_Alltag

Donnerstagseinblicke, erkältet

Die letzten beiden Nächte habe ich richtig gut geschlafen. Eingemummelt unter zwei Decken – ich mag es total gern, so schwer und dick eingehüllt zu sein – habe ich gefühlt komplett durchgeschlafen bis morgens mein Lichtwecker hell wurde. Für mich wäre eigentlich so eine immer mal im Internet beworbene Therapiedecke ideal, hihi.

Ich habe noch Schnupfen und Husterei. Gestern Vormittag damit verbracht, an einer zeitkritischen Anzeige zu basteln und mich durch den Berg an Aufgaben durchzugraben, den wir am Wochenende besprochen habe und wo immer noch Dinge hinzukommen. Da gilt es zuerst Prioriäten festzulegen. Was ist dringend, weil Redaktionsschluss, was kann warten. Ich mag immer gar nicht glauben, wieviel Zeit allein für so Projektmanagement draufgeht.

Interessant zu lesen fand ich gestern Kikis Überlegungen zu Arbeitsprozessen und Optimierung. Ich bin ja immer wieder begeistert, was Kiki alles so tut und schafft. (Notiz an mich selbst: endlich den Feedreader wieder einrichten, um keine Blogposts mehr zu verpassen)

Nebenbei habe ich angefangen, den Hintergrund für ein weiteres Taufbild vorzubereiten. So ein aufwändiges Bild braucht ja einige Zeit, bis die verschiedenen Ebenen trocknen und entstehen. Das möchte ich bis Ende der Woche fertig haben, dann kann ich nächste Woche für Passepartout und Rahmen zum Boesner fahren (muhaha, eine große Probe für meine Use-what-you-have Standfestigkeit auf meine Künstlermaterialien bezogen).

Gestern war auch die Putzfrau da und hat sich um die Grundsauberkeit in unserem Haus gekümmert. Sei begleitet uns jetzt schon seit 7 Jahren. Immer Mittwochs kommt sie und putzt Küche, Bäder, Gänge und die Zimmer, so sie aufgeräumt sind. Trotzdem bleibt noch genug Hausarbeit für uns übrig, aber es ist eine Basis geschaffen, die uns sehr erleichtert. Eine Investition, zu der wir zu keiner Zeit, egal welche finanziellen Struggels wir gerade hatten, etwas verändern wollten.

Am Nachmittag war ich in der Schule. Wenn ich losgehe, packe ich mich immer in mehrere Schichten Klamotten ein, damit mir bei der Aussengelänge-Aufsicht nicht kalt wird. Dabei ist meine Regenhose mittlerweile unverzichtbar geworden. Sie hält nicht nur Nässe, sondern auch Wind und Schmutz ab. Einige Kinder waren krank, weshalb wir in einer kleinen Gruppe arbeiten konnten. Wir haben ein Quidditch-Spiel-Stop-Motion-Video gemacht, einige Kinder haben an ihren eigenen Projekten vor sich hin gebastelt. So richtig kenne ich noch nicht alle Funktionen der App (Stop Motion Studio), aber der erste Versuch hat uns schonmal Spaß gemacht.

Nach der Schule war ich noch Kartoffeln im Hofladen einkaufen und Fladenbrote beim türkischen Feinkostladen besorgen. Denn am Abend gab es Falafel und diverse Füllungen für das Fladenbrot. Lecker. Am Abend war ich beim Sensory Awareness, wo ich mich einmal mehr wieder mit meinem eigenen Anspruchsdenken konfrontiert sah.

Mit der Post kamen tolle Rezensionsbücher. So schön illustriert, die stelle ich bald hier vor. Schade, dass meine Kinder keine Leseratten sind und meine Bücherliebe nicht teilen.

Heute gibt es zum Mittag die restlichen Fladenbrote und Dhal. Vielleicht koche ich mir später auch einen Borschtsch. Das Rezept hatte ich vor Weihnachten schonmal probiert und für überzeugend befunden. Das klingt nach einem tollen Erkältungsessen.

Ich habe beschlossen, heute trotz Deadlines etwas langsamer zu machen, viel zu schlafen und mich auszukurieren. Schliesslich darf ich auch als Selbständige mal krank sein!

Am Schluss kommt jetzt noch ein dickes Danke für die Kommentare zu meinen Nebengedanken in einem meiner letzten Posts. Solche Gedanken kommen, wenn ich im Aussen bin. Wenn ich Orientierung suche, Dinge richtig machen will und geliebt werden will. Wenn ich verbunden bin, dann spielt das keine Rolle. Und ich mag es sehr, wenn meine LeserInnen sich an meinen Gedanken beteiligen, Gegenstimmen bilden, Nachfragen, Hinzufügen, In Frage stellen, Ergänzen, Zustimmen. Das macht es lebendig und wertvoll. Den Austausch hier. Danke!


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

 

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