_Alltag

Fastenzeit 2021 | Tag 6

Heute geht weiter mit dem Präsenzunterricht in der Grundstufe. Die Schulbusse fahren wieder. Der Sterngucker geht nach wie vor täglich zur Schule, hat aber nur jeden zweiten Tag mit seiner Klasse Unterricht. An den anderen Tagen ist er in der Notbetreuung. Der Wolf bleibt daheim beim Videounterricht.

Mein Montag

Der Lichtwecker wird um 6:30 hell. In mein Unterbewusstsein sickert, dass kein Wochenende ist. Ich sortiere in dieser Zwischenwelt, welcher Tag ist (Montag!) und stehe auf. Morgenroutine: Tagfertig machen, Morgenseiten schreiben (Angelehnt an eine Aufgabe im Buch “Der Weg des Künstlers”, wo ich gerade festhänge: Was ist mein Ziel? Wieso fällt es mir so schwer, ein Ziel zu formulieren?), Frühstück vorbereiten. Ich bereite dem Sterngucker die Brotzeit für die Schule vor und mache ihm ein Frühstück. Dann wird es Zeit, ihn zu wecken.

Wir frühstücken, dann bringe ich ihn zum Bus. Draussen ist es nebelig, später wird aber die Sonne rauskommen. Wieder drinnen, drucke ich dem Wolf seine Checkliste für die Woche und ein paar Arbeitsblätter aus. Der Vormittag vergeht mit der Nachbereitung meines Mut-Kurses, einem Blogpost und meinem Newsletter. Montags ist im Kalender immer Kallimagie-Tag.

Gegen 13:20 Uhr kommt der Stergucker mit dem Schulbus nach Hause, isst Mittag und verabredet sich mit einem Freund. Ich bin heute ganz müde und lege mich für ein Viertelstündchen ins Bett, der Mann bringt den Sterngucker zu seinem Freund auf den Bauernhof.

Spaziergang

Nach dem Tee gehen wir unsere Runde an der Strasse entlang zur alten Linde. Dort machen wir eine kurze Pause und nehmen ein kleines Geburtstagsvideo für eine Freundin auf (und machen uns über die Corona-Frisur des Mannes lustig). Dann drehen wir um und gehen zurück. Wir unterhalten uns über Vorstellungen anderer Menschen zur eigenen Ausbildung, ein Thema was gerade bei der Tochter laut wird, weil ihr Abitur ansteht und sie noch keine konkrete Idee zum Danach hat. Darüber, wie andere Menschen viele Ratschläge haben, sich Sorgen machen und wissen, was gut ist oder was sie tun soll. Wo es herkommt, wie wir damit umgehen (können und wollen), was unsere Erwartungen sind und welche Vor- und Nachteile es hat, angestellt oder selbständig zu sein. Das sind ja zwei vollkommen verschiedene Welten.

Ich habe in den ganzen Jahren meines Selbständigseins immer das Gefühl, dass meine Arbeit nicht so viel wert ist, als wäre ich irgendwo angestellt und würde “einen richtigen Job” machen. Das habe ich in der Vergangenheit immer wieder rückgemeldet bekommen. Es hängt mir nach, ich werde es nicht so richtig los. Tatsächlich war ich, abgesehen von meinem Job als Werksstudentin während meines Studiums und einer Zeit, wo ich in einer Anwaltskanzlei als Vertretung der Rechtsanwaltsgehilfin gearbeitet habe, in meinem Leben noch nie wirklich angestellt.

Nach unserem Spaziergang macht der Mann unsere Montagseinkaufsrunde und sammelt den Sterngucker ein. Ich schreibe meine Abrechnung für die Schule und diesen Blogpost (genaugenommen habe ich die Alltagsblogposts den ganzen Tag über in einem Tab offen und ergänze im Laufe des Tages, wenn mir etwas einfällt. Am Schluss suche ich nur die Bilder raus, beschneide sie auf die passende Größe und mache den Tagesbericht final).

Gegessen

  • Finn Crisp mit Avocado, Apfel und Pinienkernen, Frühstücksdrink
  • Dinkelspaghetti mit Tomatensosse, ein Knoppers Riegel, eine Tasse Sencha
  • Fin Crisp mit Avocado, Earl Grey mit Haferdrink und Honig
  • Dinkelbrot mit Ziegenfrischkäse, Hummus, Karott, Chai

Kreativ

  • Weiter geht’s mit dem zweiten Teil des Kurses von Jurgen Vercaemst zu Jan Rossey-Lettering. Noch 2h to go!
  • und mit einem Portrait im Moleskine
  • ich schreibe einen Herzensbrief

Gelesen

Als tägliche Inspiration zur Fastenzeit lese ich in einem alten Fastenzeitkalender von Anselm Grün aus dem Jahre 2011. Den habe ich im Büchertauschregal im Supermarkt entdeckt und eigentlich zum Basteln und für Collagen mitgenommen. Was mir gerade gefällt ist das Wort “Wandlungsweg”. Ich betrachte meine Fastenzeit als Pilgerreise, als Einkehr und Umkehr. Ich verbringe meine Tage nicht anders, aber mit einem anderen Blick, anderer Bewusstheit. Und durch den Austausch in der Mut-Gruppe mit einem Thema, was mich interessiert.

Um Wandlung geht es in gewisser Weise auch im schon etwas älteren Blogpost von Giannina Wedde.

Leonie schreibt im Blog “6 ways to grow your buisness this month” – als Selbständige immer wieder interessant, da am Ball zu bleiben, sich zu vernetzen und aktiv zu sein. Das schreibt sie natürlich gerade jetzt, weil im März ihr Sales-Star beginnt. Den habe ich mir vor ein paar Wochen schon gebucht, und ich bin gespannt, was ich neues lernen werde. Weil wirklich, das macht mir am selbständig sein so Spaß: diese ganzen Sachen die ich dabei lerne. Nicht nur meine kreativen und handwerklichen Fähigkeiten, sondern auch Zeitmanagement, Marketing und Verkauf, Technikkram und all sowas.

Dankbar

Feedback zu meinem Kurs/ zu meiner Arbeit, Antworten auf meinen Newsletter, die Sonne kommt durch den Nebel durch, die Gespräche mit dem Mann und der Tochter, der Earl Grey Tee auf meiner Zunge, die Frühblüher im Garten

Notizen

Mich beschäftigt mein Mut-Kurs. Nach dem tollen Start gestern abend mache ich mir Gedanken zur Mittwochsmail und zum Input nächsten Sonntag. Ausserdem habe ich am Dienstag nochmal einen Schriftenteppiche Zoomcall. Auch dafür brauche ich noch eine Idee zum gemeinsamen werkeln. ich mag es sehr, mit Menschen gemeinsam kreativ zu sein.

Nach der Woche Wildniswind ist nun die Anmeldephase zum Naturmentorin Kurs offen. Der Minikurs hat mir so gut gefallen, dass ich überlege, den Jahreskurs mitzumachen. Ich habe beschlossen, eventuell später im jahr einzusteigen. Erst sind andere Themen in meinem Leben dran.

Die Tochter hat in ein paar Tagen Geburtstag. Ich überlege, womit wir ihr einen schönen Tag und eine Freude machen können. 19 wird sie schon!


Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

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