_Alltag

Donnerstagsschnipsel – Sonne, Leichtigkeit und Termine

Juhu, die Sonne scheint. Nach all den kühlen, fast schon herbstlichen Regentagen eine Wohltat. Mein Stresspegel ist etwas gesunken, vor allem der emotionale Stress. Da hatte sich einiges in mir aufgestaut. Dinge, die hier nicht einfach sind, die mich frustrieren oder anstrengen. Dazu Arbeit und Termine. Eine Mischung aus Sensory Awareness, Gesprächen und Kreativität haben mir geholfen, mich wieder besser zu regulieren.

Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich die blühenden Ringelblumen. Ein schöner Farbtupfer im sonst verwahrlosten Garten.

 

Tagesstart mit Powerdrink und Lektüre. Sonnengelb.

Am Wochenende hatten wir Besuch vom Sohn des Mannes mit Freundin und Kind. Wir sind jetzt in dem Alter, wo die Kinder kommen, um sich um unser Internet zu kümmern. Tatsächlich ist die Situation mit dem Wlan in unserem Haus dauerhaft unbefriedigend. Nun haben sich die Männer angeschaut, wie sie im Nachhinein unsere nicht genutzten Telefonsteckdosen und die zugehörigen Leerrohre nutzen können, um Lan-Kabel ins obere Stockwerk zu verlegen. Da hatten wir beim Bau etwas nicht zu Ende gedacht.

Neben Internetgewerkel gab es Kuchen, Ciabattasalat mit Tomate und Avocado und nette Unterhaltungen. Der Sterngucker war zu einem Kindergeburtstag, der Wolf hat sich um den Besuchssohn gekümmert. Sehr süß! Ich habe mich für eine Stunde rausgenommen für einen wichtigen Herzausschüttspaziergang. Ich musste ein paar Dinge in mir sortieren, die viel damit zu tun haben, wie ich oder wir mit dem Wolf und seinem Schulthema umgehen, wo ich ihm Dinge nicht zutraue, oder besser nicht zumuten kann.

Abendhimmel mit zunehmenden Mond.
Schönes Abendlicht im Wohnzimmer. So wirkt selbst das Familienchaos annehmbar. Der neue Stuhl des Mannes.

 

Die neue Woche startete noch etwas angespannt, wurde dann aber zunehmend leichter, obwohl jetzt zum Ende der Woche viele Termine anstehen. Uff.

Am Montag habe ich, nachdem meine Kursinhalte online waren, nichts weiter getan als kreatives Gewerkel. Den ganzen Nachmittag habe ich gezeichnet, geschrieben, mit Farbe getüncht. Wie sehr es mir gefehlt hat! ich habe Briefe geschrieben, gemalt, geklebt und Päckchen gepackt. Auch am Dienstag und am Mittwoch noch. Dieses nicht-Müssen hat mich entspannt.

Umschläge für eine Reihe Herzensbriefe.
Arbeit am Kallizine 2 – Jugendstil, Grün/Gold und Zweisamkeit war das Thema.

Am Dienstag hatten wir spät am Abend noch Posaunenchorprobe. Wir bereiten den Gottesdienst am Sonntag vor. Dabei sind einige wirklich herausfordernde Stücke. Eines mit mehreren Chören, Taktwechseln und natürlich mehrstimmig. Ich habe das Gefühl, als einzige Alt-Stimme in meinem Chor so sehr zu schwimmen. Waah! Aber ich übe jeden Tag, um dann hoffentlich am Sonntag ein paar richtige Töne rauszubekommen. Das gemeinsame Musizieren macht mir so viel Spaß! Ich habe mir jetzt schon überlegt, dass ich mir zum Geburtstag/Weihnachten (das liegt ja bei mir recht nah beeinander) eine eigene Trompete zu kaufen. Eine Empfehlung habe ich schon. Das Instrument kostet um die 600 Euro. Das ist überschaubar. Momentan spiele ich noch auf einem Leihinstrument des Posaunenchores.

Vier Stunden hat der Baumpfleger unsere Bäume neu frisiert. Jetzt sehen wir wieder die Strasse, wenn wir mit dem Auto rausfahren wollen.

Tagsüber war der Baumpfleger da und hat sich um unsere beiden Bäume an der Strasse gekümmert. Die mussten etwas zur Verkehrssicherheit gestutzt werden und haben ausserdem einen Korrekturschnitt bekommen, damit sie gut weiter wachsen können. Ich freu mich immer, wenn wenigsten solche Dinge weiter gehen und ich mich um etwas gekümmert habe, was erledigt werden sollte.

Mittwochs ist Sensory Awareness. Die Stunden tun mir immer sehr gut. nachdem ich letzte Woche so viel geheult habe, dass ich kaum Luft bekommen habe, war ich gestern viel ruhiger und konnte die Stunde sehr geniessen. Ich habe ein bisschen mit meiner Haltung experimentiert, mit Augenhöhe, (Körper)Größe und dem Kopf auf meinem Hals.

