Donnerstagsschnipsel – Nachdenklich

Donnerstagsschnipsel – Nachdenklich

Heute morgen beim Frühstück kamen wir irgendwie auf Müll zu sprechen. Ich glaube, weil ich anregte, als Familie noch mehr auf unseren Konsum zu achten. Ich bin da ja gerade nicht so glücklich. Wir kaufen gerade aus Budgetgründen im Discounter ein. Das frustriert mich auf mehreren Ebenen, und ich möchte daran etwas ändern. Wir sprachen also über Müll und da erwähnte der Mann, dass vor ein paar Tagen erst eine kontaminierte Mülllieferung von Deutschland nach Malyasia abgewiesen wurde. Zwar wusste ich, dass Müll grundsätzlich nicht einfach recycelt wird, scheinbar funktionieren meine Verdrängungsmechanismen aber gut genug, dass ich jedesmal wieder überrascht bin über die Machenschaften in dieser Welt. Hier ist ein interessanter Artikel über den deutschen Plastikmüll in anderen Ländern.

Passend zu meinem Eingangsgedanken kam gerade der Tridos-Newsletter in mein Postfach geflattert (wir haben eines der Konten für die Kinder bei der Triodos-Bank) mit einer Sammlung von Blogs, die sich mit dem Thema Minimalismus, Konsum und dem einfachen Leben beschäftigen. Und einem mit Tipps zum plastikfreien Einkaufen.

Mich ärgern ja alljährlich die Bauern mit ihren Güllewagen, die sie kurz vor dem Regen auf die Felder entsorgen. Auf Twitter habe ich neulich gelesen, dass zum Teil Gülle aus den Niederlanden, wo das Grundwasser schon so sehr belastet ist, in die benachbarten deutschen Regionen entsorgt wird. Solche Nachrichten machen mich hilflos und wütend. Dazu habe ich keine aktuellen Artikel gefunden, aber schon etwas ältere, wo es schon vor Jahren problematisch war. Meine Frage ist dann, was wir als Verbrauche tun können, um Einfluss auf solche Strategien und Lösungen zu haben. Wo steckt unsere Handlungsmacht?

Bei der Wärme verbringe ich die meiste Zeit im kühlen Haus. Wir lüften morgens einmal durch und lassen, sobald es wärmer wird, die Rollläden runter. Wir ernähren uns von leichten Speisen, achten auf viel Flüssigkeitszufuhr (Wasser) und essen gern Wassermelone und Beeren aus dem Garten. Überhaupt ist es gerade toll, morgens durch den Garten zu laufen und mir mein Frühstück zusammenzuernten. Die Jungs haben ein Tauchbad in der Regentonne für sich entdeckt. Für heisse Temperaturen empfehle ich immer wieder den kühlenden Atem.

Am Abend spielen wir Kubb Wikingerschach im Garten. Das Spiel hat der Wolf zum Geburtstag bekommen. Er liebt das sehr. Wir haben es auf einem Fest im Felshaus kennengelernt und seitdem ist er begeistert davon. Manchmal gehen die Jungs auch mit dem Mann Fussballspielen. Der Spielplatz ist ja gleich bei uns in der Siedlung.

Immer Donnerstags versende ich meinen Kallimagie-Newsletter. Im Austausch mit einer Kundin, für die ich auch den Newsletter versende, kamen wir auf die Frage, wie ein Newsletter sein muss. Oder was ein Newsletter sein sollte. Eher ein langer, schön gestalteter, optisch ansprechender mit vielen verschiedenen Informationen und Bildern. Also ein bisschen was fürs Auge und zur Unterhaltung und Wissen. Oder eher minimalistisch, auf den Punkt, aufs Wesentliche konzentriert. Also ein ansprechender Text, weiterführende Infos und vielleicht ein Bild. Und lieber oft und knapp oder lieber aufwändig und dafür in größeren Abständen? Wie liest du gern Newsletter und welche Kriterien sind dir wichtig? Was ist deine Motivation, Newsletter zu abonnieren?

