_Alltag

Die zweite Ferienwoche

Nach den Ostertagen sind wir direkt in die Geburtstagsfeierlichkeiten für den Sterngucker übergegangen. Er wurde am Mittwoch 8 Jahre alt. Das haben wir gebührend gefeiert. Er war so aufgeregt, dass er schon ganz früh wach war und alle im Haus für das Frühstück geweckt hat. Er hatte sich Pfannkuchen (Eierkuchen, Plinsen…) gewünscht, die es natürlich auch gab. Es war sogar noch Schokocreme vom Osterfrühstück übrig.

Wie schön, dass er geboren ist

Der Geburtstagstisch sah noch etwas spärlich aus. Lediglich zwei Geschenke hatten es pünktlich mit der Post geschafft: ein Kurbelanspitzer für Buntstifte und ein Kopfkrauler (so eine Metallspinne zur Kopfmassage). Dem Sterngucker hat das aber gar nichts gemacht, denn er hat beschlossen, einfach so lange Geburtstag zu haben, wie noch Geschenke per Post kommen. Und die kamen im Laufe des Mittwochs und heute auch noch: ein Springseil, ein Spiel, Schokolade und ein Scooter-Helm von der Nachbarin, eine coole Farbwechsel-LED-Birne mit Fernbedienung von der Schwester, Schokolade von der Putzfrau und heute eine Armbanduhr und ein Lichtwecker (und ein Linkshänder-Boomerang, den er sich aber von seinem Taschengeld bestellt hat). Er hat den ganzen Tag vor sich hingestrahlt, den Geburtstag richtig genossen und viele Anrufe bekommen (unter anderem von seinem Lehrer). Zum Mittag gab es Aufbackpizza, zum Kaffeetrinken Schneebälle (das Rezept poste ich dieser Tage noch) und zum Abendessen vegetarische Würstchen. Und weil wir am Abend immer noch kein Geburtstagslied gesungen hatten, gab es zum Abschluss des Tages Lieder und Marshmallows am Feuer. Abgesehen von einem Bienenstich in den Zeh (und jetzt einem dick geschwollenen Fuß) war das ein rundum gelungener Geburtstag.

Der große Bruder hingegen tat sich etwas schwer mit der Geburtstagsaufmerksamkeit, die dem Sterngucker zuteil wurde. Er brauchte zwischendrin immer etwas extra Kontakt. Wir haben zusammen Musik gemacht, heute seine Haare gewaschen und mit der Schwester war er mit dem Hund spazieren. Am Abend geniesst er einen Filmabend ganz allein mit dem Mann. Das ist so deren gemeinsame Zeit. Ich mag das Ritual gern. Die beiden haben ihren Filmabend, ich ziehe mich dann meist ins Büro zurück zum Schreiben oder Malen oder ins Bett zum Lesen.

Vom Dunkel zum Licht

Mir geht es dieser Tage nicht so gut. Ich schlafe schlecht und bin schlapp und müde. Die depressiven Erschöpfungssymptome begleiten mich wieder, ich bin aber in mir drin gut drauf und zuversichtlich, dass es auch wieder Licht wird. Es ist jedoch sehr mühsam, so den Alltag zu bewältigen. Ich schaffe meistens nur ein Ding von meiner To-Do-Liste und bisschen Haushalt. Heute war ich statt meiner geplanten Laufrunde auf einem Spaziergang durch den Wald. Ich mag den Geruch der Sonne auf den Waldboden. Ich habe mal gelesen, dass im Wald eine hohe Anzahl Terpene (ätherische Pflanzenöle) abgegeben werden. Diese haben einen positiven Effekt auf unser Immunsystem. Nach einem Waldspaziergang geht es mir immer besser.

Ich beschäftige mich noch immer mit dem Auferstehungsthema. Das Buch „Die Osterfreude auskosten“ begleitet mich dabei als Lektüre, ich spüre in mir nach, was es für mich selbst bedeutet, für mein Leben und mein Hier und Jetzt. Da bewegen sich interessante Asprekte in mir. Mir ist nach Loslassen und Leichtigkeit, nach Neubeginn und eben Auferstehung.

Beschäftigung für Hand und Herz

Den Rest des Tages verbringe ich mit den Kindern, auf der Terrasse, im Garten oder mit Strickzeug in der Hand. Heute habe ich ein weiteres Paar Socken fertig gestrickt. Das fünfte in diesem Jahr. Gestern kam ein Brief von Micha mit einem neuen Wollstrang. Mit Glitzer! Ich freu mich schon, wenn ich den morgen aufgewickelt habe und anstricken kann. Vielen Dank! Überhaupt hat mich in den letzten Tagen wieder berührende Post erreicht. In der Mittagspause habe ich während des Strickens den Quartalsrückblick-Podcast von Madame Moneypenny gehört. Da sind für mich immer viele Inspirationen und Gedankenanregungen drin. So kam es, dass ich dann später mit dem Mann über Geldanlagen und ETF’s gesprochen habe. Ein Thema, für das ich zunehmend Interesse entwickle.

Morgen ist der letzte Ferientag vor dem Wochenende. Ab Montag geht es dann mit Schule-zu-Hause weiter. Ich bin gespannt, ob wir zurück in einen guten Arbeitsrhythmus finden. Das geht ja jetzt noch eine Weile so weiter.

Was ausserdem schön war

Andrea Bocelli hat ein Konzert im Dom von Mailand gegeben. Besonders ins Herz ging mir das letzte Lied „Amazing Grace“.

Amazing Grace hat auch der Wolf für mich auf der Trompete gespielt. Und er hat mir ein paar Töne beigebracht. Jetzt übe ich manchmal ein bisschen Trompete.

Das Augsburger Gebetshaus, wo ich schon zweimal sein durfte, betet auch in Corona-Zeiten 24h am Tag weiter. Jeden Tag um 19 Uhr kannst du per Livestream dabeisein und mitbeten: Deutschland betet gemeinsam.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie bei StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

2 Kommentare

  • Micha

    Liebe Ramona,

    wie die Zeit vergeht. Nun ist dein Jüngster schon 8 Jahre alt. Ganz herzliche Glückwünsche nachträglich. Wie schön, dass der Glitzerstrang gut bei dir angekommen ist. Ich bin sehr gespannt, was du daraus stricken magst.

    Ganz herzliche Grüße,

    Micha

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