Am Abend war ich schnell noch mit dem Wolf beim Testzelt. Wir beide brauchen für die Abschlussfeier seiner Klasse einen offiziellen Test. Den haben wir noch erledigt. Ich war noch bei der Post, meine vielen Briefe wegbringen und die Jungs beim Einkaufen (sie setzen ihr Taschengeld gerade gern in Softdrinks und Chips um).

Elternarbeitszeit: Zehn Butterbrezen für den Kennenlerntag der neuen Schüler an der Schule.

Heute starte ich in ein sehr buntes und volles Wochenende. Ich habe gerade Brezen gekauft, die der Mann nachher, wenn ich im Coaching bin, mit Butter beschmieren wird. Gerade nimmt er noch seinen Podcast auf. Die Butterbrezen nehme ich heut Mittag mit zur Schule und gebe sie in der Küche ab für heut Nachmittag zum Kennenlerntreffen der neuen Schuleltern und -kinder. Diese Tätigkeiten (Essensspenden, Dienste) sind Elternarbeitszeit, die wir an der Schule leisten als Teil der Schulgemeinschaft. Heute Nachmittag habe ich meine letzte Pausenaufsicht und Nachmittagskurs vor den Ferien an der Schule. Ich habe überlegt, mit den Kindern kleine Graslöwen zu basteln. Mal sehen, ob sie Lust haben. meistens fällt ihnen nämlich ganz was anderes ein. Die Bastelei habe ich gestern mit meinen Jungs schonmal testgebastelt.

Probebasteln mit den Jungs. Dazu gibt es Obst und für mich einen Nachmittagstee.
Die letzte Pausenaufsicht und Bastelnachmittag an der Schule.

Am Nachmittag ist der Sterngucker zu einem Kindergeburtstag eingeladen. Ich fahre nach dem Nachmittagskurs mit dem Wolf zu einem Termin. Der Mann holt den Sterngucker wieder vom Geburtstag ab und fährt dann selber zum Lanserhof, seinem Donnerstagsjob. Der Sterngucker wird in der Zeit unserer Abwesenheit entweder allein daheim sein oder die Tochter ist da.

Elternarbeitszeit: 40-60 kleine Bratlinge für das Buffet zu den Präsentationen der großen Montessoriabschlussarbeit.

Morgen, am Freitag, sieht der Tag ähnlich voll aus. Am Morgen braten wir 40-60 kleine Bratlinge, die wir dann an der Schule abgeben. Auch Elternarbeitszeit für die Präsentationen der großen Montessoriarbeit. Dann packt der Mann seine Sachen und fährt übers Wochenende nach Aschaffenburg zur Gongausbildung. Ich bringe die Bratlinge zu Schule und helfe beim Aufbau zu großen Montessoriarbeit. Am Nachmittag gehe ich mit dem Wolf zur Abschlussfeier seiner Klasse. Für das Buffet mache ich einen Mais-Bohnen-Salat.

Am Samstag darf ich kurz Luft holen. Bis zum Abend. Dann fahren die Tochter, ihr Freund und ich zur Zeugnisverleihung an die Tochterschule. Unter Corona-Bedingungen ist das alles etwas komplex, mit getrennten Klassen und begrenzter Gästezahl. Aber nicht weniger sentimental. Das wird ein langer Abend.

Und am Sonntag kommt dann der „große“ Auftritt im Gottesdienst. Wir treffen uns schon 9:20 Uhr zur Anspielprobe, um dann um 10:30 Uhr im Gottesdienst richtig fit zu sein. Ich bin gespannt. Den Rest des Sonntags werde ich vermutlich einfach nur rumlungern, nichts tun und die Woche ausvibrieren lassen.

Kurswerbung

Im Oktober starte ich eine neue Runde des Kalligrafie-Onlinekurses zur Textura. Falls du in Erwägung ziehst, sie zu lernen: Bis zum 1.August gibt es einen Gutscheincode für Frühbucher*innen, der die Kursgebühr um 50 Euro reduziert. Gibt einfach am Ende der Bestellung unter „Sie haben einen Gutschein?“ den Code „Vorfreude“ ein. Hier geht’s zu allen Infos und zur Buchung.


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2 Kommentare

  • andrea

    Ich wünsche dir inniges Dabeisein bei all den Schulabschlussterminen. Bei mir war das in der letzten Woche. Nun bin ich ein paar Tage wie ausgelutscht. Das rutscht schnell ins Depressive ab wenn ich mich nicht ergebe. Vergess ich immer wieder. Aber dann spüre ich schnell, wie sich mein System wieder reguliert, wenn ich es fliessen lasse… immer wieder spannend, dieser Prozess.

    Liebe Grüße zu Dir!

  • silvia

    Hallo Ramona, ich lese immer wieder so gerne deine Beiträge, die mich inspirieren und staunen lassen, was du alles immer wieder schaffst. Deine Kreativität ist ja fast nicht zu bremsen (malen, schreiben, singen, spielen und und und). Und wenn du dann deinen Garten nicht ganz so ordentlich hast, kann ich das gut verstehen. Die Ringelblumen finde ich jedoch wunderschön. Die machen richtig gute Laune. Eine sonnige Woche und Erholung im Garten wünsche ich dir.

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