_Alltag

Die letzte Oktoberwoche – Dienstag

Der Tag startet mich schlechter Stimmung. Wir haben vergessen, ein paar Details unserer Tagesplanung zu besprechen. Das überfordert den Wolf in der Zeitknappheit am Bus und mit eh schon schlechter Laune. Der Schulmuffelwolf schafft es immer wieder, dass wir uns auch als Paar in die Haare bekommen. Irgendwie bekommen wir aber doch noch die Kurve.

Draussen regnet es. Passt ja zur Stimmung. Weil ich um 12 Uhr eine Verabredung habe mit einer Stunde Anfahrt, erledige ich alle für heute geplanten Aufgaben ziemlich zügig und ohne Umwege. Das bestätigt immer wieder die These, dass wir viel produktiver und fokussierter sind, je weniger Zeit uns zur Verfügung steht. Gegen 10:30 brechen wir auf, holen ein Autoteiler-Auto, damit der Mann tagsüber mit den Kinder mobil ist. Ich fahre weiter zu meiner Freundin.

Wir essen gemeinsam Mittag. Ich habe die restliche Kürbissuppe vom Wochenende dabei und Kekse. Also trinken wir noch einen Tee und reden über die Dinge, die uns bewegen. Wir haben uns schon ganz schön lange nicht gesehen. Corona beschäftigt uns. Wie es die Gesellschaft spaltet und Dinge hervorbringt, die vielleicht auch vorher schon da waren, aber eben nicht so sichtbar. Weil die Sonne rauskommt, beschliessen wir noch einen Spaziergang zu machen. Im gehen können wir weiter reden. Tiefe und bewegende Themen. Das mag ich so gern an meiner Freundin. Die philosophischen, spirituellen und theologischen Gedanken ebenso wie Lebensweisheit und Neugier.

Nach einem abschliessenden Tee ist es für mich auch schon wieder Zeit aufzubrechen. Die vier Stunden waren ein Miniurlaub, ein Geschenk. Wir tragen uns ein neues Date in unsere Kalender ein. Dann düse ich los, denn ich habe Posaunenchor-Probe. Draussen wird es schon dunkel.

Pünktlich komme ich an. Die anderen haben schon die Notenständer und Stühle aufgebaut. Das mag ich gern. Die ersten, die kommen richten den Raum für alle her. Legen Zeitungen aus, um das Kondenswasser aus den Instrumenten zu lassen. EineR aus der Gruppe ist nun immer HygienebeauftragteR. Der/die trägt in eine Liste ein, ob das Hygienekonzept während der Proben ordnungsgemäss eingehalten wird. Maske tragen, wenn wir uns im Raum bewegen, alle 30 min lüften, aufschreiben, wer alles da ist. Unser Fokus liegt aber auf dem gemeinsamen musizieren. Nach ein paar Tonleiter- und Einblasübungen spielen wir ein bisschen Mozart und dann Weihnachtslieder. Heute sind wir drei trompeten und zwei Posaunen (mit dem Leiter). Wir spielen immer mehrstimmig. Das mag ich gern. Die Stunde ist viel zu schnell vorbei.

Danach sammle ich den Mann an der Tiefgarage in Grafing ein. Er war inzwischen einkaufen und hat das Autoteilerauto zurück gebracht. Gemeinsam fahren wir nach Hause und essen Abend. Es ist etwas spät geworden. Ich bringe den Sterngucker ins Bett, schreibe noch kurz diesen Beitrag und mache noch ein kleines Yogaset für meinen Rücken.

Buchtipp

Mein heutiger Buchtipp ist ausführlich drüben im Kallimagie-Blog zu lesen. Dort habe ich das Buch „Schöne Post“ vorgestellt. Genau mein Thema: Briefe schreiben und Post verschicken. Passend dazu habe ich mich gleich auf dem Post-Kunst-Werk-Blog zur Adventspost angemeldet.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

 

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