_Alltag

Freitagsschnipsel aus der zweiten Juli-Woche

Seit ich von meinem Wochenendausflug zurück bin, ist die Zeit wieder wie im Fluge vergangen. Mein Reisebericht liegt noch angefangen im Entwurfsordner. Dafür möchte ich mir etwas mehr Zeit nehmen. Das reiche Wochenende nochmal nachklingen lassen (bevor das nächste bereits vor der Tür steht, haha. Es ist wie mit den Fotoalben der Kinder. So richtig komme ich nicht mehr hinterher). Diese Woche war voll und trubelig. So langsam merke ich jedoch, dass Ruhe einkehrt. Ich freue mich auf die Ferien, hier und da schwingen noch etwas Sorgen mit.

Es ist ein komischer Sommer. Unwetter, Regen, anderswo Hitzewellen und hier so kalt, dass es Jacke und dicke Schuhe braucht. Am Donnerstag hatte ich wieder eine verregnete Pausenaufsicht und einen gemütlichen Bastelnachmittag mit den Kindern in der Schule. Wir haben Bügelperlen sortiert und Gummiarmbänder geknüpft während es vor dem Werkhäuschen regnete. Es gibt so Momente, wo die Kinder Themen aufbringen, die mich tief berühren. So haben wir über den Tod und über Bestattungen gesprochen. Das fand ich sehr schön.

Das Thema lässt mich auch irgendwie nicht recht los. Ich habe mich nun zu einem Hospiz-Grundseminar des Hosipzvereins im Landkreis im November angemeldet (jetzt im Juli das Seminar war schon voll). Mal sehen, was mich da erwartet.

Anfang der Woche war ich zuerst beim Frisör, dann in der Autowerkstatt, weil der Mann übers Wochenende eine Schraube im Reifen entdeckt und einen Platten hatte. Mit repariertem Auto waren wir dann in München beim Möbelum. Der Mann wollte sich ein Regal für seinen Arbeitsplatz aussuchen und seinen Geburtstagsgutschein für einen neuen Stuhl einlösen. Den haben wir auch gefunden. Jetzt hat er den schönsten (und stabilsten) Stuhl an unserem Esstisch. Danach haben wir noch bei unserem Elektro-Installateur eine neue Spülmaschine bestellt. Unsere ist schon mindestens 12 Jahre alt und macht ganz furchtbare Geräusche wenn sie läuft. Sie hat schon einige Reparaturen hinter sich, jetzt hat sie ausgedient.

Mit der Tochter war ich beim Zahnarzt und in der Bibliothek. Da habe ich mich mit Sommerlektüre eingedeckt. Ausserdem habe ich mir noch ein paar Wünsche von meiner Bücherwunschliste erfüllt. Herrlich, so eine große Auswahl an Lektüre zu haben.

Die Woche lasse ich ausklingen mit einem langen Scrabblefrühstück mit einer Freundin (mein Geburtstagsgeschenkgutschein eingelöst) und einer Trompete-Session mit dem Wolf. Am Samstag feiert der Sterngucker seinen Geburtstag im Bergtierpark Blindham nach. Hoffentlich hält das Wetter. Momentan ist es dauernd so wechselhaft und verregnet. Das macht keinen Spaß.

Meinen Garten habe ich mehr oder weniger aufgegeben. Nachdem der Hagel so viel kaputt gemacht hat, fressen bei dem feuchten Wetter die Schnecken alles weg. Mit alles meine ich meine Zwiebeln – die fast das einzige sind, was ich überhaupt angebaut habe (ein paar Erbsen habe ich noch ausgesät, die fangen jetzt erst zu blühen an).

Neben all dem Gartenfrust, Werkstatt und kaputter Spülmaschine, Schulsorgen und allgemeinem Stress gibt es natürlich auch viele Dinge, die schön sind. Und die schreibe ich in meiner Lieblingskategorie auf:

Was schön ist

  • Trotz vollem Kalender doch immer genau das schaffen, was mir an einem Tag wichtig ist.
  • Mein Trainingsplan. Es ist zwar gerade etwas schwierig, mein Training in den Tag zu integrieren, weil wir nicht mehr regelmässig spazieren gehen (das war immer mein warm up) und alles ein bisschen straffer geworden ist, aber nach 10 Wochen Training merke ich erste Erfolge, sehe ein paar gewachsene Muskeln und freue mich an mehr Kondition.
  • Ein paar freie Abende, an denen ich wieder früher ins Bett gegangen bin.

  • Zwischen den Regentagen ein lauer Sommerabend zum draussen sitzen, Wein trinken, Chips essen und lesen.
  • Frühstücksdates. Letzte Woche mit dem Mann, heute mit meiner Freundin.
  • Ein Freundinspaziergang.
  • Posaunenchorprobe: wenn auch etwas verzweifeltes Ringen um die richtigen Töne, aber eben Zusammenspiel mit anderen Blechbläsern. Je mehr, desto besser. Das macht mich so glücklich.
  • Lesezeit. ich habe mir „Der geheime Schwimmclub“ aus der Bibliothek ausgeliehen und bin schon fast auf Seite 200. Im Auto höre ich gerade „Untenrum frei“, was sich überraschend unterhaltsam anhört, obwohl das Thema eher ein ernstes ist.
  • Kontakt zu den Kindern: Die Gespräche, Vorlesen am Abend, Kuscheln und Reden, Essen, Kochen und Quatsch machen.
  • Meine Auszahlung von Digistore für letzten Monat. Über Digistore verkaufe ich meine Onlinekurse. Letzten Monat habe ich so viel gearbeitet und verdient, dass ich damit meine Sommereinnahmen zum Teil schon reinholen konnte und das Sommerloch hoffentlich nicht allzu groß sein wird. Ausserdem Konto ich endlich ein paar Lücken füllen, die ich schon lange mit mir herumschleppe. Meilenstein!
  • Vorfreude auf die Sommerferien. Ich habe eine Sommerferien-Ideenliste angefangen, wo alle ihre Ideen und Wünsche notieren können.
  • Drei Herzensbriefe für Juli.
  • Viel herzlicher Austausch.
  • Wertschätzende Emails und Feedback zum Sommerskizzenbuchkurs.
  • Eine Trompetenstunde mit dem Wolf und gemeinsames Spielen.

Hat dir der Beitrag gefallen? Wie StrassenkünstlerInnen der Hut, steht hier im Blog eine Teekasse. Nur eben virtuell. Wenn du magst, kannst du mir einen Tee ausgeben. Oder Farben und Papier. Danke für die Wertschätzung <3

Ein Kommentar

  • Claudia

    Hallo Ramona,
    ich freu mich schon so auf August und Deine tgl. Inputs zum Skizzenbuch…ganz liebe Grüße Claudia

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.