Gestern Abend hatte ich vage Gedanken daran, meinen Podcast wiederzubeleben oder neu zu starten. Oder vielleicht auch einen Kallimagie-Podcast zu starten.  Es wäre ziemlich cool, wenn es sowas wie das Denkarium in Harry Potter gäbe, wo ich meine Gedanken rauslagern und anderen zeigen könnte. Auf welchen Plattformen hörst du dir Podcasts an? iTunes? Spotify? Direkt auf der entsprechenden Website? Ganz woanders?

In mir drin ist es ein bisschen ruhelos und getrieben. Mein Herz sehnt sich nach Zugehörigkeit, ein Thema, was mich immer wieder einholt. Dieses Longing to belong. Ausserdem sprudeln Ideen, die nach draussen wollen, aber ungeordnet vor sich hinblubbern. Mal sehen, ob ich da etwas Ordnung reinbekomme.

Gestern hatten wir einen Filmtag. Das heisst, der Mann hat gefilmt, was ich im dritten Modul meines Textura-Onlinekurses zeigen möchte. Dabei habe ich wieder gemerkt, wie sehr es mir Spaß macht, zu teilen und zu zeigen, was mich selbst begeistert. Das würde ich so gern viel öfter tun. Am liebsten in persönlichen Treffen. Die Kursteilnehmerin üben fleissig und lassen mich an ihren Fortschritten teilhaben. Das ist so schön zu sehen!

Die Putzfrau war da und hat uns das Haus wieder schön gemacht. Ich habe sie bei der Wärme mit Wasser versorgt und ihr Blumen mitgegeben. Sie hat sich ausserdem über unser kühles Haus gefreut. Und ich mich über ihre Arbeit.


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

***

Trag dich in meinen Jademond-Newsletter ein. Einmal im Monat verschicke ich per Email Gedanken, Inspirationen und Angebote. Ein persönlicher Brief. Aufgeschrieben. Was es mit dem Newsletter auf sich hat, darüber habe ich hier geschrieben.

4 Gedanken zu „Donnerstagsschnipsel – Nachdenklich

  1. Ich habe mir den Link angeschaut und bin immer wieder überrascht davon, wie besessen die Menschen vom Ausmisten werden können. Das treibt ja bisweilen seltsame Blüten. Besonders amüsant finde ich es, wenn Leute mit großem Brimborium ausmisten, um dann für wahnsinnig viel Kohle z. B. nachhaltige Klamotten, Geschirr und Co zu kaufen. Da hätten sie vielleicht eher lernen können, die vorhandenen Sachen mit etwas Kreativität so zu nutzen, dass sie wieder Freude an ihnen haben. Man gibt ja im Idealfall auch nicht Mann/Frau oder Kind weg, wenn sie einem gerade keine Freude mehr machen, sondern bemüht sich darum, dass sich dies wieder ändert. Irgendwann hat man ja die Dinge mal gemocht (es sei denn vlt. man ist shoppingsüchtig)…

  2. ich hab immer das gefühl, wir reiten auf den gleichen wellen. dein bedürfnis nach unmittelbarem kontakt mit deinen ’schülern‘ kann ich gut nachvollziehen. es nährt auf so vielen ebenen: wertschätzung, frischer input, selbstverwirklichung, erfüllung und – das gefühl von verbundenheit. gerade das ist besonders wertvoll, wenn uns die nachrichten, das weltgeschehen und alle das unkontrollierbar hilflos, nachdenklich und traurig machen…
    das mit dem tauchbad ist ne saugute idee!
    so schön schauts aus bei dir!

    liebe grüße

  3. So viele Gedanken… :-). Was den Podcast betrifft, höre ich gerne auf Spotify. Magst du denn beim Audioformat bleiben? Was ich als Idee auch ganz schön finde und kürzlich entdeckt habe, sind kurze wöchentliche Videos, die auf Facebook veröffentlicht werden (wäre ja auch auf Instagram möglich). Das macht zum Beispiel die Trauerbegleiterin Christine Kempkes und gibt dort wöchentliche Impulse in erster Linie für die Menschen, die sie beruflich begleitet (aber es ist auch für jeden gedacht). Vielleicht ja eine Idee für Kallimagie?
    Ganz herzliche Grüße, Michaela

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.