_Alltag

Erste Märztage

Das erste Märzwochenende war eines, wo der Mann mal nicht auf Reisen war. Das habe ich sehr genossen. Wir beide als Eltern und Paar zusammen. Es hat sich gefügt, dass wir viel Zeit miteinander verbringen konnten: Spazierengehen, Kochen, Essen, mit dem Wolf spielen. Diesen Kontakt ist immer wieder so nährend und wichtig. Ich freue mich über gemeinsam erlebte Geschichten, deren Details immer wieder in unserem Alltag als geflügeltes Wort, Binsenweisheiten oder Anspielungen auftauchen. EinE AussenstehendeR würde nicht verstehen, was wir mit „Breatagnenummer“, „Haare unter den Turban stecken“ oder „Harmonium nachtragen“ meinen, für uns steht hinter diesen Metaphern aber eine ganzer Komplex an Inhalten. Ich glaube, jedes Paar oder jede Familie hat sowas. Das macht die Vertrautheit aus.

Eines unserer familienübergreifenden Internas, nämlich auch unter Menschen aus der Blase um Tobi Beck, ist das Tiermodell. Hier ordnen wir Menschen scherzhaft in Eulen, Wale, Delphine und Haie ein (wohlwissend, dass das nicht alles ist, was einen Menschen ausmacht). Mit diesem Modell können wir viel gelassener und verständnisvoller über mache Eigenheiten von Mitmenschen (und uns selbst!) hinwegsehen. Na? In welchem Tier entdeckst du dich hauptsächlich wieder?

 

Arbeit ausnahmsweise auch mal am Wochenende

Am Wochenende habe mich hauptsächlich um die Email für den Fastenzeitkurs gekümmert, den Kreativimpuls aufgenommen und die Meditation geschrieben, die der Mann netterweise eingesprochen hat, weil er darin mehr Erfahrung hat und weil ich einen Frosch im Hals hatte. Pünktlich am Sonntag konnte die Email für die erste volle Fastenzeitwoche verschickt werden. Ich bin sehr aufgeregt, was den Kurs betrifft, möchte ich doch so gern, dass alles gut funktioniert. Nun gibt es hier und da etwas technischen Schluckauf. Wenn du den Kurs gebucht hast und noch keine Emails erhalten hast, schreibe mir bitte.

Das Wochenende habe ich auch mit meiner Monatsrückschau und Planung verbracht. Das verschafft mir Überblick.

Den Übergang bewusst gestalten

Nach meiner Reise war ich noch sehr müde und erschöpft, innerlich aufgeregt und angespannt. So langsam komme ich aber wieder hier an und ich werde ruhiger und gelassener. Ich habe viele Aufträge auf dem Tisch, die wollen koordiniert sein. Ich bin motiviert und gut gelaunt.

Im Briefkasten waren schöne Herzenspost und interessante Bücher zur Rezension. Jetzt erscheint in den Verlagen das Frühjahrsprogramm, sodass es wieder viel zu lesen gibt. Wie schön!

In unserer Gemüsekiste war frischer Spinat. Daraus haben wir am Wochenende Blätterteigtaschen gezaubert mit frischen Salat dazu. Spinat gab es heute auch in einem One-Pot-Pasta Rezept. Das hatte ich in einem Hygge-Magazin entdeckt, als wir beim Frühstücken waren.  Es war recht lecker, aber insgesamt werde ich mit der Art der Zubereitung nicht ganz warm.

Im Garten spriessen schon die ersten Schnittlauchhalme. Die essen ich morgens auf das Avocadobrot. Oh, wie freue ich mich auf den Garten.

Ich habe gewählt (Briefwahl) und gestrickt, gearbeitet und ausgeschlafen. Die Fastenzeit tut mir gut. Das Reflektierende und Besinnende daran. Ich verzichte ja gerade auf Instagram. Veronika fastet auch und beschreibt schön, wwelche Freiräume das plötzlich wieder schafft (und wie schwer es trotzdem manchmal ist).

Hoffnung leuchtet

Ihr neues Buch Hoffnung leuchtet ist gerade meine Bettlektüre. Vor dem Schlafengehen lese ich Hoffnungsgeschichten. Und verliebe mich in jeder zweiten Zeile in eine Formulierung, einen Satz oder eine Aussage. Erst auf Seite 22 kann ich das Buch schon weiterempfehlen. Hoffnung brauchen wir alle. Und dieser Tage einmal wieder mehr (Geflüchtete! Corona Viren! persönliche Schicksalsschläge und Lebenskrisen!…)

Jetzt zum Wochenstart hatte ich schon Therapie und ein Frühstück mit dem Mann, Rechnungen geschrieben und mich um eilige Druckaufträge gekümmert. Ich habe meinen Kallimagie-Inspirationsbrief verschickt. Leider habe ich gerade Probleme mit der Zustellung an Empfängerinnen mit posteo, icloud und me Accounts. Wenn du keine Mail von mir erhalten hast, dich aber für deie Inspirationen interessierst, melde dich bei mir, dann leide ich ihn dir nochmal manuell weiter.

Vertrauen

Gestern war ich mit dem Mann eine Kleinigkeit für das Mittagessen einkaufen. Auch in unseren Supermarkregalen gähnen an einigen Stellen große Löcher, wie ich sie bisher nur auf Bildern im Internet gesehen habe. Verrückt. Anfangs hat es mich beeinflusst und ich habe überlegt, ob ich auch etwas kaufen muss bevor ich nichts mehr bekomme. Aber nein. Ich möchte das nicht. Ich möchte mich an mein Jahresmotto erinnern und vertrauen, dass zu jeder Zeit für mich gesorgt ist. Natürlich haben wir ein paar Sachen daheim, aber eben großen Vorräte.

Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?

Matthäus 6, Verse 25 und 26

Gestern war die Tochter da und hat mich gebeten, mit ihr gemeinsam eine Arbeit aus ihrer Siebdruckserie für eine Ausstellung auszuwählen. Ich freue mich immer sehr, wenn ich zu sehen bekomme, was sie gestaltet und erschafft. Mit ihrer Erlaubnis darf ich den Siebdruck für die Ausstellung hier zeigen. Die Ausstellung findet im Rahmen der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ im Kulturzentrum Mohr-Villa in Freimann statt. In der Ausstellung zeigt der Fachbereich Gestaltung T-Shirts, große und kleine Arbeiten und eine Performance, die sich künstlerisch mit dem Thema Rassismus und Zivilcourage auseinandersetzen. Die Ausstellung ist Teil des langjährigen Engagements der MOS München als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Vernissage/Ausstellungseröffnung ist am Donnerstag, den 5.März ab 19 Uhr.


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