Donnerstagsschnipsel – Schönes und anstrengendes

Donnerstagsschnipsel – Schönes und anstrengendes

Der Mann ist zurück. Er war auf einem Seminar bei Tobi Beck und hatte viele Geschichten, Erkenntnisse und Motivation im Gepäck. Weil es gerade passte, haben wir am Montag spontan einen Tee im Glashaus getrunken, und er konnte mir von seinem Seminar erzählen. Das war schön.

Nächste Woche haben wir einen Termin mit der Wunschschule für das Aufnahmegespräch für den Sterngucker. Wie aufregend! Auch ein Elterngespräch im Kindergarten haben wir für Februar vereinbahrt.

Heute war ich beim Zahnarzt. Allein die Terminvereinbahrung hat mich schon so gestresst, dass ich gleich wieder zu Zittern und zu Weinen angefangen habe, obwohl es gar keine große Sache war, die der Zahnarzt begutachten sollte. Der Termin selbst war dann schnell hinter mich gebracht und unproblematisch.

Hier habe ich ein Rezept entdeckt, Spülmaschinenpulver selbst zu machen. Ich möchte das mal probieren.

Die Post hat uns die bei Franzi auf Instagram gewonnene Etepete Gemüsebox gebracht. Allein das Auspacken war eine Freude. Nun hab ich schon einige Ideen im Kopf, was ich daraus koche. Ein Rezept für eine Kartoffel-Karotten-Suppe lag gleich dabei. Heute Abend gab es gleich einen leckeren Salat aus Radiccio, Romana-Salat, Apfel und Sonnenblumenkernen.

Ich freue mich gerade (und eigentlich immer) sehr über die liebevollen Kommentare und Rückmeldungen im Blog und per Email auf das was ich schreibe und das Buch der Möglichkeiten. So herwärmend!

Neulich stand ich abends heulend unter der Dusche, weil gefühlt jedeR von mir was wollte, und ich allen Nein gesagt habe. Dieses sich in die anderen reinfühlen, die eigenen Grenzen wahren und auch mal die doofe Mama bei gleich 3 Kindern zu sein ist nicht immer einfach. So ein Nein zu anderen (und Ja zu mir selbst) kann manchertags einiges abverlangen. Insgesamt ist die Familiensituation gerade so, dass ich das Gefühl hab, keinem gerecht zu werden und dass alles aus den Rudern läuft. Ich sitze mehr als einmal da und heule einfach nur aus Hilflosigkeit. Und doch finden wir immer irgendwie zurück zueinander und finden Wege durch die Krisen durch.

Immer wieder geistert in meinem Kopf der Gedanke an eine Kunsttherapie-Ausbildung herum, denn dieser heilsame Aspekt in Kunst und meiner Arbeit lässt mich nicht mehr los. Ich möchte da gern tiefer einsteigen. Ich wäge Pro und Contra ab, schleiche um Ausbildungen herum und hinterfrage meine Motivation.

Ich liebe meine täglichen Spaziergänge.

 

7 Gedanken zu „Donnerstagsschnipsel – Schönes und anstrengendes

  1. Liebe Ramona,

    ich bin eher eine stille Leserin, weil mir oft die Zeit fehlt zum Kommentieren – oder weil ich es auf später verschiebe und dann nicht mehr dran denke…
    Ich mag deinen Blog sehr – gerade deine Alltagsschnipsel.

    „Kunsttherapie“ kann ich mir für dich sehr gut vorstellen. Du bist so talentiert!!! Ich bewundere jedes Bild und jede Zeichnung, die du zeigst!
    Ich war letztes Jahr auf Mutter-Kind-Kur an der Ostsee. Dort hatte ich selbst Kunsttherapiestunden – um ein Trauma zu bewältigen. Es war großartig! Es hat mir sehr, sehr geholfen…
    Wir hatten verschiedene Ansatzpunkte – unter anderem auch die Collage aus Zeitschriften etc. Da musste ich schon an dich und deinen Blog denken!
    Es hat mich übrigens total begeistert, welche Aussagekraft so eine Collage bekommt.
    Für mich war das sehr wegweisend…

    Ganz liebe Grüße und ich freue mich auf hoffentlich viele weitere Beiträge von dir,

    Ruth

  2. Da kann ich mich Ruth nur anschließen. Auch ich kann mir das sehr gut als einen spannenden neuen Weg für dich vorstellen. Vielleicht findest du ja eine Ausbildungsmöglichkeit, die für dich passt.

