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Gartenglück – Erntesegen und Blütenreichtum

Trotz der anhaltenden Schneckenplage haben es doch einige Pflanzen soweit geschafft, Früchte zu tragen. Ich habe schon Kartoffeln und Erbsen geerntet, Johannisbeeren, Himbeeren und Stachelbeeren. Die Johannisbeeren haben wir zu Marmelade verkocht, eingefroren, ins Müsli gegessen und Kuchen gebacken. Walderdbeeren landen im Müsli oder ich friere sie für den Winter ein. Die normalen Erdbeeren hatten kaum ertrag. Entweder die Schnecken haben sie gefressen oder die Früchte blieben klein und deformiert.

Erbsen

Von den Erbsen habe ich eine leckere Suppe gekocht, viele direkt vernascht und einige eingefroren. Nun konnte ich die Pflanzen rausreissen und das Beet für neue Pflanzen herrichten. Von Anfang an mit Schneckenkragen. Ich habe zwei verschiedene Sorten Erbsen gesät. Die üppiger, Ambassador, fand ich zum Naschen nicht so lecker. Da hat mir die andere Sorte (Sweet Horizon)

besser geschmeckt.

Blüten

Vor dem Haus blühen Alant, Federmohn, Lilien und andere Blüten. Im Kräuterbeet und im Lavendel ist ein reges Gesumme und geflattere. Das freut mich immer, so viele Bienen und auch Schmetterlinge in unserem Garten zu sehen.

Beeren

Von den Stachelbeeren hatte meine Mutter leckeren Kuchen gebacken. Das Rezept hab ich mir notiert und will es am Wochenende selbst probieren. Der war nämlich unerwartet gut (ich habe ein ambivalentes Verhältnis zu Stachelbeeren). Nach und nach reifen nun auch die Himbeeren. Die ersten hab ich schon direkt genascht. Auch die Brombeeren versprechen eine üppige Ernte, so dicht wie sie schon behangen sind.

Gestern habe ich eine Freundin besucht und in ihrem Garten von den Klaräpfeln welche mitgenommen. Von denen versuche ich jetzt Apfelessig zu machen. Das habe ich bei Sabrina auf Instagram entdeckt. Es klingt so einfach. Ich bin gespannt. Zum Mittag hatten wir Spaghetti mit Giersch-Pesto. Überhaupt haben wir viel über Wildkräuter gesprochen und wie toll es doch ist, dass die voller Nährstoffe direkt vor der Haustür wachsen und nichts kosten.

Die Tomaten sind bisher von Braunfäule verschont geblieben. ich glaube, der andere Standort (unter dem Dachvorsprung) und das Regenwasser aus der Regenwassertonne tun ihnen gut. Die Tomaten in den Töpfen sind besser geworden als die im Kasten. Da ist mir das Kraut etwad verdörrt, wie man sieht.

Kartoffeln

Besonders glücklich macht mich aber die Kartoffelernte. So große Kartoffeln trotz Schneckenplage und Kartoffelkäfer. Und das ist erst ein Teil! Da stehen noch viele Pflanzen zum Ernten im Garten. So kleine Dinge machen mich sehr glücklich! Die kleinen Minikartoffeln gab es heute Mittag als Ofenkartoffeln vom Blech. Für mich mit Zuchini-Fenchelgemüse und selbstgemachtem probiotischem Joghurt, für die Jungs mit Ketchup.

Während der Ausgangsbeschränkungen im Frühjahr hat sich die Tochter ein Hochbeet aus Palletten gebaut. Dort grünt und wuchter es jetzt auch üppig. Die gute Erde und der Pferdemist sind wohl besserer Boden als unsere olle lehmige Gartenerde. Das freut mich sehr.

Ich bin gerade dabei, mir den Permakultur Onlinekurs von Sabrina anzuschauen. Schon im ersten Modul sind so viele tolle Inspirationen dabeigewesen. Erstmal noch gar nicht so sehr zum Gärtnern, sondern eher zum Verständnis, dass Permakultur eher eine Lebenseinstellung ist, als nur eine Form, sein Gemüse anzubauen. Und ganz viel Motivation, einfach anzufangen und schon auf kleinstem Raum loszulegen. Ich freue mich schon auf die anderen Module und recherchiere nebenbei, was ich jetzt noch im Sommer für den Herbst anbauen kann.


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2 Kommentare

  • Katrin

    Ja, es ist schön, wenn man im Gaeten ernten kann. Ich habe auch einen sehr großen Gemüsegarten.

    Kleiner Tipp für die Tomaten, du brauchst mehr Erde. Wenn nicht im Freiland, dann solltest du sie in hohen großen Eimern anbauen. Vorher unten ein Loch rein, damit es keine Staunässe gibt. Und Tonaten brauchen sehr viel Wasser. Im Moment jeden Abend gießen!!!!
    Und für die Braunfäule ist es noch zu früh. Die kommt erst im September, kann man aber erfolgreich durch Spritzen bekämpfen. Reicht ein mal – ist der Somner sehr trocken geht es auch ohne. Gekauftes Gemüse-auch Bio- ist behandelt. Und wenn ich selbst ran gehe, weiß ich zumindest wie oft.
    Viel Spaß weiterhin beim Gärtnern!

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