Donnerstagsschnipsel aus meinem Alltag

Donnerstagsschnipsel aus meinem Alltag

Die letzten Tage sind wie im Flug vergangen. Ich stecke in viel Arbeit, sodass ich sogar die Wäsche vernachlässigt habe. Nach huch!  Was bin ich froh über unseren Speiseplan. So muss ich mir keine Gedanken darüber machen, was wir kochen werden. Wir haben die Tage dennoch etwas herumgeschoben, weil sich die Dinge anders ergaben. Heute hatten wir Blumenkohlcurry und Reis auf dem Tisch. Hm, das war gut. Das ist eines der Lieblingsgerichte des Wolfes. Und irgendwann gönne ich mir wirklich hübsche Teller!

Am Vormittag habe ich unsere Logistik für die nächsten Wochenenden geplant. Der Mann wird jetzt drei Wochenenden in Folge weg sein. Das heisst für uns, dass wir ein Auto vom Autoteiler buchen. Wenn wir zu spät dran sind, kann es sein, dass unsere Wunschautos nicht mehr für ein ganzes Wochenende verfügbar sind. Es ist also jedesmal ein Planungsaufwand mit der Logistik. Morgen zum Beispiel kann ich das gebuchte Auto erst ab 19 Uhr haben. Da ist der Mann aber längst über alle Berge und kann mich nicht hinfahren. Anders komme ich nicht hin. Ich habe die Tochter gebeten, dass sie mich zum Auto fährt. Das ist schon auch cool. Von der eigenen Tochter auf dem Motorrad kutschiert zu werden. Mamataxi andersrum. Mal sehen, ob das klappt (sie ist gerade im Praktikum und erst sehr spät daheim).

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Der Mann und ich behelfen uns jetzt gegen unseren ergonomisch schlecht ausgestatteten Arbeitsplatz und die daraus folgenden Rückenschmerzen, indem wir in unterschiedlichen Positionen arbeiten. So war ich heute abwechselnd am Tisch, am Boden oder im Stehen vor meinem Computer anzutreffen. Ich merke zunehmend, dass mir die Bildschirmarbeit nicht gut tut. Ich freue mich auf meinen täglichen Spaziergang, je nach Wetter bis zu einer Stunde. Neulich hatte eine Blogleserin einen Link dagelassen, den ich sehr lesenswert fand. Danke!

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Letzten Monat habe ich mich endlich für die Creative Cloud entschieden. Das heisst, meine Grafikprogramme laufen jetzt im Abosystem. Ich konnte mich nicht länger hinhalten, denn die Creative Suite hatte immer mehr Funktionsstörungen. Nun muss ich mich erstmal an die neue Oberfläche von Indesign und Illustrator gewöhnen. Man hört mich also gelegentlich fluchen, wenn ich bei der Arbeit sitze und die Funktionen nicht an der Stelle zu finden sind, wie ich es gewohnt bin. Oder andere Griffe benötigen. Aber ich gewöhne mich ein.

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Der Wolf muss für die Schule Herrn Ribbeck lernen. Dafür hat er sich auf Spotify mehrere Versionen des Gedichtes als Song heruntergeladen, zum Beispiel diese von Junge Dichter und Denker*. Die CD kenne ich schon von der Tochter. So haben die Kinder in ihrer zweiten Schule die Klassiker gelernt. Toll!

Heute morgen habe ich in mein Journal geschrieben, dass ich mir tolle Überraschungspost wünsche, die mir Freude bereitet. ich hab keine Ahnung, warum das aus mir rausgeflossen ist, aber unglaublich: der Postbote hatte sogar einen ganzen Stapel für mich. Bücher, liebevolle Briefe, ein Swap aus der Bibleartjournaling Gruppe. Hach, so mag ich das. Danke!

In der Post war auch ein kleines Büchlein* (Buch7), indem man aufgefordert wurde, Eselohren in die Seiten zu knicken. Ich hatte große Freude, das zu machen und fand es nicht nur lustig, sondern auch ziemlich genial. Wer sich sowas einfallen lässt!

Beim Spazierengehen sind mir in den letzten Tagen so viele Amseln auf der Dorflinde aufgefallen. Ein Gezwitscher ist das, herrlich. Heute hat mich der Sterngucker begleitet. Er hat mir ein Weidenkätzchen für mein „Malbuch“ abgezupft. Gestern abend wollte er alle Malbücher mit mir angucken. Das sind meine kleinen Moleskine-Büchlein, wo ich immer wieder kleine Alltagsbilder oder meine Reisen reinzeichne, manchmal auch Notizen mache oder die Kinder reinzeichnen lasse, wenn wir irgendwo sind und Wartezeiten haben.

Zu den Weidenkätzchen fällt mir immer ein, wie sehr wir früher ermahnt wurden, dass die Weidenkätzchen erste Bienennahrung im Frühling sind und deshalb nicht abgeschnitten werden dürfen. Das Weidenkätzen war irgendwie heilig. Und nun sehe ich hier, wie Bäume beschnitten und rausgerissen werden, um die Natur „zu gestalten“. Da sind Weidenkätzchen in voller Blüte dabei. Mir schmerzt das Herz. Warum tut man das? Denkt niemand an die Bienen?