    LG, Micha

  3. Liebe Ramona,
    auch ich möchte Dich bestärken,Kunsttherapie WOW!!!!
    Gleichzeitig ist Dein TUN schon jetzt bereits Therapie,es ist alles da.Trau Dich!!!
    Schon Dein Alltägliches Geschreibsel hat so etwas Heilsames.Ich freue mich über jeden Eintrag in Deinem Blog.
    Und das Gefühl unter der Dusche… ,kennen wohl alle Mütter sehr gut.Wir sollten viel öfter „Nein“sagen,wenn dies ein „Ja“für uns Selbst bedeutet!!!
    So starte ich jetzt in dieses Wochenende und wünsche Dir und Deiner Familie, sowie allen Lesern lichtvolle Tage.
    Aus dem hohen Norden ganz liebe Grüsse,Ines D.

  4. Liebe Ramona,
    ich lese schon sehr lange bei dir mit. Immer wieder berührt mich, wie sehr du deine Leser an deinen Emotionen teilhaben lässt und ich habe schon viele Inspirationen durch deinen Blog bekommen. Diesmal „musste“ ich einfach Kommentieren, da ich auch überlege ob eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin eine Option für mich wäre..ich bin ebenfalls wie Ruth während einer Mutter Kind Kur an der Ostsee mit Kunsttherapie in Kontakt gekommen und war erstaunt wie sie mir in kurzer Zeit die Kanäle für verdrängte Gefühle geöffnet und mich neugierig gemacht hat…Mit deinen Ideen zu Kraftcollagen und Visionscollagen hast du mir schon einige Ideen für meine persönliche Entwicklung gegeben . Ich freue mich sehr für dein Lachen, leben, weinen. Beste Grüße aus Leipzig, Nadine

  5. Liebe Ramona,
    seit Jahren lese ich deinen Blog sehr gerne. Ich sehe mich in so vielen Situationen, die du so reflektiert und einfühlsam beschreibst, wieder. Dieses Gefühl, nichts und niemandem mehr gerecht zu werden, ist bei mir sehr oft aktuell. Kurz vor Weihnachten hatte ich meine Ausbildung zur Kunsttherapeutin abgeschlossen (Schwerpunkt Tanztherapie). Leider findet man hierzulande ab einem gewissen „Alter“ (so ab 40…) kaum mehr einen Job, aber egal, ich habe keine Minute bereut. Die Ausbildung hat mir als Mensch so viel gebracht. Wenn dein Herz das Vorhaben bejaht, dann kann ich dir nur dazu raten. Alles, alles Gute dir und liebe Grüsse vom Zürichsee, Arletta

  6. Liebe Ramona, ein großes JA zur Kunsttherapie! Das ist dein Ding. Manchmal muss man den Mut finden etwas zu tun, was tief aus dem Herzen kommt. Du kannst vielen Menschen damit helfen.
    Und falls es dich tröstet, auch hier mit vier Kindern ist es gerade schwierig. Auch ich heule und bin hilflos, weil ich das Gefühl habe keinem gerecht zu werden. Hey, wir sind Menschen, feinfühlige Menschen.
    Ich würde mich übrigens gerne mal mit dir über die Waldorfschule im Allgemeinen austauschen. Vielleicht meldest du dich mal.
    Ganz liebe Grüße aus Borgholzhausen. Natascha

  7. Ramona, mach das! Kunsttherapie ist wirklich (als „Patientin“ sprech ich aus Erfahrung) unglaublich heilend und ich glaube auch als Therapeut bekommt man viel zurück.
    Lieb’s Grüßle, Sandra

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