzen und leben hätte. Wie definiere ich Ruhe? Ich habe beschlossen, meine Aufmerksamkeit auf die Bereiche Ordnung und Vereinfachung zu lenken.

Wellness beim Friseur

Heute hatte ich einen Friseurtermin. Darauf habe ich mich schon gefreut. Friseur ist für mich immer auch eine Stunde Wellness: ich bekomme die Augenbrauen gezupft, auf einem Massagestuhl die Haare gewaschen und Kopfhaut massiert. Beim Haare abtrocknen gibt es Pflege und eine kleine Kopf- und Nackenmassage und am Ende natürlich einen tollen Haarschnitt. Schnurr. Ich mag es, am Kopf berührt zu werden.

Meine Haare sind jetzt wieder etwas kürzer, ich fühle mich wohl und konnte den zwei Goldspangen (von einer schwedischen Designerin) nicht widerstehen, die mir die Friseurin testweise ins Haar geklemmt hat. Die durften mit.

Leckeres Essen

Nach einem weiteren Termin mit dem Mann gab es Mittagessen. Diesmal haben wir Börek mit Kürbis und Salat probiert. Das war sehr lecker! (Der Mann musste ausserdem meine neuen Haare und die Goldspängchen fotografieren, deshalb gibt es etwas Fotospam)

Speiseplan für diese Woche

  • Mo: Krautnudeln
  • Di: Börek mit Kürbis (aus „Vegan Oriental“ von Parvin Razavi, S. 168) und Salat
  • Mi: Shepherds Pie mit Süßkartoffeln (aus „Mein schönster Advent“ von Kerstin Niehoff und Laura Fleiter, S.90)
  • Do: Pizza, selbstgemacht
  • Fr: Blumenkohlcurry und Reis
  • Sa: Rotkraut und Klösse/ Blaukraut und Knödel ;-)

Am Nachmittag habe ich die verbleibenden zwei Stunden genutzt, um einen Kalligrafieauftrag fertigzustellen, der als Wehnachtsgeschenk verschenkt werden soll. Das hat mich heute richtig erleichtert, dass es fertig und so schön geworden ist.

Der Sterngucker hat gestern sein Wichtelgeschenk für das Familienwichteln gebastelt. „Mama, gibst du mir mal xy. Du darfst aber nicht hinschauen, sonst weisst du ja, dass ich dich als Wichtel gezogen habe.“ So süß, dieses Alter. Ich habe für meinen Wichtel auch schon eine Idee. Ich werde meine Weihnachtspost erst zwischen den Jahren versenden. Das habe ich heute beschlossen, denn ich möchte reduzieren und zur Ruhe finden. Das geht besser, wenn ich mir Zeit nehmen kann. Das gelingt meistens zwischen den Jahren gut.

Heute Abend war ich wieder zur Posaunenchor-Probe. Momentan dürfen nur diejenigen an den Proben teilnehmen, die auch am Gottesdienst spielen. Zur Vorbereitung von Gottesdiensten dürfen Proben stattfinden. Wir werden an Heiligabend in Ebersberg an einer der 12 Stationen spielen. Danach wird es einen ökomenischen Gottesdienst im Freien geben. Ein bisschen aufgeregt bin ich schon, denn so richtig kompetent fühle ich mich noch nicht, vor anderen Menschen zu spielen. Der Gedanke dieser Lichtbringaktion an Heiligabend gefällt mir aber.

Wofür ich dankbar bin

Sonne, die Tochter hat Vanillekipferl gebacken und mir ein paar davon mitgebracht, ganz viel tolle Post im Briefkasten, das umgestellte Wohnzimmer und die Stimmung, die entsteht, schon zwei harmonische Morgen, die vielen Antworten auf meine Frage aus dem letzten Blogpost (Danke!), Feedback zum kreativen Adventskalender und Bestellungen des Buch der Möglichkeiten.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

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