Die kleinen Weidenkätzchen am großen Weidenbaum, die strecken ihre Tätzchen im ersten Frühlingstraum.

Die Sonne hat geschienen, da blühten sie voll Kraft. Es kamen all die Bienen und sogen süßen Saft.

Sie bauen goldne Waben in ihrem Bienenhaus und können Honig haben aus jedem Kätzchenstrauß.

Weil wir gern Honig essen, ich grade so wie du, drum lassen wir indessen die Kätzchen schön in Ruh.

 

Die Musik dazu klingt so. Na, wer kennt’s noch?

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Heute war im Fastenzeitbuch wieder ein Blackoutgedicht dran. An denen habe ich besondere Freude. Der Textimpuls war Lukas 7,36-50. Das Buch und Blackoutgedichte habe ich hier schonmal vorgestellt.

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Jetzt hänge ich noch die Wäsche auf, die ich am Nachmittag angestellt habe und warte auf den Mann, der heute beim Gongspielen ist. Ich geniesse unser Beisammensein gerade sehr.

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7 Gedanken zu „Donnerstagsschnipsel aus meinem Alltag

  1. Das mit dem Sitzen finde ich interessant. Mich würde dabei mal interessieren, ob sich Fehlentwicklungen wohl rückgängig machen ließen. Ich kann z. B. ca. Sek in der Haltungen bleiben, die der Arzt auf dem Foto einnimmt, dann beginnen meine Knie schrecklich zu schmerzen. Und so richtig gesund fühlt sich das eigentlich auch nicht an. Stehen kann ich auch nur ein paar Minuten ohne Schmerzen. Wäre toll, wenn das reversibel wäre, oder?

  2. Dieses Kinderlied hab ich meinen Kindern in letzter Zeit immer mal vorgesungen. Wir singen oft im Auto, das hilft gegen Geschwisterkabbeleien, die im im Auto nur ganz schwer ertrage.
    Die dritte Strophe kenne ich gar nicht, in Zukunft hat das kleine Lied also 4 Strophen.
    Vielen Dank.
    Leider sind auch hier unzählige Bäume beschnitten oder gefällt worden. Und diese Woche nochmal, weil es wegen des Sturms sehr viel Bruch gab.
    LG von TAC

  3. ah, der esel, wie schön! und weisst du was? ich bin so dankbar dafür, dass du bücher so wertschätzend, sensibel & ausführlich rezensierst, dass ich inzwischen dahin verweise, wenn ich jemandem ein buch empfehle. ich hoffe, dass ist dir recht…
    wegen der kätzchen habe ich mir folgendes einfallen lassen. in die vase stellen, warten bis sie wurzeln und dann wieder einpflanzen. stecklingsvermehrung klappt bei weiden super. so kann man auch an anderen stellen welche wachsen lassen. und fühlt sich ein minibisschen wie der liebe gott dabei :-) komm gut durch deine strohwitwenzeit, andrea

  4. Liebe Ramona,
    ich könnt dich küssen für die Anregung mit den Blackoutgedichten. Ich kannte das nicht. Und jetzt, nach einem ganzen Nachmittag mit alten Buchseiten und schwarzen Stiften, ist mir ganz wohlig und erlöst zumute. Alle Kontrolletis, inneren Kritiker, Perfektionisten und Superdichter schweigen. Ich freu mich. Ich freu mich so … Danke für diese Anregung.
    Und jetzt wünsch ich dir ein wunderbar verkramtes Strohwitwenwochenende und eine überraschende Fastenzeit.
    Liebe Grüße
    Jeannette

  5. Liebe Ramona,
    danke für die Anregung, die du mir mit deinem Bild vom Blumenkohl-Kartoffel-Curry gegeben hast! Ich habe in deinem Archiv nach dem Rezept dafür gekramt, es gefunden und mit einem Rezept, das ich in einem meiner vegetarischen Kochbücher habe, sozusagen „vermischt“. Ich hatte nämlich kein Ghee und in dem anderen Rezept wurde Kokosmilch vorgeschlagen, das hatte ich gerade zuhause. Das Ergebnis war spitze! Allen fünf Familienmitgliedern hat es super geschmeckt und somit kommt dein Rezept (zusammen mit deiner wunderbaren Dattelcreme) in meinen Rezeptordner. Viele liebe Grüße von einer langjährigen, dankbaren Leserin!

  6. Ach wie schön. Der Curry ist hier auch immer ein Mix aus verschiedenen Varianten. Mal mit, mal ohne Kokosmilch, mal mit Kichererbsen und mal mit Kartoffeln.

  7. Das Eselsohren-Buch ist ja genial :D
    Das werde ich mir auch mal genauer ansehen.

    Und CDs zum Lernen von Gedichten hätte ich mir als Kind ja auch mal gerne gewünscht… Nunja. Früher war halt doch nicht alles besser ;D

    LG Julia

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